Die Frau auf dem Foto

Roman

Stephanie Butland

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Beschreibung

Frauen-Freundschaft, Feminismus und die besondere Kraft der Fotografie:

Einfühlsam und mitreißend erzählt Stephanie Butland die Geschichte von drei ungewöhnlichen Frauen von 1968 bis heute

In jedem Foto steckt ein Leben – niemand weiß das besser als die ehemalige Star-Fotografin Veronica Moon. Deshalb hatte sie als junge Frau mit dem Fotografieren begonnen. Und deshalb hat sie vor Jahren damit aufgehört.

Doch nun wird eine Ausstellung über ihr Lebenswerk für die Fotografin zu einer Reise in die Vergangenheit: von jenen wilden Tagen 1968, als sie in der Feministin Leonie Barratt eine Freundin fürs Leben findet, bis zu Leonies tragischem Tod, über den Veronica bis heute schweigt.

Die Ausstellung leitet ausgerechnet Leonies Nichte Erica, die so vieles von Veronica wissen möchte. Ist endlich die Zeit gekommen, ihr Schweigen zu brechen und die Vergangenheit loszulassen?

»Die Frau auf dem Foto« porträtiert drei ganz unterschiedliche Frauen und eine innige Freundschaft, die mehr als einmal auf die Probe gestellt wird. Ganz nebenbei ist Stephanie Butlands Roman auch eine Geschichte des Feminismus – und eine Hommage an die besondere Kraft der Fotografie.

»Dieses Buch ist brillant recherchiert, regt zum Nachdenken an und berührt das Herz. Ohne Zweifel Stephanie Butlands bester Roman bisher.«

Lancashire Evening Post

"Feinfühliger Roman über die Kämpfe von Frauen damals und heute - und über die Macht der Fotografie."

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 01.04.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-52471-8
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,9/3,5 cm
Gewicht 309 g
Originaltitel The Woman in the Photograph
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Heike Reissig
Verkaufsrang 42019

Kundenbewertungen

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„Wir fotografieren, damit wir eine Rückfahrkarte zu einem Moment haben, der sonst verloren wäre.“ (Kathie Thurmes)
von Dreamworx aus Berlin am 01.05.2021

2018. Die Historikerin Erica kommt nach der Entdeckung von alten Fotos und Erinnerungsstücken auf die Idee, eine Ausstellung über das Lebenswerk der berühmten Fotografin Veronica Moon zu machen, die in den 1970er bis hin in die 80er Jahre sehr erfolgreich und mit Ericas Tante Leonie Barratt eng befreundet war. Zu diesem Zweck tr... 2018. Die Historikerin Erica kommt nach der Entdeckung von alten Fotos und Erinnerungsstücken auf die Idee, eine Ausstellung über das Lebenswerk der berühmten Fotografin Veronica Moon zu machen, die in den 1970er bis hin in die 80er Jahre sehr erfolgreich und mit Ericas Tante Leonie Barratt eng befreundet war. Zu diesem Zweck trifft sie sich einige Male mit Veronica, die inzwischen sehr zurückgezogen von der Öffentlichkeit lebt, um die Geschichten hinter den von ihr ausgewählten Fotos zu kennenzulernen. Dabei erfährt Erica auch über Veronicas Kampf für die Emanzipation und Gleichberechtigung von Frauen zur damaligen Zeit. Erica würde gerne auch noch mehr über ihre verstorbene Tante Leonie wissen, doch über die genauen Todesumstände Leonies schweigt sich Veronica aus. Ob Erica Veronica doch noch die Wahrheit erfahren und das Geheimnis um Leonie lüften wird? Stephanie Butland hat mit „Die Frau auf dem Foto“ einen unterhaltsamen, historischen Roman vorgelegt, der nicht nur mit einer eindrucksvollen, tiefgründigen Geschichte, sondern auch mit herausragenden Protagonisten überzeugen kann. Der flüssige, bildgewaltige und anrührende Erzählstil lässt den Leser nicht nur eine Zeitreise antreten zurück in die wilden 60er Jahre, wo er auf Veronica Moon und Leonie Barratt trifft und nach und nach deren gemeinsame Geschichte erfährt, sondern gibt ihm auch mit der Gegenwart die Möglichkeit, die Ausstellungsvorbereitungen von Erica und Veronicas Erzählungen mitzuerleben. Durch wechselnde Perspektiven sowie zusätzlich eingefügte Stilmittel wie Leonis Kolumnen- und Veronicas Lehrbuchauszüge wird dem Leser die besondere Beziehung zwischen den beiden Frauen ebenso deutlich gemacht wie deren Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen, die bis heute nur in Trippelschritten erreicht wurde und noch lange nicht am Ziel angelangt ist. Spannend ist der Vergleich zwischen den Frauen von damals und heute allemal, denn obwohl sich auch in der Gegenwart viele Frauen aktiv dem Kampf für mehr Rechte widmen, hat sich in einem halben Jahrhundert erschreckend wenig für sie verändert, sie werden weiterhin meist von Männern dominiert, kurz gehalten und unterdrückt, ob beruflich oder privat. Das Geheimnis um Leonis Tod wird erst nach und nach aufgedeckt und hält den Leser ebenso bis zum Ende in Atem, wobei er genügend Zeit hat, gedanklich eigene mutmaßliche Szenarien zu entwickeln. Die Charaktere sind lebendig und ausdrucksstark inszeniert, ihre menschlichen Eigenschaften wirken auf den Leser glaubwürdig und authentisch, so dass er ihre Lebenswege gern hautnah mitverfolgt. Veronica ist eine zurückhaltende und feinfühlige Frau, die mit ihrer künstlerischen Ader und dem Auge fürs Detail in den Bann zu ziehen vermag. Leonie dagegen ist eine Rebellin ohne Rücksicht auf Verluste, extrovertiert, frech, aufmüpfig und laut. Sie weiß ihre Worte wie Schwerter zu benutzen, so dass deren Wunden noch lange schmerzen. Erica ist ebenso intelligent wie ihre Tante Leonie, kann allerdings mehr Geduld aufbringen. Zudem steckt sie in der gleichen Falle wie die meisten Frauen, denn sie scheut Konflikte, um das zu bekommen, was ihr wie allen Frauen eigentlich rechtmäßig zusteht. „Die Frau auf dem Foto“ ist nicht nur eine Hommage an all die Frauen, die sich tagtäglich für Gleichberechtigung und Frauenrechte stark machen, sondern unterhält mit einer spannenden Zeitreise und einer komplexen, gut durchdachten Geschichte. Verdiente Leseempfehlung!

