Staatenkonkurrenz und Vernunft

Europa 1648 - 1789

Beck Paperback Band 1984

Gerrit Walther

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Beschreibung

Gerrit Walther schildert die politischen Veränderungen, die die europäischen Staaten und die von ihnen tangierten Teile der außereuropäischen Welt im Laufe des «langen», von 1648 bis 1789 reichenden 18. Jahrhunderts erlebten.

Die Epoche sah den Aufstieg des absolutistischen Staates, der sich im Inneren gegen konkurrierende Akteure behauptete und seine Macht beständig ausweitete. Sie war aber auch geprägt durch eine nicht enden wollende Zahl an Kriegen: von den Türkenkriegen über den Spanischen Erbfolgekrieg, den Nordischen Krieg, die schlesischen Kriege bis zum Siebenjährigen Krieg, dem ersten Weltkrieg der Geschichte. Die zwischenstaatlichen Konflikte waren die großen Triebkräfte für die Veränderungen dieses Zeitalters, die sich in jenen neuen Formen des Denkens, Sprechens und Wertens artikulierten, die sich unter dem Kampfbegriff "Aufklärung" zur wichtigsten westlichen Kulturbewegung entwickelten. Staatenkonkurrenz und Vernunft sind die prägenden Begriffe dieser Epoche, die nicht nur einzelne Länder, sondern Europa insgesamt betrafen.

  • Gerrit Walther erzählt die Geschichte Europas zwischen Dreißigjährigem Krieg und Französischer Revolution
  • Mit diesem Band liegt die Reihe nun vollständig vor

Produktdetails

Verkaufsrang 49436
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 15.07.2021
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Dateigröße 1439 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783406671753

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Ein gutes Buch über die Neuzeit zwischen 1648 und 1789
von S.A.W aus Salzburg am 15.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Zeit zwischen 1648 und 1789 gilt als Zeitalter des Absolutismus. Tatsächlich hat sich in dieser Zeit viel geändert. Nach dem Westfälischen Frieden hatte alle genug von den Religionskriegen, allerdings war Europa noch sehr religiös, die Gegenreformation machte die Kirchen mächtiger den je. Die Adligen waren die herrschende Kl... Die Zeit zwischen 1648 und 1789 gilt als Zeitalter des Absolutismus. Tatsächlich hat sich in dieser Zeit viel geändert. Nach dem Westfälischen Frieden hatte alle genug von den Religionskriegen, allerdings war Europa noch sehr religiös, die Gegenreformation machte die Kirchen mächtiger den je. Die Adligen waren die herrschende Klasse, die Kirche besaß in einigen Ländern ein Drittel des Landes und des Reichtums. Die Könige verbündeten sich mit dem Bürgertum gegen den Adel, um dessen Privilegien zurückzudrängen und den Staat zu zentralisieren. Dies war besonders in Frankreich stark, Ludwig XIV. übernahm 1661 alle Regierungsgeschäfte, Colbert war sein williger Gehilfe, der die Verwaltung reorganisierte und die Wirtschaft förderte. Davon profitierten viele Städte, binnen weniger Jahre stieg die französische Flotte von 50 auf 650 Schiffe. Mit diesen Reformen begann der Nationalismus, vorher waren die Untertanen einfach ihrem Fürsten verpflichtet, die Territorien waren oft Flickenteppiche, die man ständig durch Kriege zu erweitern suchte. Dies galt vor allem für die Großmacht Spanien, das ein riesiges Heer und die größte Flotte unterhalten musste, um all die verschiedenen Länder und Kolonien zusammenzuhalten. Es mangelte zwar nicht an Gold und Silber, jedoch wurde die Wirtschaftskraft ausgeblutet, sodass 1659 die Führung an Frankreich überging. Es gab zwar nur in England ein Parlament, das vor allem aus tüchtigen Unternehmern und Kaufleuten bestand, aber in allen Ländern regierten die Stände und Zünfte mit, indem sie Druck auf die Fürsten machten. Je besser es einem König gelang, darauf einzugehen und die Stände für sich zu gewinnen, desto effizienter wurde ein Land (Frankreich). Blieben die Fürsten aber ein loser Haufen, dann ging das Land unter (Polen). Nach dem Westfälischen Frieden versuchte man, durch Diplomatie einen neuen Krieg zu vermeiden, England proklamierte die „balance of power“, jeder Gebietsgewinn wurde durch Kompensationen ausgeglichen. Inoffiziell ging die Konkurrenz weiter, das Gleichgewicht benutze England, um Frankreich kleinzukriegen und zu übertrumpfen, was 1763 auch gelang. Frankreich konnte zwar sein Gebiet arrondieren, musste aber alle Träume von einem Kolonialimperium aufgeben, weil England alle seine Kolonien übernahm. Erfolgreich war der Tausch von Lothringen gegen die Toskana, damit war Frankreichs Ostgrenze stabilisiert. Die Gebietspolitik der deutschen Fürsten war noch anational, dies zeigt sich am Versuch der Wittelsbacher, Bayern gegen die österreichischen Niederlande zu tauschen und mit seinen rheinischen Gebieten zu einem neuen Königreich zu verbinden. Die Habsburgerkaiser verloren an Macht, waren nur mehr oberster Schiedsrichter zwischen den Fürsten, aber nicht deren Vorgesetzter.


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