Andrea Weisbrod, geboren 1966 in Koblenz, promovierte in Geschichte über die politische Rolle der Mätressen im 18. Jahrhundert. Im Jahr 2000 zog mit ihrer Familie von Hamburg nach Paris. Sie machte einige Erfahrungen im Journalismus, danach
entstanden erste Romane und Kinderbücher. Als freie Autorin und Lehrerin für deutsche Sprache schöpft sie seitdem gemeinsam mit ihrem Mann, ihren zwei Töchtern und dem Familienpudel Inspirationen aus dieser rasanten Stadt..
Andrea Offermann, geboren 1980 in Köln, hat in Los Angeles Hamburg und Florenz Illustration, Animationsdesign und Drucktechnik studiert. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Illustratorin hauptsächlich für Kinder- und Jugendbuchverlage. Ihre
Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Jugendjury des österreichischen Jugendbuchpreises, und dem Portfolio Grand Prize der Society of Children’s Book Writers and Illustrators. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung
Jeanne-Antoinette de Pompadour (1721-1764) lebte von 1745 bis 1764 als offizielle Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. in Versailles und war eine der mächtigsten Frauen in der Geschichte Frankreichs. Die Historikerin Andrea Weisbrod räumt in ihrem Buch mit den hartnäckigen Klischees "der Pompadour" als intrigante Kurtisane und verschwendungssüchtiger Geliebten eines schwachen französischen Königs auf und zeigt die Mätresse als geschickte Strategin, die ihre Position am Hof mit wohlüberlegten Kommunikationsstrategien dauerhaft stabilisierte.
Anhand von acht Porträts, die Pompadour von den wichtigsten Künstlern ihrer Zeit anfertigen ließ, schildert Weisbrod das bewegte Leben der ersten bürgerlichen Mätresse. In ihrer Biografie, die Historie und Kunstgeschichte verknüpft, offenbart die Autorin die durchdachte Selbstinszenierung und das Wirken der Pompadour und gibt Einblick in die politischen Machtgefüge der höfischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts.