Meine Mutter, sein Exmann und ich

Roman

T. A. Wegberg

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Beschreibung

Geschiedene Eltern sind ja schon schlimm genug. Aber wie soll Joschka seinen Freunden bitte erklären, dass seine Mutter jetzt ein Mann ist - dem plötzlich ein Bart wächst und der Frederik heißt? Während seine Schwester Liska sich bemüht, offen mit der Veränderung umzugehen, empfindet Joschka nichts als Widerstand und große Wut. Er zieht zu seinem Vater und will nur noch Abstand von allem.

Erst durch den neuen Mitschüler Sebastian, der an einer seltenen Krankheit leidet, und Joschkas Liebe zu der engagierten Emma öffnet er sich schließlich für seine neue Familiensituation. Denn wenn er ehrlich ist, hat sich eigentlich gar nichts Entscheidendes geändert ...

Ein außergewöhnliches Thema verständlich umgesetzt.

T. A. Wegberg bewegt sich täglich durch Berlin – zu Fuß, per Fahrrad, mit Bus oder Bahn – und tanzt gern auf Goa-Festivals. Ansonsten dreht sich sein Leben nur um Worte. Er schreibt, liest, bloggt, übersetzt, unterrichtet Literatur und berät ehrenamtlich Jugendliche in Krisensituationen.Für seinen Jugendroman «Memory Error» wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 10.03.2017
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Seitenzahl 256
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/2,5 cm
Gewicht 346 g
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-21759-3

Kundenbewertungen

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Ein toller Jugendroman!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 17.07.2017

Bei dem Buch Meine Mutter, sein Exmann und ich handelt es sich um einen Jugendroman, von T.A. Wegberg. Inhalt In dem Jugendbuch „Meine Mutter, sein Exmann und ich“ geht es darum, dass sich Joschkas Mutter entschlossen hat, ihr gefühltes Geschlecht an ihr biologisches Geschlecht anzupassen - sprich sie wird künftig Frederik sei... Bei dem Buch Meine Mutter, sein Exmann und ich handelt es sich um einen Jugendroman, von T.A. Wegberg. Inhalt In dem Jugendbuch „Meine Mutter, sein Exmann und ich“ geht es darum, dass sich Joschkas Mutter entschlossen hat, ihr gefühltes Geschlecht an ihr biologisches Geschlecht anzupassen - sprich sie wird künftig Frederik sein. Der 15-Jährige, Joschka, ist entsetzt, enttäuscht und verletzt. Warum möchte seine Mutter nicht mehr seine Mutter sein? Und wie soll er, dass bitte seinen Freunden erklären? Er beschließt die Sache seinen Freunden zu verheimlichen und zu seinem Vater, der mit seiner neuen Frau und einem kleinen Sohn zusammenlebt, zu ziehen. Doch das Leben dort ist nicht immer das, was er sich vorgestellt hatte – Petra, seine Stiefmutter ist sehr pingelig und ihm gegenüber oft unfair. So verschenkt sie sein einziges und geliebtes Stoffhäschen, das er von seiner Mutter bekommen hatte, an seinen Stiefbruder. Meinung: Ich finde, der Autor bringt, seinen Lesern, das komplexe Thema mit einfachen Worten nahe. Dadurch, dass er Joschka in der Ich-Form erzählen lässt, hat man das Gefühl, das der Roman wie ein Tagebuch geschrieben ist. Aufgrund der leichten Sprache und den kurzen Kapiteln lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Während mir Joschka am Anfang des Buches noch echt unsympathisch war, wurde er mir im Laufe des Buchs immer sympathischer. Auch zu den anderen Charakteren außer zu Petra konnte ich eine gewisse Beziehung aufbauen. Der Autor hat einen guten Schreibstil und schafft es immer wieder dadurch das er offene Frage auftut eine gewisse Spannung, zu erzeugen. Das Negative an dem Buch ist, dass die Thematik nur oberflächlich angerrissen wird, das Ende plötzlich abreißt und man das Gefühl hat, es würde was fehlen. Das Cover ist echt passend gewählt, dass es ziemlich gut zum Titel passt und es auch einlädt, das Buch in die Hand zu nehmen. Fazit: Ein sehr gelungenes Jugendbuch, das ein schwieriges Thema auf unterhaltsame und feinfühlige Weise rüber bringt. Charakterstarke Figuren machen es dem Leser leicht in die Geschichte abzutauchen und sich für das Thema Transgender zu öffnen. Dabei kommt auch der Aspekt der Freundschaft und des Vertrauens nicht zu kurz.

