Stasi konkret

Überwachung und Repression in der DDR

Beck'sche Reihe Band 6026

Ilko-Sascha Kowalczuk

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Beschreibung


Eine lückenlose Überwachung von Post und Telefon, ein Spitzel in jeder Kneipe, die Verstrahlung von Oppositionellen - es gibt nur wenig, was man der Stasi nicht zutraut. Doch was konnten Mielkes Männer wirklich?

Dass sie alles wussten, mithörten und kontrollierten, vermuteten viele Menschen in der DDR. Die Stasi selbst schürte diesen Mythos, um den Anpassungsdruck zu erhöhen. Nach 1989/90 ist das MfS zudem regelrecht dämonisiert worden. Ließ sich die Verantwortung für die SED-Diktatur auf diese Weise doch bequem auf einer einzigen ihrer Säulen abladen. Ilko-Sascha Kowalczuk erzählt in diesem Buch die Geschichte der Stasi, zeigt, wer ihre Gründer waren und hinterfragt manche der scheinbaren Gewissheiten, die sich mit ihrem Bild verbinden. So liefert er etwa gute Argumente dafür, dass die Zahl der IM nur halb so hoch gelegen haben dürfte, wie gemeinhin angenommen, und dass die Intensität der Postkontrolle und der Einfluss im Westen überschätzt werden. Viel zu lange hat sich die Forschung an den Plänen, Begrifflichkeiten und Kategorien des MfS orientiert. Es wird Zeit für eine Geschichte von unten, die fragt, was die Stasi konkret tat. Die DDR wird nicht Stasi-, sondern vollkommen zutreffend SED-Diktatur genannt.

Dr. phil. Ilko-Sascha Kowalczuk, geboren 1967, Historiker, war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission "Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit" und arbeitet seit mehreren Jahren als Projektleiter in der Forschungsabteilung der Stasi-Unterlagen-Behörde.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 12.02.2013
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 427
Maße (L/B/H) 21,6/14,1/3,2 cm
Gewicht 542 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63838-1

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Kundenbewertungen

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mediengerechte Fleißarbeit
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2013

Die vielen Details sind fleißig zusammengetragen aber keine neuen objektiven Erkenntnisse und teilweise sehr einseitig dargestellt - Fazit für mich: Fehlkauf!


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  • Vorspann


    Vorwort

    I. Geheimpolizei und Kommunismus

    Ausgangsbedingungen: die sowjetische Besatzungsherrschaft

    Souveränität ohne Selbständigkeit – Die schrittweise Übertragung der
    Regierungsgeschäfte an die DDR


    Der Weg zur Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit

    Der sowjetische Geheimpolizei- und Geheimdienstapparat in der SBZ


    "Abwehr" und "Aufklärung": Praxis und Theorie in der Kommunistischen Partei

    Nachkriegsentwicklungen der Politischen Polizei bis Ende 1948


    II. Das MfS in der SED-Diktatur


    Die ersten Rekrutierungen

    Die Gründergeneration der ostdeutschen Geheimpolizei

    Die "Russen-Gruppe"


    Die "Häftlingsgruppe"

    Die "Antifa-Gruppe"

    Die Gruppe "unbeschriebener Blätter"

    Prägungen der "Gründergeneration"

    Die Ministerfrage

    Das MfS und die sowjetischen Dienste

    Das MfS vor dem 17. Juni 1953

    Der Fall Karl Hamann: 1952–1956


    Zwischen Volksaufstand und Mauerbau

    Das MfS in der Endphase der Ära Ulbricht

    Der Prager Frühling und die Folgen


    Die Stasi unter Honecker

    Staatssicherheit in der Praxis: ein Fallbeispiel


    Von der "Liquidierung" zur "Einschränkung". Die Bekämpfung von Widerstand
    und Opposition


    III. Tschekisten und Spitzel.
    Hauptamtliche und inoffizielle Mitarbeiter



    Die hauptamtlichen Mitarbeiter

    Die inoffiziellen Mitarbeiter

    IV. Weltweit im Einsatz? Das MfS außerhalb der DDR


    Wie ein Agent der Hauptverwaltung A ins Gefängnis kam

    V. Opposition und Widerstand. Das "Liebesministerium" (G. Orwell) in
    Aktion



    Wahlen 1950

    17. Juni 1953

    AntikommunistischerWiderstand nach dem Aufstand

    Mauerbau

    Prager Frühling

    Brüsewitz, Biermann, Bahro – Folgen

    Polen

    Keine Bilanz

    VI. 1989/90 und die Folgen: Schlussbemerkungen


    Nachspiele

    Danksagung

    Anmerkungen

    Abkürzungsverzeichnis

    Auswahlbibliographie

    Bildnachweis

    Personenregister