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Den Vogelflug, die Wolkenbewegung misst man auch nicht mit dem Zollstock!
Schon vor seiner Enttarnung war er jedoch nicht nur durch seine Graffiti öffentlich hervorgetreten, sondern auch durch ein Buch («Mein Sprayen, mein Revoltieren», 1979). Und das Wort, das Interview, das Gespräch blieb auch weiterhin ein wichtiges Medium seines künstlerischen Selbstverständnisses. Nicht nur der Tagespresse gab er regelmäßig Auskunft über seine Beweggründe, sondern er publizierte auch programmatische Texte oder führte Gespräche mit so unterschiedlichen Künstlerkollegen wie Klaus Staeck und Ulrich Erben. In diesen Dokumenten wird neben der polarisierenden öffentlichen Figur ein ganz anderer Harald Naegeli sichtbar: der engagierte Ökologe, der literarisch und philosophisch vielseitig interessierte Leser, der spirituelle Mensch mit tiefen Verbindungen zu religiösen Fragen und meditativen Erfahrungen. Vergänglichkeit und Naturbezug sind durchgängige Themen – ebenso im Kontext der Kunst wie der gesamten Existenz. In allem aber ist ein feiner Faden eingewoben, der schon bei seinen Graffitti immer bezaubert hat: der Schalk.
Buch (Gebundene Ausgabe)
36,00€