Felix Thürlemann war bis 2014 Professor für Kunstwissenschaft/Kunstgeschichte an der Universität Konstanz. Seine Forschungsinteressen gelten der visuellen Semiotik, der niederländischen Malerei und der Geschichte der Fotografie.
Die Studie begründet eine neue These zum Berliner Zeichnungskonvolut mit den berühmten Romzeichnungen. Ihr Autor war nicht, wie traditionell angenommen, Maarten van Heemskerck, sondern Cornelis Floris (1514–1575), Schöpfer zahlreicher figürlicher Grabmäler, Architekt des Antwerpener Rathauses und Erfinder der niederländischen Groteske. Floris’ Auseinandersetzung mit den Werken der Antike und der Renaissance – sie ist in drei zwischen 1535/6 und 1538 in Mantua und Rom entstandenen Skizzenbüchern dokumentiert – war für sein späteres Schaffen zentral.
Der zu dieser Ausgabe gehörige Bildband erscheint in der 2. Auflage ausschließlich elektronisch im Open Access und ist dauerhaft unter DOI https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1602 aufrufbar.