Die Götter müssen sterben

Roman

Nora Bendzko

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Beschreibung

Wird sie die Amazonen retten – oder in den Untergang führen?

Düster, dramatisch und atemraubend actionreich: Dark Fantasy aus der Welt der Amazonen

Die Zeit der Unterdrückung ist vorbei!

Troja wird fallen, und die Amazonen werden sich endlich an den Helden rächen, die ihresgleichen töteten. So besagt es eine Prophezeiung von Artemis, der Göttin der Jagd, Herrin des Mondes und Hüterin der Frauen. Wenn die prunkvolle Stadt in Schutt und Asche liegt, sollen die Amazonen die Welt beherrschen.

Doch Artemis segnet ausgerechnet Areto mit ihren Kräften, die keine Kriegerin ist und auch sonst kein hohes Ansehen genießt. Wie kann eine wie sie der Macht einer Göttin würdig sein und ihre Schwestern in eine neue Welt führen?

Während Areto lernen muss, mit ihrem Schicksal umzugehen, spaltet ihre Erwählung die Amazonen in zwei Lager – ein Konflikt, der ihrem Volk im Trojanischen Krieg den Untergang bringen könnte. Denn der wahre Feind lässt sich nur mit vereinten Kräften töten. Um das Leid der Amazonen zu enden und sie zur Macht zur führen, müssen nicht nur Helden sterben, sondern auch Götter.

Mit »Die Götter müssen sterben« hat die erfolgreiche Autorin Nora Bendzko (»Die Galgenmärchen«) einen packenden Dark-Fantasy-Roman geschrieben, der nicht nur Fans von Markus Heitz begeistern wird.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 01.06.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-52611-8
Verlag Knaur Taschenbuch
Maße (L/B/H) 20,9/13,2/3,6 cm
Gewicht 461 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 2513

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
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Brutalität und Loyalität
von Jacquy am 04.08.2021

Ich muss zugeben, kein besonderes Interesse an Mythologie zu haben – sei es nun die griechische oder andere. Was mein Interesse an diesem Buch trotzdem geweckt hat, sind die Amazonen. Auch über sie wusste ich bisher nicht viel, weil sie in den Geschichten stark vernachlässigt werden, wie die Autorin auch in ihrem Nachwort schrei... Ich muss zugeben, kein besonderes Interesse an Mythologie zu haben – sei es nun die griechische oder andere. Was mein Interesse an diesem Buch trotzdem geweckt hat, sind die Amazonen. Auch über sie wusste ich bisher nicht viel, weil sie in den Geschichten stark vernachlässigt werden, wie die Autorin auch in ihrem Nachwort schreibt. Sie erklärt darin, dass sie auf Basis von Mythen gearbeitet hat, die sich teils stark widersprochen haben und sie so umso mehr hinterfragt oder ihre eigene Interpretation genutzt hat. Besonders fällt das in der Diversität auf, die in manchen Geschichten zwar angedeutet, aber „weg-erklärt“ und abgetan wird, die Nora Bendzko aber gezielt aufgenommen hat. So ist beispielsweise die Protagonistin Areto lesbisch, es gibt asexuelle und nicht-binäre Nebenfiguren und welche mit Behinderungen. Zwar fällt das beim Lesen ins Auge, weil es leider noch nicht die Norm ist, aber alle fügen sich ganz natürlich in die Geschichte ein und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Autorin sich entschieden hat, sie zu inkludieren. Als jemand mit wenig Hintergrundwissen, was die Mythen angeht, kann ich nicht beurteilen, inwiefern die Grundgeschichte anderen vielleicht schon bekannt ist und wie sehr die Autorin sie abgewandelt hat, aber für mich war sie sehr unvorhersehbar. Wir beginnen mit Areto, die in Athen in einer unglücklichen Ehe lebt und Theseus dient, aber alles ändert sich für sie, als dieser eine Amazone gefangen und als seine Frau nimmt, um welche sich Areto fortan kümmert. Als die Stadt von Amazonen angegriffen wird, die ihre Waffenschwester befreien wollen, schlägt sie sich kurzerhand auf ihre Seite und geht mit ihnen. Auch wenn sie von Anfang an den Eindruck einer Frau gemacht hat, die sich nichts gefallen lässt, hat es mich doch überrascht, wie gut sie sich bei ihnen einfügt. Die Gesellschaft in der die Amazonen leben fand ich richtig spannend, da es durchaus brutal zugeht, aber gleichzeitig auch ein richtig familiäres Verhältnis zwischen allen besteht, das von riesiger Loyalität geprägt ist. Was mir ein wenig schwer gefallen ist, ist mich mit den vielen Figuren zurechtzufinden. Im Laufe des Buches hat es mir immer besser gefallen, wie viele Figuren eine Rolle spielen, aber es hat eine Weile gedauert, bis ich alle Amazonen auseinanderhalten und zuordnen konnte. Mein anderer großer Kritikpunkt ist das Ende, was mich sehr unbefriedigt zurückgelassen hat. Es liest sich, als müsste es noch weitergehen, aber das wird es wohl nicht mehr. ___________________________________________ Fazit: Ein spannender Roman, der die unbekanntere Seite der Troja-Geschichte beleuchtet und die Amazonen in den Fokus rückt. Geprägt ist er von vielen Figuren, die ich zuerst lernen musste, auseinanderzuhalten, dann aber ins Herz geschlossen habe, und gleichermaßen von Brutalität und Loyalität. Das Buch konnte mich richtig mitreißen und ich hätte am Ende gerne noch weitergelesen.

