Herbertstraße

Kein Roman

Manuela Freitag

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Beschreibung


Die Herbertstraße, eine 60 Meter lange Gasse mitten im Hamburger Rotlichtbezirk, an den Zugängen begrenzt von Sichtblenden. In den Fenstern präsentieren sich die Prostituierten den flanierenden Freiern. Eine von ihnen ist Manuela Freitag, seit mehr als 30 Jahren arbeitet sie hier. Sie ist die dienstälteste Domina der Herbertstraße. Nichts ist ihr fremd, keine Begierde, keine Obsession. Aber es gibt auch die private Manuela, die fürsorgliche Mutter und treue Freundin – eine Frau, die manchmal auch von einem ganz gewöhnlichen Leben träumt. In ihrem Buch erzählt sie, wo sie herkommt, wie sie aufwuchs und wie sie mit 13 den ersten Schritt ins Milieu tat. Wie sie sich später von Zuhältern befreite und zur Domina wurde. Sie nimmt uns mit in das Mysterium Herbertstraße und zeichnet dabei ein eindrucksvolles, facettenreiches Bild von den Bedürfnissen, den Sehnsüchten und Abgründen unserer Gesellschaft.

Produktdetails

Verkaufsrang 2033
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 03.09.2021
Verlag Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH
Seitenzahl 288
Maße (L/B/H) 20,8/13,4/2,8 cm
Gewicht 393 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8419-0743-1

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Delikate Einblicke ins Sexgewerbe
von einer Kundin/einem Kunden am 23.09.2021

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins... Nee, hier bleiben wir nicht, sondern gehen zwei Wegminuten weiter über St. Pauli durch zur Herbertstraße und erlauben uns einen Blick hinter jene Kulissen, die uns sonst verschlossen bleiben! “Herbertstraße” ist nicht nur die berühmte Sexmeile in Hamburg, es ist auch der Titel des Buches... Auf der Reeperbahn nachts um halb eins... Nee, hier bleiben wir nicht, sondern gehen zwei Wegminuten weiter über St. Pauli durch zur Herbertstraße und erlauben uns einen Blick hinter jene Kulissen, die uns sonst verschlossen bleiben! “Herbertstraße” ist nicht nur die berühmte Sexmeile in Hamburg, es ist auch der Titel des Buches von Manuela Freitag. Manu fing schon früh mit der Prostitution an, wurde eine Frau des Gewerbes und machte sich einen Namen als sogenannte Stiefelfrau. Ihr Buch hat sie nach dem Arbeitsort benannt, an dem sie so viele Jahre verbracht hat, es bietet Einblicke in die Person hinter der unnahbaren Domina, die Neugier auf die Perversionen der menschlichen Sexualität wird aber auch gestillt. Ein intimes, ein delikates Buch!

Das Leben einer SM-Wünscheerfüllerin
von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2021

'Herbertstraße' ist die Geschichte einer starken Frau. Manuela, die Protagonistin, bietet im Rotlichtmilieu als Domina besondere Dienste an. Biografisch erzählt sie über ihre Kindheit, die Jugend im Heim, über ihre Suche nach der leiblichen Mutter, über ihre Ups and Downs und dem damit zusammen hängenden Suchtverhalten, aber in ... 'Herbertstraße' ist die Geschichte einer starken Frau. Manuela, die Protagonistin, bietet im Rotlichtmilieu als Domina besondere Dienste an. Biografisch erzählt sie über ihre Kindheit, die Jugend im Heim, über ihre Suche nach der leiblichen Mutter, über ihre Ups and Downs und dem damit zusammen hängenden Suchtverhalten, aber in erster Linie über ihren ungewöhnlichen Beruf. Dabei wirkt ihr Erzählstil wie ein distanzierter Blick von außen auf das eigene Leben. Ich musste teilweise Absätze ungelesen überspringen weil mir die bildhaften Schilderungen zu heftig waren, zumal die Fotos im Buch mein Kopfkino befeuerten. Bisher hatte ich mir noch keine großen Gedanken gemacht über die abgründigen Fantasien der Männer in der SM-Szene. Die beschriebenen Kundenwünsche fand ich daher schon reichlich pervers. Angesichts der vielen Kunden/Gäste, die sich bei Manuela einfinden, frage ich mich, was denn da für Männer mitten in unserer Gesellschaft leben, die solche kranken Praktiken benötigen, um sexuell stimuliert zu werden. Vielleicht wäre da ja eine Psychotherapie angesagt, dann müssten keine Frauen dafür herhalten. Andererseits hat es mich erstaunt, dass Manuela diesen Beruf seit so vielen Jahren ausüben kann ohne dabei zugrunde zu gehen und sie sich trotzdem so eine positive Lebenseinstellung beibehalten konnte. Das ist eine wirklich bewundernswerte Leistung, vor allem als alleinerziehende Mutter. Bedrückend fand ich ihren Verweis darauf, dass man in dieser Berufssparte letztendlich einsam bleibt, vom 'soliden' Teil der Gesellschaft gemieden und im beruflichen Umfeld in Konkurrenz stehend. Vielleicht können die Einkünfte aus dem Buch einen Teil zur Altersvorsorge beitragen – das würde ich Manuela wünschen. Daher von mir ein Dankeschön, dass sie ihren Lebensweg und ihre Erfahrungen mit uns Lesenden teilt.

