Die Rattenlinie – ein Nazi auf der Flucht

Lügen, Liebe und die Suche nach der Wahrheit

Philippe Sands

(9)
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Beschreibung

Eine unfassbare Geschichte über Liebe, Intrigen und Spionage rund um die berüchtigte Fluchtroute der Nazis über den Vatikan nach Argentinien: Meisterhaft erzählt von dem bekannten Menschenrechtsanwalt und Bestsellerautor Philippe Sands.

Im Mittelpunkt stehen Leben, Flucht und Tod des SS-Offiziers Otto Wächter, Spross einer der angesehensten Familien Österreichs, zunächst Jurist in Wien und ab 1939 NS-Gouverneur von Krakau bzw. ab 1942 von Galizien. Nach 1945 als Massenmörder gesucht, gelingt ihm die abenteuerliche Flucht in den Vatikan unter den Schutz des Bischofs Hudal. Doch bevor er sich nach Argentinien absetzen kann, stirbt er 1949 überraschend.

Jahrzehnte später begegnet Philippe Sands Ottos Sohn Horst Wächter. Es ist der Beginn einer komplexen Ermittlung: Horst behauptet, sein Vater sei vergiftet worden. Sands beschließt, die Wahrheit herauszufinden.

Ausgehend von den privaten Briefen und Tagebüchern der Familie Wächter, gelingt ihm ein intimes, verstörendes Porträt des SS-Mannes und seiner Frau. Dabei lässt er uns auch an seinen Begegnungen mit Horst Wächter teilhaben - und damit an der Beziehung zweier Männer, die auf unterschiedlichen Seiten der Geschichte stehen.

»Eine fesselnde Reise durch die Zeit und ein Porträt des Bösen in all seiner Komplexität, Banalität und Selbstgerechtigkeit.« Stephen Fry

Eine Empfehlung für alle Leser, die sich für die Grautöne im Schwarz-Weiß der Geschichte interessieren.

Produktdetails

Verkaufsrang 8978
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 25.11.2020
Verlag S. Fischer Verlag
Seitenzahl 544
Maße (L/B/H) 22,1/15,5/5 cm
Gewicht 758 g
Auflage 4. Auflage
Originaltitel The Ratline. Love, Lies and Justice on the Trail of a Nazi Fugitive
Übersetzer Thomas Bertram
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397443-0

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2021
Bewertet: anderes Format

Akribisch erforscht der Autor das Leben des Wiener Nazis Otto Wächter. Aus Briefen, Tagebüchern und Fotos kompiliert Philippe Sands ein Puzzle, eine lebendige Reportage und ein Familienporträt, das unmittelbar an sein Buch "Rückkehr aus Lemberg" von 2018 anschließt.

Zwei Blickwinkel auf die Geschichte
von Sikal am 05.06.2021

Der Autor Philippe Sands ist Anwalt und Professor für Internationales Recht sowie Direktor des Centre for International Courts and Tribunals am University College London. Humanitäre Ziele und Völkerrecht sind ihm ein Anliegen - was er bereits mit seinem Buch „Rückkehr nach Lemberg“ bewiesen hat. Mit diesem Buch recherchie... Der Autor Philippe Sands ist Anwalt und Professor für Internationales Recht sowie Direktor des Centre for International Courts and Tribunals am University College London. Humanitäre Ziele und Völkerrecht sind ihm ein Anliegen - was er bereits mit seinem Buch „Rückkehr nach Lemberg“ bewiesen hat. Mit diesem Buch recherchiert der Autor die Lebensgeschichte und den Tod des SS-Offiziers Otto von Wächter, der 1949 im Vatikan stirbt – kurz bevor er es schafft, sich nach Argentinien über die sogenannte Rattenlinie abzusetzen. Sands trifft bei seinen Recherchen auf Otto Wächters Sohn Horst, der auf einer Burg lebt, mittlerweile über 80 ist und immer noch der Überzeugung, dass sein Vater ein Menschenfreund war. Er stellt den Verdacht auf, dass Otto Wächter vergiftet wurde. Erschreckend zu lesen fand ich, wie resistent sich der Sohn gegen das Anerkennen der Schuld seines Vaters stellt. Dabei weiß man mittlerweile, welche Gräueltaten Wächter vor und während seiner Zeit als SS-Offizier vollbracht hat. Die Errichtung des Ghettos in Krakau oder die Beteiligung an der Ermordung von Dollfuß beispielsweise. Nach einem Prolog, der den letzten Tag Wächters in Rom wiederspiegelt, erfahren wir über die Kindheit und Jugend sowie sein anfängliches Interesse für Politik. Natürlich lesen wir auch über seine Beziehung zu seiner Frau Charlotte, seine Hinwendung zum Nationalsozialismus bis zu seiner Flucht und der letzten Station – Bischof Hudals Unterstützung beim Leben in einem Kloster bis hin zum Sterben Wächters in den Armen des Bischofs. Sand verfolgt viele unterschiedliche Spuren und so gelingt es ihm sämtliche Details des Lebenslaufes Wächters zusammen zu puzzeln. Die unzähligen Dokumente, Briefe, Tagebücher und Bilder werden von Horst Wächter beigestellt. Diese sollen der Wahrheit dienlich sein. Doch leider kann bis zum Ende nicht dessen Vermutung bestätigt werden. Der Autor schreibt mit einem packenden Stil und so verfliegt die Geschichtsstunde wie im Nu. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend folgt man den Recherchen Sands. Ein wichtiges Zeitdokument, das ich sehr gerne weiterempfehle. 5 Sterne

Absolut lesenswertes Buch über das Erbe der Nazizeit.
von einer Kundin/einem Kunden am 24.02.2021

Manchmal so spannend und atemlos zu lesen, wie Zeitgeschichte in Buchfom nur sein kann, manchmal ein wenig verzettelt in vielen kleinen Details, aber am Ende ein absolut lesenswertes Buch über das Erbe der Nazizeit im doppelten Sinn. Der Sohn des Täters und der Enkel eines Überlebenden begegnen sich hier und Sie als LeserIn ... Manchmal so spannend und atemlos zu lesen, wie Zeitgeschichte in Buchfom nur sein kann, manchmal ein wenig verzettelt in vielen kleinen Details, aber am Ende ein absolut lesenswertes Buch über das Erbe der Nazizeit im doppelten Sinn. Der Sohn des Täters und der Enkel eines Überlebenden begegnen sich hier und Sie als LeserIn werden Zeuge. Das geht unter die Haut.


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