Unterleuten

Roman

Juli Zeh

(87)
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Beschreibung


Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Claudia Hüllmann, Literatur-Expertin Thalia:
"Unterleuten" ist der Name eines Dorfes in Brandenburg, und dieser Name ist gleichzeitig Programm. Es gibt zahlreiche handelnde Personen, die alle, mehr oder weniger, miteinander verbunden sind. Zwei junge Paare, die vor Kurzem hierher gezogen sind und nun versuchen, in der Gemeinschaft Fuß zu fassen - und zwei seit Ewigkeiten hier lebende verbohrte alte Männer, die aus ihrer Feindschaft keinen Hehl machen. Wiederum andere, die von diesen mehr oder weniger abhängig sind und Partei ergreifen. Juli Zeh schafft ein umfangreiches Spektrum von Charakteren, und auf den 640 Seiten, die dieser Roman umfasst, hat sie sich die Zeit genommen, diese in ihren Handlungen und Befindlichkeiten auf das Gründlichste zu beschreiben. Der Roman beginnt in der Wendezeit; diese schuf Tatsachen und Probleme, mit denen einige überfordert sind. Andere nutzten ihre Chance, wie Gombrowski, der aus der heruntergewirtschafteten LPG ein florierendes landwirtschaftliches Unternehmen machte. Kron, sein Gegner in der Gemeinschaft, der aus seiner Feindschaft keinen Hehl macht, provoziert und sabotiert ihn, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Als von übergeordneter Stelle der Beschluss gefasst wird, hier einen Windpark zu etablieren, schafft das Stoff für neue Konflikte. Im weitesten Sinne ist das auch einer der Gründe, warum Frederik, der Partner von Linda, eines der beiden Paare, die sich hier eine Zukunft aufbauen wollten, ums Leben kommt. Der Roman ist sehr lesenswert, die Fülle der Facetten, mit denen Juli Zeh ihre Personen ausstattet, ist beeindruckend, die Handlung voller Spannung, manchmal komponiert wie ein Stück Musik. Nicht zuletzt spielt bei der Beschreibung der Natur auch die Liebe der Autorin zu ihrer Heimat eine Rolle, einem Dorf in Brandenburg.


"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend - ein großer Roman." Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente)

Produktdetails

Verkaufsrang 13043
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 08.03.2016
Verlag Luchterhand
Seitenzahl 640
Maße (L/B/H) 22,5/14/5,5 cm
Gewicht 835 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87487-6

Buchhändler-Empfehlungen

Beatrix Leimkühler, Osiander-Buchhandlung

Kommen Sie mit nach Unterleuten in Brandenburg: Treffen Sie Gerhard und Jule, Kron und Krönchen und viele andere zeit-typische, manchmal eigenwillige Menschen. Amüsieren Sie sich sich über unauffällige und schräge Zeitgenossen, genießen Sie gelungene Schilderungen von alltäglichen aber auch bizarren Situationen und die präzise Darstellung unserer Gegenwartsgesellschaft.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
87 Bewertungen
Übersicht
66
15
2
3
1