Über Machtspiele, Rachegelüste, Dunkelheit und Licht.
von Wortklecks am 03.08.2021

Nora Bendzko hat eine bildgewaltige Sprache. Während die Amazonen wie von alleine Gestalt annahmen, hat sie mich in die Abgründe der Götter und Göttinnen entführt. Die Geschichte ist eindringlich, aufwühlend und hat mich von Anfang an gecatcht. Manchmal wusste ich gar nicht, wie mir geschah, wurde durch die Geschehnisse gewirbe... Nora Bendzko hat eine bildgewaltige Sprache. Während die Amazonen wie von alleine Gestalt annahmen, hat sie mich in die Abgründe der Götter und Göttinnen entführt. Die Geschichte ist eindringlich, aufwühlend und hat mich von Anfang an gecatcht. Manchmal wusste ich gar nicht, wie mir geschah, wurde durch die Geschehnisse gewirbelt und von den Wendungen überrascht. Die Autorin versteht es Hoffnung und Mut zu geben und den Zusammenhalt zu stärken. Jedoch sollte man sich nie in Sicherheit wiegen, denn der Blutdurst der Amazonen ist kaum zu bändigen, ihr Kampfeswille ungebrochen und ihre Bereitschaft für das Volk zu sterben gilt als die größte Ehre. Es hat mich gefreut zu sehen wie Queernes, Diversität, und das Thema Sex offen und vorurteilsfrei in die Geschichte einfließt. Wie spannend die Kultur der Amazonen dargestellt ist und wie respektvoll miteinander umgegangen wird. Ich habe einfach jede Facette, jede Seite und jeden Aspekt geliebt! Fazit: In »Die Götter müssen sterben« erzählt Nora Bendzko eine wahnsinnig düstere Geschichte über die Amazonen, die Götter und Göttinnen. Blutrünstig, voller Lust und Siegeswillen. Über Machtspiele, Rachegelüste, Dunkelheit und Licht. Die Welt ist vielschichtig, genauso wie die Charaktere und ihre Beweggründe. So konnte ich jederzeit mitfühlen, an der Seite der Amazonen kämpfen und ihren Stimmen lauschen. Ich bin absolut verliebt und könnte noch so viel mehr Worte für diese umwerfende Geschichte finden!