Eine respektable Domina
von einer Kundin/einem Kunden aus Salzburg am 11.09.2021

Eine Frau wie wir und doch ein bisschen anders. Manuela Freitag möchte mit ihrem Buch als die Frau gesehen werden, die sie ist, mit den gleichen Sorgen und Nöten, wie wir alle – dem Bedürfnis nach Sicherheit, der Sorge um die Kinder und Gedanken zum Älterwerden. Sie möchte als Frau gesehen werden, die selbstbestimmt einen ungewö... Eine Frau wie wir und doch ein bisschen anders. Manuela Freitag möchte mit ihrem Buch als die Frau gesehen werden, die sie ist, mit den gleichen Sorgen und Nöten, wie wir alle – dem Bedürfnis nach Sicherheit, der Sorge um die Kinder und Gedanken zum Älterwerden. Sie möchte als Frau gesehen werden, die selbstbestimmt einen ungewöhnlichen Beruf gewählt hat – und von diesem Beruf erzählt sie. Das ist interessant, gewährt Einblicke in ein Milieu, von dem ich vorher nur wenig Klischeehaftes wusste. Es gibt viele Beschreibungen von dem, was die Männer von ihr wollen. Das überrascht oft, stößt auch ab, aber vor allem wird klar, dass Freitag es ist, die bestimmt, was passiert und was nicht. Sie erzählt ihre Geschichte klar und ehrlich, so wie sie ist. Da ist nichts Pornografisches, vielmehr Skurriles. Freitag gewinnt mit ihrer Erzählung, ihrer Geschichte, ihrem Leben immer mehr meinen Respekt. Am Ende klagt sie die Doppelmoral vieler an, denen sie begegnet, z.B. die Eltern der Mitschüler ihres Sohnes: wenn sie hören, womit sie ihr Geld verdient, zeigen sie zunächst Neugier und Interesse, doch dann will keiner mehr mit ihr etwas zutun haben. Es ist schwierig, diese Grenze zwischen „solidem Leben“ (Freitags Ausdruck) und dem Rotlichtmilieu zu durchbrechen, denn damit sind auch viele Bilder von Abhängigkeit, Menschenhandel und Brutalität verbunden. Freitags Leben war alles andere als einfach. Als sie von ihrer Kindheit und Jugend erzählt, fragt man sich unweigerlich, ob sie heute so leben würde, wenn sie anders aufgewachsen wäre. Aber darum geht es nicht. Sie will kein Mitleid und ich glaube ihr, dass sie das auch nicht braucht. Sie will Respekt und Anerkennung für das, was sie macht. Und die gebe ich ihr nach der Lektüre dieses Buches. Sprachlich musste ich mich erst einlesen, es war etwas holprig. Die Sprache ist klar, ehrlich und einfach, aber es gibt auch viele Wiederholungen, besonders am Anfang, teilweise Widersprüche. Mit dem Lesen wird die gelesene Sprache aber zur authentischen Stimme Freitags und man hört sich nur noch ihre Geschichte an. Alles in allem ein gelungener Zutritt zu einer Parallelwelt, die in vielen Bereichen gar nicht so anders ist, in anderen dagegen sehr. So ganz nebenbei habe ich auch noch eine Menge neuer Wörter gelernt Durchaus lesenswert!


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