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Gottfried Keller

Gottfried Keller (1819–1890), in Zürich geboren, begann seine Laufbahn ursprünglich als Landschaftsmaler. Eine Erbschaft erlaubte ihm von 1840 bis 1842 die Königliche Akademie der Künste in München zu besuchen. Seine erste Gedichtsammlung (1846) verschaffte ihm ein Stipendium in Zürich. Von 1848 bis 1850 studierte Keller in Heidelberg Geschichte, Philosophie und Literatur, anschließend zog er nach Berlin, wo er seine wichtigsten Werke "Der grüne Heinrich" (1853) und die Novellensammlung "Die Leute von Seldwyla" (1856) verfasste. 1855 kehrte er nach Zürich zurück, wo er von 1861 bis 1876 Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich war. Danach widmete er sich bis zu seinem Tod nur noch seinen literarischen Arbeiten.

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Das verlorene Lachen

Als sich der lebensfrohe Jukundus und die schöne Justine finden, scheint ihr Glück vollkommen — ein Bund zweier Menschen, die das Lachen und die Aufrichtigkeit lieben. Doch das Leben stellt sie auf die Probe: geschäftlicher Ruin, gesellschaftlicher Streit und tiefe Auseinandersetzungen um Glauben und Wahrheit entzweien das Paar und rauben ihnen ihr heiteres Wesen — sie haben ihr Lachen verloren. In "Das verlorene Lachen", der letzten und reifsten Novelle aus "Die Leute von Seldwyla", verbindet Gottfried Keller eine ergreifende Liebesgeschichte mit den großen Fragen seiner Zeit: religiöse Toleranz, Redlichkeit und die Suche nach einer menschlichen Wahrheit jenseits aller Dogmen. Erst als beide zu sich selbst finden, kann auch das Lachen zurückkehren. Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Novelle, ungekürzt, rund 3¼ Stunden.
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