Folgenschwere Verflechtungen
von Kaffeeelse am 01.08.2021

Ein Dorf im brandenburgischen Land, dessen alteingesessene Bewohner mit ihren Fehden, Kränkungen und altem Hass, aber auch mit ihrem Wissen um den Umgang miteinander, um das dörfliche Gefüge am Leben zu erhalten, zugezogene neue Bewohner aus der Stadt, oder noch besser, aus den westlichen Gefilden, mit vollkommener Unkenntnis dö... Ein Dorf im brandenburgischen Land, dessen alteingesessene Bewohner mit ihren Fehden, Kränkungen und altem Hass, aber auch mit ihrem Wissen um den Umgang miteinander, um das dörfliche Gefüge am Leben zu erhalten, zugezogene neue Bewohner aus der Stadt, oder noch besser, aus den westlichen Gefilden, mit vollkommener Unkenntnis dörflichen Treibens und auch keiner Bereitschaft sich damit auseinanderzusetzen, ein Naturschutzgebiet in der Nähe des Dorfes und das wirtschaftliche Überleben der Gemeinde sind die Zutaten für Juli Zehs Roman "Unterleuten". Und aus diesen Zutaten macht diese Ausnahmeautorin eine Gesellschaftskritik par excellence, gepaart mit wunderbaren Betrachtungen zum Charakter der menschlichen Spezies. Und ich habe eine Lieblingsautorin mehr auf meiner Agenda. Denn mit dieser Betrachtung menschlichen Verhaltens schreibt sich die Ausnahmeautorin in mein Herz und bekommt fünf strahlende Sterne. Ich habe den Fehler gemacht, den Dreiteiler des ZDF vorher anzuschauen. Bitte nicht nachmachen! Die Dramatik des Buches wirkt sicher noch deutlich drastischer, wenn man erst liest und dann schaut. Dennoch verändert dies in keiner Weise meinen Lesegenuss. Die Betrachtungen der Juli Zeh sind voller treffender Sätze, die man markieren möchte. Diese Frau hat einen treffenden Blick auf uns Menschen und "Unterleuten" wird nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein. Die ganze Zeit bei der Lektüre denkt man sich, "Nein, Nein"! Das kann doch nicht sein! Nein, das macht er oder sie jetzt nicht! Man wünscht den Protagonisten das Geschehen nicht! Aber die menschliche Psyche und die menschliche Bösartigkeit funktioniert genauso. Wer mit einem wachen Auge umher geht und beobachtet, wird ähnliches Verhalten immer wieder und überall finden. Ich bezweifele nur, ob man daraus etwas lernen kann und will. Denn der Jagdinstinkt in uns, der Egoismus und das Rachegefühl sind glaube ich nicht ausschaltbar. Dazu müsste der Wolf in uns zum Schweigen gebracht werden und das Lämmchen zum Vorschein kommen und dies schafft ja auch die Kirche nicht. Ergo!!! Unterleuten gibt es überall!!! Unbedingt lesen und sich nicht von der Seitenanzahl des Romans abschrecken lassen!!! Hier kommt garantiert keine Langeweile auf! Denn die Boshaftigkeit im Geschriebenen und der Humor der Autorin und die schrulligen Charaktere lassen den Text recht kurzweilig vor den Augen der Leserschaft vorbeiziehen. 5 wohlverdiente Sterne für dieses Meisterwerk von mir!!! Auch die Schauspieler des Dreiteilers werden sicher ihren Spaß an diesen Rollen gehabt haben!!!

von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2021
Bewertet: anderes Format

"WENN ICH EINS IN UNTERLEUTEN KENNENGELERNT HABE, DANN DASS JEDER MENSCH EIN EIGENES UNIVERSUM BEWOHNT IN DEM ER VON MORGENS BIS ABENDS RECHT HAT" Dazu braucht man nicht nach Unterleuten zu fahren. Und doch ist es ein verrücktes DORF. So klischeehaft das es amüsant ist.

Lesend K.O. nach Seite 100
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 30.06.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch startet ganz flott, sprachlich hat es mir gut gefallen, aber ab Seite 100 fällt die Spannung in sich zusammen, die Geschichte wird langatmig, verwirrend sind die vielen Personen und Namen; die Handlung wird zur Nebensache respektive verkommt zu Ausführungen über das Gezänk der Dörfler über einen neuen Windpark und über ... Das Buch startet ganz flott, sprachlich hat es mir gut gefallen, aber ab Seite 100 fällt die Spannung in sich zusammen, die Geschichte wird langatmig, verwirrend sind die vielen Personen und Namen; die Handlung wird zur Nebensache respektive verkommt zu Ausführungen über das Gezänk der Dörfler über einen neuen Windpark und über ihre DDR-Vergangenheit. Da ist zu wenig Zug drin, um die 600 Seiten zu "fressen".


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