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Reichtum essen Seele auf
In ihrem neuesten Buch entlarvt Miryam Muhm den modernen Turbokapitalismus als ein System, das nicht Wohlstand für alle generiert, sondern bei vielen Krankheit erzeugt. Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen, Angstzuständen und innerer Leere – selbst Superreiche wie Bill Gates und Elon Musk sind davor nicht geschützt. Was als Weg zum Glück verkauft wird, entpuppt sich als raffinierte Illusion: Die Vorstellung, Geld und Konsum könnten allein Zufriedenheit schaffen, ist eine vom System eingeimpfte Lüge, die sich tief in unser Denken eingebrannt hat.
Miryam Muhm macht deutlich, dass der westliche Kapitalismus nicht nur soziale Ungleichheit, sondern auch psychisches Leid hervorbringt. Seit dem 19. Jahrhundert wird er mit einem Missverständnis von Darwins Evolutionstheorie gerechtfertigt: dem berühmten survival of the fittest. Doch die moderne Evolutionsbiologie zeigt klar, dass nicht Konkurrenz, sondern vielmehr Kooperation das Fundament der Entwicklung des Lebens ist. Damit verliert der Kapitalismus seine angeblich naturgegebene Legitimation. Diese neue Evolutionstheorie könnte einen Paradigmenwechsel einleiten, der es ermöglicht, eine alternative ökonomische Theorie zu entwickeln – eine, die sich an gerechteren Maßstäben orientiert und den Menschen ein besseres Leben ermöglicht als der derzeit vorherrschende Neoliberalismus.
„Reichtum essen Seele auf“ ist ein Weckruf und zugleich eine Einladung zum Umdenken. Miryam Muhm zeigt, wie dringend wir unser Wirtschafts- und Wertesystem verändern müssen, um nicht nur die Seele des Einzelnen, sondern auch die Zukunft unserer Gesellschaft zu retten.
Buch (Gebundene Ausgabe)
ab 28,00€