Amazonen und Trojanische Sagenwelt einmal blutig und divers, bitte!
von einer Kundin/einem Kunden aus Brühl am 02.08.2021

Mit „Die Götter müssen sterben“ haut Nora Bendzko eine Neuinterpretation der griechischen Sagen rund um den Trojanischen Krieg mit den Amazonen im Zentrum raus, die alles einmal auf links krempelt. Areto ist als junge Griechin zu den Amazonen gekommen. Sie hat ein Heim dort gefunden, ist aber keine Kriegerin. Trotzdem erwählt A... Mit „Die Götter müssen sterben“ haut Nora Bendzko eine Neuinterpretation der griechischen Sagen rund um den Trojanischen Krieg mit den Amazonen im Zentrum raus, die alles einmal auf links krempelt. Areto ist als junge Griechin zu den Amazonen gekommen. Sie hat ein Heim dort gefunden, ist aber keine Kriegerin. Trotzdem erwählt Artemis sie, um sie mit ihren göttlichen Kräften zu segnen und die Amazonen nach Troja in den Krieg zu führen, der über ihr Schicksal und das aller Götter entscheiden wird. „Die Götter müssen sterben“ lässt sich nicht anders beschreiben denn als Wucht. Nora Bendzkos Roman ist Dark Fantasy vom Feinsten. Es ist düster, überaus brutal und für mich immer mal wieder an der Grenze des geschmacklich Erträglichen. Wer auf solche Geschichten steht, wird hier seine helle Freude finden, man sollte aber wissen, worauf man sich einlässt. Gerade die Interpretationen der griechischen Götter sind sehr anders, als man es aus anderen Adaptionen gewohnt ist. Sie sind nicht nur aktiv handelnde Personen (Artemis zum Teil sogar Perspektivträgerin), sondern auch gänzlich anders in ihrem Denken und Handeln als Menschen. Ares tritt in Strömen von Blut auf und Dionysos als Gott des Wahns, der Irrsinn verbreitet, wo immer er hingeht. Auch das ist mitunter gewöhnungsbedürftig. Die handelnden Amazonen fand ich angenehm unterschiedlich dargestellt und sie boten eine gute wechselseitige Sicht auf die Geschehnisse. In Areto haben wir eine unsichere Außenseiterin, in Cleto die tapfere Kriegerin und in Penthesileia die zweifelnde, zerrissene Anführerin. Positiv hervorzuheben sind neben der weiblichen Sicht auf den Trojanischen Mythos, der sehr gelungenen inklusiven Sprache und den kreativ verpackten Triggerwarnungen auch und besonders die grundlegend neu gedachte Interpretation der Geschichte, mit neuen Elementen, die aber gleichzeitig auf viel Forschung über die Amazonen beruht. Es gibt jedoch auch ein paar Kritikpunkte. So läuft die Geschichte natürlich bis zu einem gewissen Grad auf Schienen, jedenfalls für all die, die sich in der Trojanischen Sagenwelt etwas auskennen. Hier muss man halt den Weg dahin als das Spannende betrachten, denn die Ausgänge sind bekannt. Auch war ich vom Ende etwas enttäuscht. Während der Roman sich an vielen Stellen angenehm Zeit für Handlung und Figuren nimmt, wurde das Ende nach Trojas Fall mit wenigen Seiten abgespeist – zudem mit einem Finale, das das weitere Schicksal der Überlebenden merkwürdig offenlässt. Somit ging ich zumindest schlicht etwas unbefriedigt aus dem Buch, während ich zuvor ganz gut unterhalten wurde (wenn man von einigen sehr ausufernd ekligen/brutalen Stellen absieht). Unterm Strich gebe ich Nora Bendzkos „Die Götter müssen sterben“ eine gute 8/10. Der Roman ist spannend, unterhaltsam und bietet einen angenehm frischen, weiblichen Blick auf die Amazonen und die Trojanische Sagenwelt. Lediglich das Ende hat Schwächen und manchmal wäre für mich weniger Blut und Gedärme mehr gewesen.


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