INGE PODBRECKY hat Kunstgeschichte in Wien und Rom studiert und arbeitet im Denkmalschutz, als Autorin, Sachverständige und Universitätslektorin mit einem Forschungsschwerpunkt in der Architekturgeschichte und -theorie des 19. und 20. Jahrhunderts (u.a. Architektur und Identität, Adolf Loos, Siedlerbewegung, Rotes Wien, Fin-de-Siècle, Beziehungen Österreich/Italien, Hochhäuser, Wohnbau).
Zwischen 1919 und 1934 hat die sozialdemokratische Stadtregierung Wiens eine proletarische Kultur hervor gebracht, die in ganz Europa einzigartig war. Dieses Unternehmen, das die Verwirklichung einer gesellschaftspolitischen Utopie war, hat sichtbare und unsichtbare Spuren in der Stadt hinterlassen. Die Kunsthistorikerin Inge Podbrecky folgt diesen Spuren mit ihrem Stadtführer „Rotes Wien“ auf fünf Routen. Ihre CITYwalks führen zu den Gemeindebauten nach Margareten und entlang des Gürtels; in den „klassischen“ Wiener Arbeiterbezirk Favoriten; zum ehemaligen Einküchenhaus „Heimhof“ auf der Schmelz; zum monumentalsten Wahrzeichen des Roten Wien, dem Karl-Marx-Hof, und in den 13. Bezirk, zur Werkbundsiedlung, dem Musterbeispiel architektonischer Moderne in Österreich. Kompetente Objektauswahl und -reihung, architektur- und kulturgeschichtliche Hintergrundinformation und übersichtliche Routenskizzen ergeben mit Wegbeschreibung, Zusatzinfos und Leitsystem das ideale Lesebuch für die Westentasche. Querverweise auf kulturelle und kulinarische Angebote bieten zudem die perfekte Grundlage zum Flanieren, Ausruhen, Einkaufen, Essen und Trinken zwischendurch. Und die zahlreichen Fotos schüren schon beim Durchblättern die Vorfreude auf das, was auf den Routen durch das „Rote Wien“ zu erwarten ist.