An den Ufern des Amur

Die vergessene Welt zwischen China und Russland

Sören Urbansky

(7)
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Beschreibung

Am Amur stoßen auf einer Länge von knapp 2000 Kilometern China und Russland aufeinander. Sören Urbansky ist vom Baikalsee bis zum Japanischen Meer durch die abgelegene Grenzregion gereist. In seiner fesselnden Reportage vom "Schwarzen Drachen", wie die Chinesen den riesigen Strom nennen, versteht er es meisterhaft, an unscheinbaren Begebenheiten, vorerst noch kleinen Beben und Brüchen, die großen tektonischen Verschiebungen der Großmächte abzulesen.

Wo der Nordosten Chinas sibirisch wird und der Südosten Russlands zunehmend chinesisch, stehen die beiden autoritären Imperien Rücken an Rücken zueinander. Bis zum Zweiten Weltkrieg kämpften hier die Sowjetunion und Japan um die Vorherrschaft. Auf der Suche nach Spuren der Geschichte ist Sören Urbansky auf eine erstaunliche chinesisch-russische Gegenwart gestoßen. In seinem wunderbar anschaulich erzählten Buch berichtet er von prosperierenden chinesischen Metropolen und erstarrten russischen Orten auf der anderen Seite des Flusses - vor wenigen Jahrzehnten war das Gefälle noch umgekehrt. Er besucht Städte wie Harbin im Nordosten Chinas, einst "Moskau des Ostens", und Wladiwostok, das erträumte russische San Francisco, und ist zu Gast bei einfachen Menschen, die fließend Chinesisch und Russisch sprechen und ihre Soljanka mit Stäbchen schlürfen. Sein einfühlsamer Bericht kommt den Profiteuren und Verlierern der Grenze ganz nahe und erlaubt gerade dadurch ungewöhnliche Einblicke in den Zustand der beiden Länder und ihr spannungsvolles Verhältnis.

Produktdetails

Verkaufsrang 45525
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 22.02.2021
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 375 (Printausgabe)
Dateigröße 3307 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783406768538

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2021
Bewertet: anderes Format

Geographisch politisch neigen wir in Europa alzu sehr dazu, die Sicht auf uns zu verengen. Hier wird eine Region mit Sachverstand und Herz beleuchtet, die zwar "jwd" liegt, deren Bedeutung für uns aber nicht aus dem Blick geraten sollte.

Grenzgänger
von Anne Kaffeekanne am 07.06.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Sören Urbansky reist entlang des Amur vom Baikalsee bis zum Japanischen Meer und erforscht dabei die Besonderheiten der Grenzregion zwischen Russland und China. Er erkundet nicht nur Städte, sondern vor allem fast vergessene Dörfer, spricht mit Menschen, die er trifft, recherchiert geschichtliche und politische Hintergründe. ... Sören Urbansky reist entlang des Amur vom Baikalsee bis zum Japanischen Meer und erforscht dabei die Besonderheiten der Grenzregion zwischen Russland und China. Er erkundet nicht nur Städte, sondern vor allem fast vergessene Dörfer, spricht mit Menschen, die er trifft, recherchiert geschichtliche und politische Hintergründe. Die Grenzregion zwischen bzw. in China und Russland ist immer wieder ein Zankapfel zwischen verschiedenen Imperien. Die dort lebenden Menschen waren immer wieder in Gefahr von der einen oder anderen Seite als Volksfeinde und Spione verfolgt zu werden. Es werden sehr verschiedene Orte beschrieben, die sich manchmal nicht nur an unterschiedlichen gorgraphischen Punkten, sondern auch Zeiten zu befinden scheinen. Urbansky besucht vergessene Orte, die einst als Metropolen geplant waren, während gar nicht weit weg auf der anderen Seite einst bedeutungslose Orte prosperieren. Er spricht mit Menschen, die hart ums Überleben kämpfen mussten und nun als Touristenattration bestaunt werden. Mit Menschen, die geübte Grenzgänger sind und für die es eine Abwägung von Vor- und Nachteilen ist, wo sie sich zugehörig angeben. Die beiden Seiten beäugen sich misstrauisch und sind doch durch wirtschaftliche Vertrickungen und das Verhältnis der Menschen zueinander aneinander gebunden. Urbansky flicht immer wieder sein politisches und geschichtliches Wissen ein, bemüt sich aber um Neutralität und Nähe zu den Menschen, die er auf seiner Reise trifft. Es ist daher viel Persönliches ausgespart und es gibt auch keine beeindruckenden Bilder, die sonst einen Reisebericht schmackhaft machen würden. Trotzdem für die Fülle an dargestelten Informationen gut zu lesen und interessant. Eine Empfehlung für alle, die sich für die Region und die Geschichte der Beziehungen zwischen China und Russland interessieren.

