Schreiben für die eigenen Augen

Aus den Tagebüchern 1915-1941

Fischer Klassik Band 90457

Virginia Woolf

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Beschreibung

»Ein Dialog der Seele mit der Seele« (Virginia Woolf über ihre Tagebücher)

Zur Erholung von ihrer schriftstellerischen Arbeit notierte Virginia Woolf fast täglich rasch und spontan, was ihr durch den Kopf ging. So entstand das einzigartige Tagebuchwerk, das ihr inneres und äußeres Dasein von 1915 bis zu ihrem Tod 1941 dokumentiert. Eine Auswahl aus diesen Aufzeichnungen macht unser Bild von ihrem Leben und ihrer Persönlichkeit um einige Klischees ärmer und um viele Nuancen reicher. Wir sehen, welchen Mut sie immer wieder ihren Ängsten und psychischen Krisen entgegensetzte – und wie genau sie ihre Umwelt beobachtete, mit Witz und Freude an Spott und Klatsch.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT+KRITIK

Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 als Tochter des Biographen und Literaten Sir Leslie Stephen in London geboren. Zusammen mit ihrem Mann, dem Kritiker Leonard Woolf, gründete sie 1917 den Verlag The Hogarth Press. Ihre Romane stellen sie als Schriftstellerin neben James Joyce und Marcel Proust.Zugleich war sie eine der lebendigsten Essayistinnen ihrer Zeit und hinterließ ein umfangreiches Tagebuch- und Briefwerk. Virginia Woolf nahm sich am 28. März 1941 in dem Fluß Ouse bei Lewes (Sussex) das Leben..
Claudia Wenner, Schriftstellerin, Publizistin und Übersetzerin. Sie lebt abwechselnd in Frankfurt und Pondicherry. Für S. Fischer übertrug sie die Tagebücher von Virginia Woolf, für die Neue Zürcher Zeitung schreibt sie regelmäßig über Indien.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 09.10.2012
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Seitenzahl 368
Maße (L/B/H) 19/12,6/3 cm
Gewicht 361 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel .
Übersetzer Maria Bosse-Sporleder, Claudia Wenner
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-90457-0

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Wenn mein Geist aus Sorge, oder einem anderen Grund, von seiner Fixierung auf das leere Blatt Papier abgelenkt wird, ...
von GinaLeseratte aus Kornwestheim am 30.12.2012

... ist er wie ein verirrtes Kind – das durch das Haus streicht, sich auf die unterste Stufe setzt und weint.“ (5. Dezember 1919) Virginia Woolf (geb. 1882) hat schon 1897 begonnen, regelmäßig ein Tagebuch zu führen, es aber bereits Anfang 1898 wieder beendet. Erst 1915 nimmt sie das Tagebuchschreiben wieder auf, führt es dan... ... ist er wie ein verirrtes Kind – das durch das Haus streicht, sich auf die unterste Stufe setzt und weint.“ (5. Dezember 1919) Virginia Woolf (geb. 1882) hat schon 1897 begonnen, regelmäßig ein Tagebuch zu führen, es aber bereits Anfang 1898 wieder beendet. Erst 1915 nimmt sie das Tagebuchschreiben wieder auf, führt es dann aber bis zu ihrem Tod fort. „Schreiben für die eigenen Augen - Aus den Tagebücher von 1915 – 1941“ – Diese Auswahl aus den Tagebüchern von Virginia Woolf (5 Bände, erschienen im S. Fischer Verlag) bietet einen Einblick in das „private Leben“ einer faszinierenden Schriftstellerin und Persönlichkeit. Ich halte die Auswahl, die sicher nicht einfach zu treffen war, für sehr gelungen, da sie alle Themen abdeckt, die im Leben Virginia Woolfs eine Rolle gespielt haben: ihr Schreiben, die Literatur, ihre Familie, die Freunde und Bekannten, die Hogarth Press, Politik, Reisen und häusliche, ganz alltägliche Probleme – und nicht zuletzt Virginia Woolfs Krankheit, ihre Depressionen und ihre Zerrissenheit: Unabhängig sein zu wollen und doch wieder abhängig zu sein von den guten Kritiken ihrer Bücher (an einem Tag war sie deprimiert, am nächsten euphorisch). Gleichzeitig war sie aber selbstbewusst, auch hinsichtlich ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten, an denen sie immer weiter gearbeitet und gefeilt hat. In ihrem Tagebuch nahm Virginia Woolf kein Blatt vor den Mund, ungeschönt schrieb sie alles auf, wie es ihr in den Sinn kam, witzige oder auch bissige Kommentare finden sich einige. So bezeichnet sie ihren Halbbruder Gerald Duckworth einmal als „fettleibigen & verbrauchten Alligator“ … Fußnoten erläutern wichtige Personen, Orte oder Begebenheiten: Sie sind aber gut dosiert - nicht jede Einzelheit wird erklärt -, so dass der Lesefluss nicht gestört wird. Das interessante Nachwort der Herausgeberin, Biographische Skizzen der am häufigsten erwähnten Personen, Daten zu Leben und Werk Virginia Woolfs und ein Textnachweis runden dieses sehr lesenswerte Buch ab. Gerne hätte ich noch ein paar Sterne mehr vergeben! -


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