Cordula Seger, geboren 1970, forscht im Spannungsfeld von Literatur, Architektur und Kulturwissenschaft und beschäftigt sich seit ihrer Dissertation zum Grand Hotel als Schauplatz der Literatur (2005) mit Gebautem als Wissensspeicher. 2016 erschien im AS Verlag gemeinsam mit Bettina Plattner-Gerber ihr Buch «Engadin St. Moritz. Ein Tal schreibt Geschichten». Seit August 2017 leitet sie das Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg).
Künstlerinnen und Künstler, die im Kirchenbau und in der Kirchenausstattung tätig waren, zeichneten sich über Jahrhunderte hinweg durch einen hohen Grad an Mobilität aus. Ihre Wege führten sie durch den ganzen mittleren Alpenraum, dabei wurde ihr Arbeit durch wechselnde politische, territoriale und konfessionelle Bedingungen geprägt. Auch Ausbildung, Auftragslage und Netzwerke beeinflussten ihre Reisebewegungen maßgeblich. Diese Mobilität ermöglichte den Austausch künstlerischer Ideen und Techniken über Grenzen hinweg und schuf ein überregionales Geflecht aus Einflüssen und Stilen.
Basierend auf den Vorträgen zur Tagung „Schauplatz Kirche – Künstler unterwegs“, die im September 2022 in Mauren, Liechtenstein, stattfand, stehen in diesem Tagungsband reisenden Künstler:innen wie Erasmus Kern, Kaspar Kögler, Hans Ardüser oder die Werkstatt Frosch im Mittelpunkt.