Joschkas Weg
von einer Kundin/einem Kunden aus Absdorf am 05.06.2017

Joschkas Mutter fühlt sich schon immer in ihrem Körper als Frau falsch und beschließt als Joschka und seine Zwillingsschwester Liska 10 Jahre alt sind, eine Geschlechtsanpassung vornehmen zu lassen. Während Liska und auch der geschiedene Exmann und Vater der Kinder offenar gut mit der Situation umgehen können, hat Joschka selbst... Joschkas Mutter fühlt sich schon immer in ihrem Körper als Frau falsch und beschließt als Joschka und seine Zwillingsschwester Liska 10 Jahre alt sind, eine Geschlechtsanpassung vornehmen zu lassen. Während Liska und auch der geschiedene Exmann und Vater der Kinder offenar gut mit der Situation umgehen können, hat Joschka selbst so seine Probleme damit. Er verheimlicht seine Mutter, die nach Abschluss der Anpassung Frederick heißt und distanziert sich. Wir werden in diesem Buch Zeugen von Joschkas Erwachsenwerden bzw. davon dass er lernt, seinen Weg mit seiner Familie zu finden! Der Roman ist - passend zu einem Jugendbuch - in einer einfachen, moderen Sprache geschrieben und leicht zu lesen. Er ist in relativ kurzen und sprunghaften Kapitel gegliedert, was mir persönlich sejr gut gefallen hat und Schwung gibt! Das Verhalten der Personen wirkt authentisch und nicht aufgesetzt. Klar handelt es sich um einen Roman, aber der Großteil der Geschichte ist lebensnah und glaubhaft gestaltet. Mir gefallen insbesondere die Charaktere und deren klare, verspielte Zeichnung. Man hat das Gefühl, jeden der vorkommenden Personen auf der Straße treffen zu können bzw. ähnliche Verhaltensweisen bzw. Charakterzüge aus der Realität zu kennen. Es wirkt nicht aufgesetzt bzw. gezwungen! Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Einige Erzählstränge werden nicht ganz bis zum Ende durchgeführt und es bleibt einiges offen, was meiner Meinung nach aber den Denkprozess anregt. Ich würde dieses Buch zu diesem wichtigen, zeigenössischen Thema gerne als Schullektüre sehen, da ich - obwohl oder gerade weil ich selbst in keinster Form einen persönlichen Bezug habe - eine Auseinandersetzung mit diesem Thema bei Jugendlichen wichtig finde. Ich bin froh, dass es solche Bücher auf dem Markt gibt, da jedes einzelne die Toleranz steigert und damit schon etwas Gutes erreicht hat!

