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Max Koecher

Max Koecher (born 1924) studied mathematics and physics at the University of Göttingen. He initially worked on modular forms of several variables, leaving his mark with a well-known principle bearing his name. Later on, he concentrated on Jordan algebras and in particular their connections with bounded symmetric domains. In 1970, he was appointed to Hans Petersson's chair at the University of Münster. He retired in 1989 and passed away shortly thereafter. Aloys Krieg (born 1955) studied mathematics at the University of Münster. He was the last PhD student of Max Koecher. He has mainly worked on modular forms of several variables. In 1993, he was appointed to Paul Butzer's chair at RWTH Aachen University, where he served as Vice President for Education for 16 years. He retired in 2024.

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Jordan-Algebren Produktbild: Jordan-Algebren Band 128

Jordan-Algebren

Kommutative Algebren, in denen als Ersatz des Assoziativgesetzes 2 2 die Identitat (u v) u = u (v u) gilt, wurden erstmals von P. JORDAN im Jahre 1932 im Zusammenhang mit Fragen der Quantentheorie untersucht. Die Autoren P. JORDAN, J. VON NEUMANN und E. WIGNER gaben bald darauf eine Strukturtheorie der formal-reellen "Jordan Algebren". AnschlieBend waren die Jordan-Algebren Gegenstand zahl reicher rein algebraischer Untersuchungen. Man verdankt hier ins besondere A. A. ALBERT und N. JACOBSON interessante und tiefliegende Ergebnisse. Die Einzelheiten der Entwicklung der Theorie der Jordan Algebren kann man recht gut dem (von uns moglichst vollstandig angegebenen) Literaturverzeichnis entnehmen. Es sind darin auch die jenigen Publikationen aufgenommen worden, die sich nicht in den Rahmen des vorliegenden Buches einfligen. Dieses Literaturverzeichnis umfaBt die Publikationen fiber nicht-assoziative Algebren mit AusschluB der Lie-Algebren. Jordan-Algebren und alternative Algebren haben mehr noch als Lie-Algebren den AnstoB zum Studium allgemeiner nicht-assoziativer Algebren gegeben. In letzter Zeit ergaben sich neben neuen algebraischen Aspekten auch Anwendungen der Jordan-Algebren auf Teile der Analysis. Damit stehen die Jordan-Algebren erganzend neben den Lie-Algebren. Die Autoren gelangten zu den Jordan-Algebren, indem sie von Problem en der Analysis, genauer von der systematischen Untersuchung derjenigen homogenen Bereiche ausgingen, die der Theorie der Modul funktionen in mehreren Variablen zugrunde liegen. Die von ihnen zunachst im Hinblick auf diese Anwendungen entwickelten Methoden erwiesen sich dann auch flir Jordan-Algebren fiber beliebigen Korpern als adaquat. Bei der Gestaltung dieser Gedankengange wurden die Autoren von E. ARTIN in dessen letzten Lebensjahren tatkraftig unterstfitzt.
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