Jean-Luc Marion, geb. 1946, ist Professor für Philosophie an der Sorbonne (Paris IV) und Professor für Religionsphilosophie und Theologie an der University of Chicago. 2008 wurde er mit dem Karl-Jaspers-Preis ausgezeichnet und als Mitglied in die Académie française gewählt. Marion gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Philosophen Frankreichs.
„Offenbarung“ ist ein Schlüsselbegriff der drei monotheistischen Weltreligionen, aber auch einer Philosophie, die sich bewusst bleibt, dass ihre erste Aufgabe darin besteht, dem Gegebenen nachzudenken. Die Phänomenologie, deren bekanntester lebender Vertreter Jean-Luc Marion ist, fragt nach dem, was sich zeigt, so wie es sich von sich selbst her gibt, und uns damit zu denken und zu antworten gibt. Die Grundstruktur der Gabe, von Marion als gesättigtes Phänomen beschrieben, wird in seinem reifen Werk auf das Phänomen der Offenbarung bezogen.
Marions Buch „D'ailleurs, la révélation. Contribution à une histoire critique et à un concept phénoménal de revelation“ wird hier erstmals auf Deutsch herausgegeben und für die Forschung aufgeschlossen.