Zwei mächtige Nachbarn
von Sikal am 04.06.2021

Sören Urbansky lässt uns mit dem Buch „An den Ufern des Amur“ in eine vergessene, für uns sehr weit entfernte Welt eintauchen. Der Amur – oder der „Schwarze Drachen“ wie ihn die Chinesen nennen – trifft auf einer Länge von zweitausend Kilometer die Grenze zwischen China und Russland. Der Autor reist vom Baikalsee bis zum Jap... Sören Urbansky lässt uns mit dem Buch „An den Ufern des Amur“ in eine vergessene, für uns sehr weit entfernte Welt eintauchen. Der Amur – oder der „Schwarze Drachen“ wie ihn die Chinesen nennen – trifft auf einer Länge von zweitausend Kilometer die Grenze zwischen China und Russland. Der Autor reist vom Baikalsee bis zum Japanischen Meer und recherchiert in dieser Grenzregion über Kulturen, durchwandert Städte oder einsame Dörfer und spricht mit den Menschen dort, die so einiges zu erzählen wissen. Dabei gelingt es Urbansky mit viel Empathie allen Menschen eine Stimme zu geben, egal auf welcher Seite sie stehen. Man merkt seine Verbundenheit mit der Region, aus der er mit viel Wissen aufschlussreich und interessant berichtet. Keine Minute wird es langweilig während des Lesens. Im Gegenteil, man bekommt zwischen Land und Kultur auch ein Stück Geschichte einer Grenzregion und versteht vielleicht dadurch so manche Entwicklung heute ein wenig besser. Bei dieser weiten Reise trifft man nicht nur auf Irkutsk, das Paris Sibiriens oder ein Notstromaggregat am Chalch, sondern auch auf ein Kosakendorf oder einen Prostituiertenfriedhof, bevor man entlang der rauen Seidenstraße wandert oder den Bibliothekar hinter Schwertfarn besucht. Am Ende darf man noch durch Wladiwostok schlendern, das einige Besonderheiten aufweist. Und immer wieder merkt man die angespannte Situation zwischen den beiden Ländern, bei denen Misstrauen an der Tagesordnung zu stehen scheint. Aufschlussreich finde ich die Darstellung der Landkarte am Buchinnendeckel, sodass man Urbansky auf seiner Reise gut begleiten kann. Gut gefällt mir, dass der Autor nicht versucht zu persönlich zu werden, sondern sachlich und unparteiisch über diese Grenzregion erzählt. Dies schafft er mit einer wunderbaren Sprache und einem flüssigen Schreibstil. Man darf sich jetzt aber keinen Reiseführer mit Bildern und Reistipps erwarten – das ist nicht der Anspruch des Buches. Vielmehr ist es ein Kennenlernen einer beinahe vergessenen Region mit Menschen, die gelernt haben miteinander zu leben und sich mehr oder weniger respektieren. Sehr gerne habe ich Sören Urbansky auf seiner Reise begleitet und diesen Bereich der Landkarte kennengelernt. Dafür gibt es natürlich 5 Sterne.


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