Hermann Löns (1866-1914), Journalist und Schriftsteller, wurde schon zu Lebzeiten als Jäger, Natur- und Heimatdichter sowie als Naturforscher und -schützer zum Mythos und als 'Heidedichter' bekannt. Löns machte 1887 das Abitur am Paulinus-Gymnasium in Münster, danach nahm er ein Studium der Medizin an der Universität Greifswald auf. 1889 kehrte Löns auf Wunsch seines Vaters nach Münster zurück, um sich an der dortigen 'Akademie' für Mathematik und Naturwissenschaften einzuschreiben. Sein Studium gab Löns im Jahr 1890 vorzeitig auf. 1891 wurde er bei der 'Pfälzischen Presse' in Kaiserslautern eingestellt, anschließend arbeitete er bei einer Zeitung in Gera. Im Jahr 1892 ging Löns nach Hannover. Zunächst schrieb er für den neu gegründeten 'Hannoverschen Anzeiger' und entwickelte sich zum leidenschaftlichen und fähigen Journalisten, der sich vom freien Mitarbeiter zum Chefredakteur emporarbeitete. 1904 wurde er Lokalredakteur beim 'Hannoverschen Tageblatt'. Er übernahm schließlich auch die Redaktion der in Bremen ansässigen Zeitschrift 'Niedersachsen'. 1907 trat Löns in Bückeburg eine Stelle als Chefredakteur der 'Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung' an. Im Jahr 1909 kehrte Löns nach Hannover zurück und arbeitete als freier Schriftsteller. In den folgenden Jahren verfaßte er Kurzgeschichten und Erzählungen. Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete sich Löns in Ostenholz freiwillig zum Militärdienst. September 1914 fiel Löns vermutlich durch einen Herzschuß bei einem Sturmangriff gegen französische Truppen nahe der Zuckerfabrik von Loivre, etwa 10 km nördlich von Reims. Hermann Löns gilt als Heimatschriftsteller und Heidedichter. Löns setzte sich 1911 für die Gründung des Naturparks Lüneburger Heide ein, des ersten deutschen Naturparks.
Zuletzt erschienen
Aus Forst und Flur (Großdruck)
Hermann Löns: Aus Forst und Flur. Vierzig Tiernovellen Lesefreundlicher Großdruck in 16-pt-Schrift Großformat, 210 x 297 mm Berliner Ausgabe, 2026 Durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Theodor Borken Erstdruck der Zusammenstellung: Leipzig, Voigtländer, 1916, ausgewählt und mit einer Einleitung versehen von Karl Soffel. Inhaltsverzeichnis: Aus Forst und Flur. Einleitung. Im Bruch und in den Bruchwiesen. Der große Brachvogel. Die Pieper. Das Birkhuhn. Der Kolkrabe. Der Kranich. Der Kiebitz. Feldmark. Der Feldhase. Die Raben- und die Nebelkrähe. Die Zwergmaus. Das Feldhuhn. Der Mäusebussard. Die Wasserspitzmaus. Der Hamster. In Risch und Rohr. Die Rohrweihe. Die Sumpfhühnchen. Der Haubensteißfuß. Der Rohrsänger. Der Zwergsteißfuß. Nachbarn. Der Mauersegler. Der Sperber. Der Feldsperling. Der Waldkauz. Im öden Ort. Die Nachtschwalbe. Der Triel. Heidewald. Der Zaunigel. Die Waldohreule. Der Schwarzspecht. Die Kohlmeise. Der Baumläufer. Das Eichhörnchen. Die Erdspechte. Der Eichelhäher. Der Pfingstvogel. Der Kleiber. In der wilden Wohld. Der Hühnerhabicht. Die Hohltaube. Der Edelmarder. Im heimlichen Tal. Die Turteltaube. Wiesel und Marder. Bruchwald. Die Kornweihe. Die Waldschnepfe. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 16 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH
Buch (Gebundene Ausgabe)
39,80€