Konnte mich überhaupt nicht überzeugen.
von Der Medienblogger am 07.04.2017

Um das vorneweg zu nehmen und dem Buch zugute zu halten: Der Autor kann schreiben und das Buch weist an keiner Stelle große Längen auf und ist somit keineswegs langweilig. Warum mich "Meine Mutter, sein Exmann und ich" dennoch nicht überzeugen konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension. Große Probleme hatte ich mit dem P... Um das vorneweg zu nehmen und dem Buch zugute zu halten: Der Autor kann schreiben und das Buch weist an keiner Stelle große Längen auf und ist somit keineswegs langweilig. Warum mich "Meine Mutter, sein Exmann und ich" dennoch nicht überzeugen konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension. Große Probleme hatte ich mit dem Protagonisten des Romanes, der sich von einem unsympathischen, äußerst homophoben Fünfzehnjährigen in ein "moralisches Vorbild" entwickelt und sich für jede gute Tat unerträglich rühmt, als wäre er, der Messias, den Menschen erschienen. Gleich zu Beginn fiel mir sehr negativ auf, wie unentwickelt und stumpf der Protagonist denkt und überhaupt nicht seiner Altersklasse entsprechend. Die Entwicklung, die der Protagonist durchschreitet, wird vom Autor nicht näher erläutert und völlig "verhuscht", sodass mir die Figur viel zu leicht manipulierbar vorkam. Hierzu später ein paar Worte mehr. Der Roman kann sich nicht entscheiden, in welche Richtung er gehen möchte. Der Klappentext ist meiner Meinung nach total unangemessen, da nichts eingehalten wird, was dort versprochen wurde. Es verbinden sich verschiedene Geschichtsstränge miteinander und werden so abgehackt wiedergegeben, dass ich mich auf keine Handlung einlassen kann. Das fiel v.a. am Ende sehr negativ ins Gewicht, da der Autor an den unsinnigsten, meiner Meinung nach gar wichtigsten Szenen einen Zeitsprung ausführt und diese Stelle in einer Rückblende ungenau erläutert. Die Handlung an sich ist von vorne bis hinten völlig vorhersehbar und Klischee behaftet. Es gibt keine Wendung in dem Buch, keine Überraschungen, sondern alle parallellaufenden Handlungsstränge bilden sich so fort, wie man es erwartet. Die Liebesgeschichte ist unglaubwürdig, da der Autor auch hier das Stilmittel des Überspringens verwendet und man keine innere Handlung des Protagonisten verfolgen kann. Auch gibt es viel zu viele Zufälle, durch die die Geschichtenstränge zusammenlaufen, was sehr an der Glaubwürdigkeit nagt. Durch diese abgehackte Erzählstruktur, die mich besonders am Ende ziemlich gestört hat, kommen wichtige Stellen, die die geistige Entwicklung der Figuren fördern, nicht vor, wodurch es für den Leser äußerst schwierig ist, zu verstehen, wie die Figuren denken. Dadurch wirken sie sehr eindimensional und haben keine eigene Identität, an denen man sie ausmachen kann. Der Protagonist, der im Laufe des Buches eine emotionale Phase durchmachen muss, kommt demnach auch viel zu kurz. Erst präsentiert uns der Autor ihn als überaus homophoben, stumpf denkenden Jugendlichen, der dem geistigen Fortschritt eines Grundschülers entspricht, der bei jedem zweideutigen Witz lachen muss. Dabei fällt mir auf, dass der Ich-Erzähler an einigen Stellen Abstand von der tatsächlichen Person nimmt, die er erzählt, was nicht sein darf. Man merkt, dass der Autor einen mit Klischee überladenen, völlig gegen Transsexualität sprechenden Charakter erschaffen wollte, der sich im Laufe des Buches in einen toleranten Gutmenschen verwandelt, der sich selbst in seiner Arroganz dafür lobt, dass er einer alten Dame die zerrissene Einkaufstüte trägt. Dieser Gegensatz soll dem Leser anscheinend klarwerden, aber hier hat der Autor den Bogen auf jeden Fall überspannt. Vielleicht hätte er lieber daran arbeiten sollen, die innere Handlung der Protagonisten auszuformulieren. Die eigentliche Grundhandlung, das Szenario, dass der Protagonist nicht damit klar kommt, dass seine Mutter sich in einen Mann umoperieren lassen möchte, weil sie sich in ihrem Körper und Geschlecht unwohl fühlt, wird dabei komplett außen vorgelassen, was ich sehr schade finde. Auch der endgültige Punkt, an dem der Protagonist seine Mutter so akzeptiert, wie sie ist, wird nicht ausreichend geschildert. Dieses Buch, was aus so vielen unterschiedlichen Facetten besteht, welche für mich aber einfach nicht zusammenpassen und für mich kein vollständiges, passendes Bild ergeben, kommt nicht auf den Punkt. Ich verstehe nicht, was mir mit diesem Buch gesagt werden soll. Fazit: Sollte ich hier einen Grund finden, dieses Buch zu lesen - ich finde beim besten Willen keinen. Ich will aber das Buch nicht noch unnötig in den Dreck ziehen, denn ich denke, ich habe meine Meinung überdeutlich gesagt. Schade, denn man merkt, dass der Autor Potenzial hat. Aber hierbei konnte er mich leider gar nicht überzeugen.


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