Der Brand

Daniela Krien

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Beschreibung

Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet. Sie sind angekommen in ihrem Leben, sie schätzen und achten einander, haben zwei Kinder großgezogen. Erst leise und unbemerkt, dann mit einem großen Knall hat sich die Liebe aus ihrer Ehe verabschiedet. Ein Sommerurlaub soll bergen, was noch zwischen ihnen geblieben ist, und die Frage beantworten, wie und mit wem sie das Leben nach der Mitte verbringen wollen.

Produktdetails

Verkaufsrang 614
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 28.07.2021
Verlag Diogenes
Seitenzahl 272
Maße (L/B/H) 19,1/12,7/2,3 cm
Gewicht 291 g
Auflage 2. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07048-4

Kundenbewertungen

Durchschnitt
158 Bewertungen
Übersicht
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Schöne Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamm am 22.09.2021

Peter und Rahel sind schon sehr lange verheiratet, fast 30 Jahre. Der gemeinsame Urlaub droht ins Wasser zu fallen, da das gebuchte Ferienhaus in Bayern abbrennt. Ruth, die langjährige Freundin von Rahels Mutter bittet sie dann um Hilfe, sie möchte ihrem schwerkranken Mann in der Reha beistehen und braucht jemanden der sich u... Peter und Rahel sind schon sehr lange verheiratet, fast 30 Jahre. Der gemeinsame Urlaub droht ins Wasser zu fallen, da das gebuchte Ferienhaus in Bayern abbrennt. Ruth, die langjährige Freundin von Rahels Mutter bittet sie dann um Hilfe, sie möchte ihrem schwerkranken Mann in der Reha beistehen und braucht jemanden der sich um Haus, Garten und Tiere kümmert. Also entschließen sie sich ihren Urlaub in der Uckermark zu verbringen. Dieser Urlaub bringt ans Licht, wo die Beziehung steht, wie viel Liebe ist noch da, was erwartet man jeweils von einander. Der Schreibstil ist total schön, leise und einfühlsam beschreibt die Autorin die tiefsten und auch die geheimsten Gedanken der Protagonisten. Am Anfang der Geschichte könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Story eher unspektakulär und langweilig ist, aber weit gefehlt, jeder findet sich zumindest zeitweise in den Beschreibungen wieder. Ein bisschen Schwung, aber auch eine Störung der Idylle bringt die Tochter Selma mit ihren beiden kleinen Söhnen in die Story. Sehr viele kluge schon fast philosophische Gedanken haben mir sehr gut gefallen. Satte Zeiten bringen schwache Menschen hervor. Wer alles bekommt und nichts daraus macht, darf nicht mit Verständnis rechnen. Galten zu Anfang von Rahels Berufszeit ein paar Wochen Schwermut durchaus als normal, als vorübergehender Durchhänger, fallen sie jetzt unter die affektiven Störungen Nr. F32 usw. die verschiedenen Ausprägungen der Depressionen. Wessen Symptome länger als zwei Wochen anhalten, der darf als krank eingeschätzt werden. Manchmal fragt sie sich, ob die ganze Psychologie nicht ein riesiger Irrtum ist, eine zeitgeistgemäße Bewertung gewöhnlicher Seelenzustände. Eine permanente Überinterpretation. Angeblich ist ein Viertel aller Kinder psychisch auffällig. Sollte das stimmen, schlittern sie alle zusammen in eine gesellschaftliche Katastrophe hinein. Dieses Buch endet genau wie es begonnen hat, leise und ohne großen Knall, aber mit viel Gefühl. Ich habe es gern gelesen und kann es sehr weiter empfehlen.

"So nah, und doch so fern."
von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Daniela Kriens neues Buch hat mich sehr neugierig gemacht, sie verfügt über die Gabe, sensible emotionale Schwingungen zwischen Frau und Mann zu erspüren und nie banal zu beschreiben. Gerne habe ich für das gegenseitige Verständnis ihren Worten gelauscht, erklären sie so Manches, was einem fremd erscheint deutlich in ihrer Dring... Daniela Kriens neues Buch hat mich sehr neugierig gemacht, sie verfügt über die Gabe, sensible emotionale Schwingungen zwischen Frau und Mann zu erspüren und nie banal zu beschreiben. Gerne habe ich für das gegenseitige Verständnis ihren Worten gelauscht, erklären sie so Manches, was einem fremd erscheint deutlich in ihrer Dringlichkeit für das Miteinander, egal ob Mann und Frau oder West und Ost. "Der Brand" ist ein Roman, der bestimmt in allen Liebes-Verflechtungen, auftreten kann...und wirkt in Blick auf ihre vorhergehenden Bücher anfangs etwas enttäuschend. Rahel und Peter sind schon lange ein Paar, um der Eintönigkeit und Entfremdung zu entgehen, wollen sie zu Pandemie Zeiten ausbrechen und im lange ersehnten Urlaub, endlich wieder zusammen finden. Rahel ist Psychologin und sie weiß, dass sie gut in ihrem Beruf ist, leider lässt sich diese Fähigkeit nicht mit in das Privatleben übernehmen, denn sie merkt selber, dass ihre Schwierigkeiten mit Partner und Kindern, auch bei ihr zu hinterfragen sind. Als das Urlaubsdomizil kurz vor der Reise tatsächlich in Flammen aufgeht, kommt ihr das Angebot der mütterlichen Freundin, ihren Bauernhof in der Uckermark zu hüten, gerade recht, denn zu sehr haben sie sich auf die vielversprechende Auszeit gefreut. Jedoch Peter entfernt sich immer weiter von ihr, befangen gehen sie miteinander um, denn Peter hat das Vertrauen zu ihr verloren und sie bemerkte es nicht einmal... Nachdrücklich gut.

von einer Kundin/einem Kunden am 20.09.2021
Bewertet: anderes Format

Was hat man sich nach dreißig Jahren Ehe noch zu sagen? Es soll ein entspannter Sommerurlaub werden, doch vor malerischer Kulisse werden die Risse und Brüche der gemeinsamen Geschichte sichtbar. Ein intensiv schöner Roman, der seinen Figuren ganz nahe kommt...


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