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Das Obszöne im Roman 'Feuchtgebiete': Tabubruch oder Stilmittel?
Die Zeitungen erweckten den Eindruck, der besagte Roman sei ein Skandalroman, der ein absolutes Tabu bräche, in diesem Fall die Sexualität einer jungen Frau und deren Körperlichkeit inklusive der biologischen Prozesse derselben, und dass sie Dinge sage, die heute wie auch früher nicht ausgesprochen, geschweige denn öffentlich geschrieben werden dürfen. Dennoch oder gerade deswegen verkaufte der Roman sich außerordentlich gut.
Doch wird hier tatsächlich ein Tabu gebrochen und wenn ja, welches? Dies ist eine der Fragen, die in der folgenden Arbeit geklärt werden. Zudem wird die These aufgestellt, dass die obszöne Sprache der Protagonistin Helen nicht nur dazu dient, den Leser zu schockieren, sondern darüber hinaus eine Funktion erfüllt. Da die Sprecherin dieser Sprache die Hauptfigur und gleichzeitig die einzige Erzählinstanz der Geschichte ist, wird besonders der Frage nach dem Erzähler, seiner Perspektive und seinem Standort nachgegangen. Darauf aufbauend wird der Versuch einer hermeneutischen Deutung unternommen.
Buch (Taschenbuch)
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