Adolph Knigge (1752-1796), Schriftsteller und Aufklärer, wuchs in Bredenbeck auf, wo er standesgemäß erzogen wurde. Seine Eltern verstarben schon früh. Als Waise im Alter von 14 Jahren wurde er von seinem Vormund nach Hannover zur Erziehung durch Privatunterricht geschickt. Er studierte von 1769 bis 1772 Jura und Kameralistik in Göttingen. 1771 wurde Knigge vom Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Kassel zum Hofjunker und Assessor der Kriegs- und Domänenkammer zu Kassel ernannt. 1776 erhielt er eine weitere Anstellung an einem Fürstenhof. Herzog Carl August von Sachsen-Weimar ernannte ihn zum weimarischen Kammerherrn. Zwischen 1777 und Spätherbst 1780 lebte Knigge am Herrschaftlichen Hof des Erbprinzen und späteren Kurfürsten Wilhelm in Hanau, wo er eine Reihe von Schriften veröffentlichte. Das Dasein eines Höflings war dem Freigeist Knigge aber zuwider, in seinem 1785 abgeschlossenen satirischen Roman 'Geschichte Peter Clausens' verhöhnte er die seinem Urteil nach 'erbärmlichsten Hofschranzen' und das ganze 'Hofgeschmeisse'. Ab 1780 lebte Knigge daher in Frankfurt am Main, um sich seinen schriftstellerischen Projekten und der Arbeit in verschiedenen Logen und Geheimbünden zu widmen. 1783 zog er nach Heidelberg, später ging er nach Hannover zurück, um sich um seine Güter zu kümmern. Von 1790 an lebte er bis zu seinem Tode in Bremen, wo er aus Geldnot das Amt eines Oberhauptmanns der großbritannisch-hannoverschen Regierung übernahm. Darüber hinaus engagierte er sich im Kulturleben der Stadt und förderte ein Liebhabertheater. Im Dienst der Freimaurerei war er viel auf Reisen. Auf den Konventen der 'Strikten Observanz' in Braunschweig, Wolfenbüttel und Wilhelmsbad setzte er sich für Reformen ein. Desillusioniert und schwer enttäuscht von seinen Kontakten im Umfeld der Freimaurerei, schloß er sich 1780 dem radikal-aufklärerischen Illuminatenorden an. Nach heftigen Machtkämpfen mit Bode und Weishaupt wurde Knigge 1784 wieder ausgeschlossen. Rückblickend meinte er, die von ihm erhoffte 'Erneuerung des geistigen Lebens der Nation' durch den Orden sei nicht durchführbar gewesen. Zeit seines Lebens befasste sich Knigge mit verschiedenen Projekten egalitärer Männer- und Freundschaftsbünde; noch kurz vor seinem Tode entwarf er 1795 das Manifest eines Patriotischen Bundes. Diese vielfältigen Tätigkeiten machten Knigge nach der Französischen Revolution der Obrigkeit verdächtig. Er galt als gefährlicher Demokrat und Jakobiner.
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Über den Umgang mit Menschen. Ein Ratgeber.
Über das Hörbuch:
Mit "Über den Umgang mit Menschen" veröffentlichte Adolph Freiherr von Knigge 1788 einen ebenso scharfsinnigen wie zeitlosen Ratgeber. Anders als oft angenommen, geht es ihm nicht um Tischmanieren, sondern um den respektvollen, aufmerksamen und taktvollen Umgang mit Menschen in unterschiedlichen sozialen Situationen.
Knigge beleuchtet den menschlichen Charakter, den Einfluss von Bildung, Sprache und Verhalten – und plädiert für Anstand, Einfühlungsvermögen und kluge Zurückhaltung. Das Werk bleibt bis heute ein Leitfaden für soziale Intelligenz und Lebenskunst.
Ein Klassiker der Lebensführung – weise, lebensnah und überraschend aktuell.
Warum dieses Hörbuch?
- Ein Klassiker der Lebenskunst im Geist der Aufklärung
- Thema: Zwischenmenschliches, Respekt, Menschenkenntnis, Verhalten
- Ungekürzte Lesung von Sven Görtz – ruhig, pointiert & mit klarem Ton gelesen
- Ideal für Hörer klassischer Ratgeberliteratur & psychologischer Beobachtung
Jetzt als ungekürztes Hörbuch – klug, kultiviert & erstaunlich modern.
Gesprochen von: Sven Görtz
(P)2020 BÄNG Management & Verlags GmbH & Co. KG
Hörbuch-Download (MP3)
4,95€