Lass dich nicht unterkriegen, sie frech und wild und wunderbar! (Astrid Lindgren)
von katikatharinenhof am 06.04.2021

Manchmal braucht es nur einen einzigen Augenblick, um aus einem gefeierten Star ein gefallenes Sternchen zu machen. Genauso ergeht es Veronica Moon, als ein Foto von ihrer Freundin Leonie Barrat veröffentlicht wird, das für heiße Diskussionen und erhitzte Gemüter sorgt. Und ausgerechnet diese heikle Fotografie soll der krönende ... Manchmal braucht es nur einen einzigen Augenblick, um aus einem gefeierten Star ein gefallenes Sternchen zu machen. Genauso ergeht es Veronica Moon, als ein Foto von ihrer Freundin Leonie Barrat veröffentlicht wird, das für heiße Diskussionen und erhitzte Gemüter sorgt. Und ausgerechnet diese heikle Fotografie soll der krönende Abschluss einer Ausstellung sein, die das Lebenswerk von Veronca einem breiten Publikum zugänglich macht. Präsentiert wird das alles von Erica, der Nichte von Leonie, die im Rahmen der Vorbereitung so unglaublich viele Fragen zu ihrer Tante beantwortet haben möchte. Für Veronica eine Reise zurück in eine wilde Zeit, die mit Geheimnissen verbunden ist... Stephanie Butland verleiht in ihrem Roman "Die Frau auf dem Foto" starken Frauen eine Stimme und lässt die Frauenrechtsbewegung Ende der 1960er Jahre wieder aufleben.Dabei geizt sie nicht mit dem Griff in die Klischeeschublade und fördert einiges zutage, was an manchen Stellen ziemlich dick aufgetragen wird. Mit Leonie ist ihr aber eine extrem hervorstechende Persönlichkeit gelungen, die sich mit einer Mischung aus unwiderstehlicher Dreistigkeit und fast schon charmanter Penetranz für die Rechte der Frauen einsetzt. Ihre Wortwahl ist dabei immer sehr grenzwertig, unverblümt und scharfzüngig, sodass diese Frau mit Vorsicht zu genießen ist. Sie eckt an, auch beim Leser, und weiß zu polarisieren. Veronica ist immer ein wenig zwiegespalten, wirkt zurückhaltender und ist eher der ruhende Pol in der Frauenfreundschaft. Ihr Werdegang ist vom Blick fürs Wesentliche geprägt und ihre Liebe zur Fotografie schwappt regelrecht auf den Leser über. Wenn man mit ihr durch den Sucher der Kamera schaut merkt man, wie sehr sich ihr Fokus auf das e i n e Bild richtet und sie so mit Stimmung, Atmosphäre und Blickwinkel die wichtigsten Szenen einfängt - hier ist der Autorin ein kleines Meisterwerk gelungen, denn mit den Fotos von Vee bekommt der Leser auch einen fotografischen Einblick in die bewegte Vergangenheit der Protagonisten. Es wirkt, als würde man in der Dunkelkammer bei der Vervollständigung der Szenen im Entwicklerbad dabei sein und so alles vor sich sehen. Ein sehr gelungener Schachzug. Das Geheimnis um das viel diskutierte Foto bleibt bis zum Schluss verborgen und gibt Rätsel auf. So hält die Schreibende den Leser bei der Stange und versucht mit ihm in den Dialog zu treten, um eigene Vermutungen anzustellen. Das Buch zeigt aber auch in aller Deutlichkeit auf, dass auch nach fünfzig Jahren Kampf um Gleichberechtigung und Gleichstellung zwar schon einiges erreicht worden ist, aber das Umdenken noch längst nicht in allen Köpfen und Bereichen ankommen ist. Ein Manko, das es noch auszumerzen gilt. Ein abwechslungsreiches, emotionales und trotzdem sehr feinfühliges Buch, das den Leser nachdenklich und sensibilisiert für dieses Thema zurück lässt.

