Ein schreckliches Land

Keith Gessen

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Beschreibung

»Um Russland zu verstehen, müssen Sie dieses Buch lesen.« (The Times)

Andrew Kaplan, geboren in Russland, aufgewachsen in den USA, steckt beruflich in einer Sackgasse, und auch privat läuft es mies für den unterbezahlten jungen Literaturdozenten. Als ihn sein Bruder um Hilfe bittet, willigt er spontan ein – und findet sich kurz darauf in Moskau wieder, wo er sich um seine wunderlich werdende Großmutter kümmern soll, eine Frau, die die dunklen Tage des Kommunismus kennt und die rücksichtslose kapitalistische Transformation Russlands hautnah miterlebt hat.

Andrej lernt, sich in Putins Moskau zurechtzufinden: Es ist immer noch seine Geburtsstadt, nur mit sehr viel teurerem Kaffee. Er zieht bei seiner überraschend schlagfertigen Großmutter ein, findet einen Ort zum Eishockeyspielen, ein Café mit kostenlosem WLAN und schließlich auch neue Freunde. Als er sich in die schöne Aktivistin Yulia verliebt, steht er schließlich vor einer folgenschweren Entscheidung.

»Gessens besondere Gabe ist seine Fähigkeit, sich mühelos und charmant auf große Ideen einzulassen – Macht, Verantwortung, Despotismus verschiedener Couleur, die Schwierigkeit, hehre Ideale im Leben auch tatsächlich umzusetzen – und dennoch eine bewegende, unterhaltsame und menschliche Geschichte zu erzählen.« George Saunders

Keith Gessen wurde 1975 in Moskau geboren und immigrierte 1981 mit seiner Familie in die USA. Er ist Mitbegründer der literarischen Zeitschrift n+1, arbeitete als Übersetzer und schrieb u. a. für die New York Times, die London Review of Books und den New Yorker. Gessen unterrichtet Journalismus an der Columbia University und lebt in New York. Sein Debütroman »All die traurigen jungen Dichter« erschien 2009 auf Deutsch.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 03.06.2021
Verlag CulturBooks Verlag
Seitenzahl 456
Maße (L/B/H) 20,9/13,1/3,4 cm
Gewicht 584 g
Auflage 1
Originaltitel A Terrible Country
Übersetzer Jan Karsten
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95988-151-7

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Mit Oma im postkommunistischen Moskau
von S. L. aus Berlin am 14.09.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Andrej Kaplan zieht 2008 von New York nach Moskau, um sich um seine Großmutter zu kümmern. Sie ist fast neunzig und auf dem Weg in die Demenz. Für ihn ergibt sich ein ungeschönter Blick auf die Stadt. WLan fast nur in teuren Cafés, Luxusautos, stark gestiegene Preise, Wohnungsprobleme. Natürlich vergleicht er zunächst alles mit ... Andrej Kaplan zieht 2008 von New York nach Moskau, um sich um seine Großmutter zu kümmern. Sie ist fast neunzig und auf dem Weg in die Demenz. Für ihn ergibt sich ein ungeschönter Blick auf die Stadt. WLan fast nur in teuren Cafés, Luxusautos, stark gestiegene Preise, Wohnungsprobleme. Natürlich vergleicht er zunächst alles mit New York, die Moskauer kommen dabei nicht immer gut weg. Mit manchmal aufblitzendem Humor und resignierender Akzeptanz passt er sich an. Eishockey spielen zum Auspowern darf er nicht - trinkt er eben ein großes russisches Bier. Missstände werden subtil angeprangert. Langsam gewöhnt er sich ein. Man erfährt Interessantes, besonders sämtliche Interaktion mit der Oma, die Beschreibung der Wohnverhältnisse, der Kleidung, der Möbel, des Gesundheitswesens, der Einkaufsmöglichkeiten in Putins Russland. Begegnungen mit Taxifahrern, Wachleuten oder Prostituierten vermitteln einen Eindruck des Lebens in der berühmten Stadt. Die Vorträge seines Eishockeykumpels oder des marxistischen Studienkreises allerdings langweilen. Chronologisch, selbstkritisch und auf den Punkt schildert Keith Gessen Andrejs Aufenthalt bei seiner Oma. Ein realistischer und anschaulicher Roman aus dem CulturBooks Verlag, aus dem Englischen von Jan Karsten.

Gute Geschichte
von J. Kaiser am 19.06.2021

Klapptext: Andrej Kaplan, geboren in Russland, aufgewachsen in den USA, steckt beruflich in einer Sackgasse, und auch privat läuft es mies für den unterbezahlten jungen Literaturdozenten. Als ihn sein Bruder um Hilfe bittet, willigt er spontan ein. Andrej lernt, sich in Putins Moskau zurechtzufinden: Es ist immer noch seine Gebu... Klapptext: Andrej Kaplan, geboren in Russland, aufgewachsen in den USA, steckt beruflich in einer Sackgasse, und auch privat läuft es mies für den unterbezahlten jungen Literaturdozenten. Als ihn sein Bruder um Hilfe bittet, willigt er spontan ein. Andrej lernt, sich in Putins Moskau zurechtzufinden: Es ist immer noch seine Geburtsstadt, nur mit sehr viel teurerem Kaffee. Als er sich in die schöne Aktivistin Yulia verliebt, steht er schliesslich vor einer folgenschweren Entscheidung. Fazit: Es ist ein Buch in welchem ein in Moskau geborener und in den USA aufgewachsenen Mann. Er soll seiner Grossmutter in Moskau behilflich sein. Zuerst ist ihm alles fremd. Erst nach und nach hat er Freunde gefunden. Man liest nicht nur vom Enkel, der seine Grossmutter unterstützt. Er konnte irgendwann die Armut und Hilflosigkeit nicht mehr ertragen und ging deshalb nach Amerika. So wie das Land in diesem Buch beschrieben wird, merkt man als Leser schnell, dass der Autor das Land und die Leute kennen muss. Es ist ein Buch, das man gelesen haben muss, um einiges besser zu verstehen. Das Lesen lohnt sich.


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