Die neue Aufklärung

Wirtschaft und Gesellschaft nach der Corona-Krise

Marcel Fratzscher

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Beschreibung


Zeit für einen neuen Humanismus!

Die Corona-Pandemie hat die Gesellschaften und Ökonomien in die tiefste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Die Gefahr ist groß, dass sie die Weltgemeinschaft weiter spaltet. Es gibt gute Gründe für Pessimismus, aber es gibt bessere für Optimismus. Die Pandemie zeigt uns die Widersprüche unseres Handelns auf. Sie hat zu einem moralischen Bewusstsein geführt, das uns als Gesellschaft einen hohen Wert auf Gemeinschaft und den Schutz der Schwächsten legen lässt. Dieser neue Humanismus erfordert Reformen des Sozialstaats, um allen Menschen Chancen und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Freiheit, Gerechtigkeit und Humanismus, die drei Ideale der Aufklärung, sind heute wichtiger denn je und werden entscheiden, wie die Welt und wir als Gesellschaft aus dieser Pandemie herauskommen werden.

Der renommierte Experte legt eine tiefgreifende Gesellschaftsanalyse vor und hält ein engagiertes Plädoyer, die Krise als Chance für Gesellschaft, Staat und Wirtschaft zu nutzen.

»Mit seinem Buch ist ihm ein neuer, analytischer Blick auf die Krise und ihre Auswirkungen gelungen.«

Produktdetails

Verkaufsrang 22631
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 12.10.2020
Verlag Berlin Verlag
Seitenzahl 224
Maße (L/B/H) 21,8/14,4/3,1 cm
Gewicht 426 g
Auflage 2. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1432-0

Kundenbewertungen

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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 03.11.2020
Bewertet: anderes Format

Anhand der Gegenüberstellungen Ethik vs. Wirtschaft, Staat vs. Markt, Multilateralismus vs. Nationalismus und Wissenschaft vs. Medien und Politik macht Fratzscher Gefahren, Erkenntnisse und Chancen der Corona-Pandemie greifbar und gibt Grund zur Hoffnung.

Mit Optimismus aus der Krise?
von einer Kundin/einem Kunden aus Speyer am 06.10.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Mal wieder ein Buch darüber, wie Corona die Gesellschaft und Ökonomie verändert … kennt man inzwischen doch, oder? Ja, aber … Marcel Fratzscher ist ja nun auch nicht gerade irgendwer, sondern immerhin DIW-Präsident – und dann trägt das Buch auch noch den Titel „Die neue Aufklärung“, fordert ja also immanent auch ein wenig Selbst... Mal wieder ein Buch darüber, wie Corona die Gesellschaft und Ökonomie verändert … kennt man inzwischen doch, oder? Ja, aber … Marcel Fratzscher ist ja nun auch nicht gerade irgendwer, sondern immerhin DIW-Präsident – und dann trägt das Buch auch noch den Titel „Die neue Aufklärung“, fordert ja also immanent auch ein wenig Selbstverantwortung – das könnte also doch spannend werden. Zunächst legt Fratzscher dar, wie groß die Krise ist, in die die Pandemie nicht nur unsere Gesellschaft und Ökonomie gestürzt hat, sondern eben auch die Weltgemeinschaft (weiter) spaltet. Die Krise ist so groß und so neu, dass man noch nicht sagen kann, ob wir optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft gehen können. Was wir aber können, ist uns ein Bild davon zu machen, wie widersinnig vieles von dem, was wir tun oder lassen, doch ist. Hier wirft Fratzscher ein Schlaglicht darauf, inwiefern ein neuer Humanismus Reformen bedarf, und zwar umfangreicher Reformen unseres gesamten Sozialstaats (dass ihm das gelingt, ohne einmal das Wort „Grundeinkommen“ in den Mund zu nehmen, scheint seltsam – zumindest als Idee, die man dann zerreißen kann, hätte man dies ja tun können). Er lenkt unseren Blick aber auch darauf, dass die aufklärerischen Ideale „Freiheit, Gerechtigkeit und Humanismus“ lauten – nicht Sicherheit über alles. Und ja: Ohne diese wird gesellschaftliche Teilhabe schwer bzw. wertlos. Für manche seiner Aussagen stellt Fratzscher seinen Kapiteln Zitate wichtiger Persönlichkeiten voran – diese können auch mal neueren Datums sein (wie z. B. Wolfgang Schäuble). Das Buch stellt einge gelungene Analyse dar, auch unserer Gesellschaft (nicht nur ihrer Wirtschaft). Diese liest sich gut, wenn auch nicht zwingend unterhaltsam. Außerdem hält Fratzscher ein Plädoyer, die Krise als Chance zu verstehen und optimistisch in die Zukunft zu gehen. Bis hierhin gut, was mir jedoch fehlt, sind Ansätze für Lösungen. Worin die Probleme bestehen, wissen wir doch eigentlich – und einer wie Fratzscher hätte doch auch die „Macht“ auch deutlich an die Politik zu appellieren, dass auch sie im Rahmen eines aufgeklärten Gesellschaftsentwurfs mehr Verantwortung übernehmen möge (mir fiele da spontan das Lieferkettengesetz ein, wo man die Verantwortung Unternehmen auferlegen will, statt sich selbst mit doktrinären Staaten anzulegen) und auch verschärft über neue Lösungswege nachzudenken (denn nun macht der Staat Schulden, doch sind wir sicher, dass nicht die nächste Pandemie oder sonstige Krise uns aus der Bahn wirft?). Hier gefiele mir etwas mehr Kritik besser, dann wäre auch ich optimistischer … 3,5 Sterne, die des guten Ansatzes und des an Kant angelehnten Aufrufs zu mehr Mündigkeit aufgerundet werden.


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