Mitreißender Roman über drei Frauenschicksale
von Tara aus Ratingen am 06.04.2021

„Die Frau auf dem Foto“ ist der dritte Roman der britischen Autorin Stephanie Butland. Die Handlung um Veronica Moon – genannt Vee – und Leonie Barratt beginnt 1968. Als Vee die Journalistin und Frauenrechtlerin Leonie kennenlernt ist sie eine bekannte Fotografin. Die beiden Frauen freunden sich an, teilen sich sogar ein Woh... „Die Frau auf dem Foto“ ist der dritte Roman der britischen Autorin Stephanie Butland. Die Handlung um Veronica Moon – genannt Vee – und Leonie Barratt beginnt 1968. Als Vee die Journalistin und Frauenrechtlerin Leonie kennenlernt ist sie eine bekannte Fotografin. Die beiden Frauen freunden sich an, teilen sich sogar ein Wohnung und kämpfen gemeinsam für die Rechte der Frauen und wollen die Welt verändern. 2018 plant die Historikerin Erica - die Nichte von Leonie - nach einem Dachbodenfund mit Erinnerungen von Leonie eine Ausstellung, mit einem Foto von Vee. Zuvor möchte sie diese kennenlernen. Obwohl sich Vee aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, trifft sie sich mit Erica und beginnt über die zurückliegende Zeit und ihren Kampf für Gleichberechtigung und Emanzipation zu erzählen. Lediglich über die Umstände von Leonies Tod schweigt sie. Mit Vee, Leonie und Erica hat die Autorin drei starke und äußerst unterschiedliche Protagonistinnen geschaffen. Jede von ihnen hat ihren eigenen Schaffensbereich, ist anders aufgewachsen, aber in ihrem Einsatz für die Gleichberechtigung und dem Wunsch nach der Anerkennung für die Frauen gleichen sie sich sehr. Durch die Gespräche zwischen Erica und Veronica erfährt man viel aus der Zeit um 1968 und dabei ist zu spüren, dass es Vee sehr schwer fällt und dass es sie mitnimmt, sich an diese bewegende und aufwühlende Zeit zu erinnern. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Während sich in der Vergangenheit alles um das Leben der Fotografin und der Journalistin dreht, geht es in der Gegenart um die Vorbereitungen für die Ausstellung. Der Perspektivwechsel, sowie Auszüge aus Leonies Kolumne und Ausschnitte aus Vees Lehrbuch über Fotografie machen das Lesen abwechslungsreich und spannend. Gleichzeitig wird dabei deutlich, dass sich in den letzten 50 Jahren zwar einiges verändert hat, was aber einfach erschreckend wenig ist. Gleichberechtigung fehlt in vielen Bereichen und Frauen werden noch immer viel zu sehr auf ihr Äußeres reduziert. Stephanie Butland beschreibt in ihrem fiktivem Roman die Realität. Ihre Protagonistinnen wirken authentisch und ihre Ziele stehen stellvertretend für ganze Generationen von Frauen, die noch lange nicht am Ziel angekommen sind. Mein Fazit: Ein großartiger lesenswerter Roman, der berührt und unterhält.


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