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Nachtschattentage
Santiago Pereyra, als politischer Häftling im Rahmen der transición, des friedlichen Übergangs von der Franco-Diktatur zur parlamentarischen Monarchie, aus dem berüchtigten Gefängnis Maboa entlassen, nimmt sich vor, unter sein bisheriges Leben einen Schlussstrich zu ziehen. Im Orchestra Filarmónica de Valladolid erhält er eine Anstellung als Triangelspieler und schöpft neues Lebensvertrauen. Konfrontiert mit der unerbittlichen Verflechtung von Erinnerung und Gegenwärtigkeit, wird sein Leben jedoch zu einem Kampf um Schuld und Vergebung.
Krauthner kann nicht wissen, auf welch schwieriges Unterfangen er sich mit der Aufarbeitung der mutmaßlichen Hinterlassenschaft einlässt, geschweige denn ahnen, wem er eine Stimme gegeben wird.
Geschrieben im dualen Erzählmodus, bewegen sich die zwei Raum-Zeit-Ebenen in einer Art Parallelmontage aufeinander zu und fügen sich kurzschrittig zusammen zu einem langen Blick mit müden, abschiednehmenden Augen an Tagen im Schatten der Nacht.
Buch (Taschenbuch)
24,90€