Céline, Tod auf Raten

Louis-Ferdinand Celine

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Beschreibung

Paris um 1900. Der junge Ferdinand wächst in einer engen Pariser Passage heran, in der die Mutter ein kleines Modegeschäft führt. Der Vater ist ein cholerischer Versicherungsangestellter, seinen Sohn hält er für einen Versager. Céline porträtiert Ferdinands Eltern und die anderen Händler als die typischen, stets zu kurz gekommenen Kleinbürger mit ihrem verbissenen Groll auf alle anderen, die da oben wie die da unten. Ferdinand bricht verschiedene Lehren ab, geht nach England, kann sich auch dort keine Existenz aufbauen. Er kehrt nach Frankreich zurück und wird schließlich Arzt in einem Pariser Armenviertel. Céline denunziert die Niedrigkeit, mit der alle, die doch selber um ihre Existenz ringen, sich gegenseitig verfolgen. Wie schon mit „Reise ans Ende der Nacht“ erweitert er mit „Tod auf Raten“ die französische Literatursprache um sämtliche Schattierungen von Mündlichkeit, er zieht alle Register, vom Poetischen bis zum Unflat – seinerzeit ein Schock.

Der Roman gilt neben „Reise ans Ende der Nacht“ als einer der wirkmächtigsten Romane des 20. Jahrhunderts. Seine zynische Härte, verzweifelte Sehnsucht und grimmige Komik, in eine Prosa voll rhythmischem Schwung gefasst, machten ihn weltberühmt. Hinrich Schmidt-Henkelhat das Buch mit neuem Titel (bislang „Tod auf Kredit“) neu übersetzt, die Auslassungen früherer Versionen ergänzt und ein Nachwort verfasst.

Die Neuausgabe in hervorragender, die vielen Fallstricke des Originals reflektierender Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel kommt genau
zur richtigen Zeit.

Louis-Ferdinand Céline (eigentlich Louis-Ferdinand Destouches), geboren 1894 in Courbevoie, meldete sich freiwillig zum Ersten Weltkrieg und wurde verwundet, studierte Medizin, war Armenarzt in einer Pariser Vorstadt, bevor er als Romancier und Essayist bekannt wurde. Seine bekanntesten Werke: «Reise ans Ende der Nacht», «Tod auf Raten», «Guignol's Band I/II». War wegen antisemitischer Pamphlete umstritten, floh gegen Ende des Zweiten Weltkrieges nach Dänemark und wurde in Abwesenheit wegen Kollaboration zum Tode verurteilt, später rehabilitiert. Céline starb 1961 in Meudon..
Hinrich Schmidt-Henkel, geboren 1959, lebt in Berlin. Er übersetzt u.a. auch Jean Echenoz, Édouard Louis, Jon Fosse, Tomas Espedal und Tarjei Vesaas. Ausgezeichnet wurde er mit dem Jane Scatcherd-Preis, dem Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds und dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW (zusammen mit Frank Heibert).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 15.06.2021
Herausgeber Hans-Ulrich Müller-Schwefe
Verlag Rowohlt
Seitenzahl 816
Maße (L/B/H) 20,9/13,6/4,8 cm
Gewicht 804 g
Auflage 1. Auflage, Neuübersetzung
Originaltitel Mort à crédit
Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-00947-2

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