Papst & Teufel

Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich

Beck'sche Reihe Band 6036

Hubert Wolf

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Beschreibung

Der Umgang des Heiligen Stuhls mit Weimarer Republik und «Drittem Reich» ist von Spekulationen und Mythen umrankt. Im Jahr 2006 wurden endlich die entscheidenden Akten für die Zeit bis 1939 freigegeben. Damit werden erstmals die harten Kämpfe hinter den hohen Mauern des Vatikans sichtbar. Philosemiten und Antisemiten, geschmeidige Diplomaten und dogmatische Fundamentalisten, selbstbewußte Bischöfe vor Ort und mächtige Kardinäle in Rom rangen um den richtigen Umgang mit den Mächten der Moderne: Liberalismus, Kommunismus und Nationalsozialismus. Hubert Wolf erklärt, warum eine philosemitische Vereinigung aufgelöst, gleichzeitig aber der Antisemitismus verurteilt wurde, wie es 1933 zum Konkordat mit dem «Dritten Reich» kam, warum Hitlers «Mein Kampf» nicht verboten wurde und wie es sich mit dem päpstlichen «Schweigen» zur Judenverfolgung verhält. Wer sich ernsthaft mit dem Verhältnis des Vatikans zum Nationalsozialismus beschäftigen will, wird an diesem Maßstäbe setzenden Buch nicht vorbeikommen.

Hubert Wolf, geb. 1959, ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster. Er wurde 2003 mit dem Leibnizpreis der DFG und 2004 mit dem Communicator-Preis ausgezeichnet. Sein Buch über den Index der verbotenen Bücher liegt bei C.H.Beck inzwischen in mehreren Auflagen und Ausgaben vor (Beck'sche Reihe, 2007).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 31.05.2012
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 360 (Printausgabe)
Dateigröße 5398 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783406630910

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Kundenbewertungen

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sehr viele Zeitsprünge
von V. N. aus Wien am 12.09.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Papst & Teufel ist kein Buch bei dem ich es bereue es gelesen zu haben. Man merkt sofort, dass ein geschichtlich sehr interessierter Mensch das Buch geschrieben hat (bei jedem Namen stehen das Geburts- und das Todesjahr; jedes Ereignis kann sogar auf den Tag genau datiert werden). Mir persönlich gefielen die vielen Zeitsprünge n... Papst & Teufel ist kein Buch bei dem ich es bereue es gelesen zu haben. Man merkt sofort, dass ein geschichtlich sehr interessierter Mensch das Buch geschrieben hat (bei jedem Namen stehen das Geburts- und das Todesjahr; jedes Ereignis kann sogar auf den Tag genau datiert werden). Mir persönlich gefielen die vielen Zeitsprünge nicht. Es ist richtig, dass, um Handlungen und Hintergründe genauer zu verstehen, die "Vorgeschichte" wichtig ist - es ist aber für mich sehr anstrengend gewesen gedanklich mit dem Buch mitzuhalten. Außerdem hätte es mich gefreut, wenn ich neue Informationen erfahren hätte - dem war leider nicht so.

Ein Blick in die vatikanischen Archive
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 15.08.2009
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wolf, Hubert: Papst und Teufel Versagte die kath. Kirche gegenüber dem NS- Staat? Warum schwieg der Papst trotz des Wissens über die Shoah? Wegen der bis vor kurzem verschlossenen Archive des Vatikans über diesen Zeitraum waren alle bisherigen Antworten hypothetisch. Nun sind die Akten über diesen Zeitraum weitestgehend zugän... Wolf, Hubert: Papst und Teufel Versagte die kath. Kirche gegenüber dem NS- Staat? Warum schwieg der Papst trotz des Wissens über die Shoah? Wegen der bis vor kurzem verschlossenen Archive des Vatikans über diesen Zeitraum waren alle bisherigen Antworten hypothetisch. Nun sind die Akten über diesen Zeitraum weitestgehend zugänglich, wenn auch die absolute Aufarbeitung viele Jahre dauern wird. Der bekannte Kirchenhistoriker Wolf präsentiert in seinem von profundem Wissen und von höchstem wissenschaftlichen Verantwortungsbewusstsein geprägten Buch wohl auch für die Zukunft gültige Antworten. Leicht lesbar geschrieben, erklärt Wolf nicht nur die Haltung der katholischen Kirche – des Papstes und der Bischöfe Deutschlands- gegenüber dem NS-Staat. Sein Buch gewinnt vor allem dadurch Bedeutung, dass er Denk- und Handlungsweisen derer schildert, die für die Kirche Richtung weisend waren und heute auch noch sind. Denn hier gibt es eine sich über Jahrhunderte erstreckende Kontinuität mit nur leichten Modifizierungen Das Buch umspannt den Zeitraum von 1917 bis zur Änderung der Karfreitags- Fürbitten für die Juden in jüngster Zeit. Interessant ist die Charakterisierung wichtiger Bischöfe der damaligen Zeit wie Preysing/ Berlin, Faulhaber/ München, Bertram/ Breslau, Galen/ Münster u.a., und zwar nicht aus der Sicht des Autors, sondern der des Papstes bzw. anderer Bischöfe. Wichtig bis in unsere Zeit ist die Frage, wie sich die Kirche gegenüber den Juden verhält, ob es in ihr einen gewissen Antisemitismus gab und gibt, oder ob entsprechende Unterstellungen heute nur auf Missverstehen beruhen. Breiten Raum nimmt die Darstellung ein, wie es zu dem Reichskonkordat kam, wer dazu die Initiative ergriff. Das Buch informiert, schützt vor oberflächlichen Vorurteilen und macht manches verständlich, was so schwer zu verstehen war. In extremen Zeiten geht es beim Beurteilen von Handlungsweisen nicht einfach um die Frage: richtig oder falsch, sondern um die Gewissensentscheidung, wie das Unheil möglichst gering gehalten werden kann


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