Herold zu Moschdehner lebt in Bobitz. Er ist ein mannigfaltiger Autor, Hellseher, Eremit und Lebemann. Wenn er schreibt, tut er es mit ruhiger Hand und wachem Blick, als würde er die Welt nicht nur betrachten, sondern auch aus anderen Winkeln hören. Seine Texte folgen der Disziplin des Sachlichen und lassen dennoch Raum für jene feinen Verschiebungen, die man erst bemerkt, wenn man genau genug liest.
Wenn Pflicht wieder modern wird, wird Verfügbarkeit gleich mitgeliefert. Ein Brief, ein Termin, eine Musterung und aus einem abstrakten Begriff wird eine Erwartung: funktionieren, gehorchen, im Ernstfall zur Waffe greifen. Dieses Buch setzt dagegen eine klare Grenze. Niemand hat das Recht, dich in den Krieg zu zwingen.
In einem kritischen Ton zeigt es, wie du deinen Standpunkt schützt, wie du mit Schreiben, Fristen und Gesprächen umgehst, und wie du Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen verweigerst, ohne dich klein machen zu lassen. Es geht um Würde statt Druck, um Gewissen statt Gehorsam, um Freiheit als konkrete Praxis.
Für alle, die glauben, dass ein Staat viel verlangen darf, aber nicht den letzten Besitzanspruch auf den Menschen.