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Stefan Zweig

Stefan Zweig, wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petrópolis bei Rio de Janeiro. Er studiertePhilosophie, Germanistik und Romanistikin Berlin und Wien, reiste viel in Europa, nach Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika. 1938 emigrierte Zweig nach England, ging 1940/41 nach New York, dann nach Brasilien, wo er sich 1942 das Lebennahm.

»Er war in seiner Zeit weltweit einer der berühmtesten und populärsten deutschsprachigen Schriftsteller. Seine unter dem Einfluss Sigmund Freuds entstandenen Novellen zeichnen sich durch geschickte Milieuschilderungen und einfühlsame psychologische Porträts aus, in denen die dezente, doch unmissverständliche Darstellung sexueller Motive auffällt. Seine romanhaften Biographien akzentuieren die menschlichen Schwächen der grossen historischen Persönlichkeiten.«

Marcel Reich-Ranicki.
Stefan Litt, geboren 1969, Studium der Geschichte und Judaistik an der FU Berlin und der Hebräischen Universität Jerusalem, Promotion in frühneuzeitlicher jüdischer Geschichtean der Hebräischen Universität 2001, Habilitation an der Karl-Franzens- Universität Graz 2008. Seit 2010 Mitarbeiter an der National Libraryof Israel, seit 2011 für derendeutschsprachige Nachlässe und Sammlungen verantwortlich, seit Juni 2018 zudem für die europäisch-westlichen Kulturen.

»Wir können durch Politik immer nur verstört werden …« von Stefan Zweig

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»Wir können durch Politik immer nur verstört werden …«
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Der Briefwechsel erzählt die Geschichte einer von 1904 bis 1939 andauernden Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Vertretern der Wiener Moderne: dem weltberühmten Schriftsteller Stefan Zweig (1881-1942) und dem Kunsthistoriker, Kunsthändler und Dichter Benno Geiger (1882-1965), der sich als Entdecker von Arcimboldo und Magnasco sowie als Übersetzer der italienischen Klassiker einen Namen gemacht hat.Der erste Teil liefert uns ein lebendiges Bild der Wiener Künstlerbohème vor dem Ersten Weltkrieg, die sich in der Villa Geiger in Rodaun verabredet, um sich mit wilden Reitausfl ügen, regen Diskussionen über Kunst und galanten Abenteuern die Zeit zu vertreiben. Zum Freundeskreis von Geiger und Zweig gehören u. a. Graf Keyserling, Viktor Kraft, Anton Kippenberg oder Victor Fleischer, aber auch der italienische Maler Alberto Stringa oder Antonio Giuseppe Borgese. Kosmopolitisch off en und an vielfältigen Kunstformen interessiert, verehren sie Hugo von Hofmannsthal als ihr Vorbild. Die Freundschaft von Geiger und Zweig vertieft sich in Berlin, bis der Krieg die beiden auseinanderbringt und eine lange Unterbrechung der Kontakte einleitet.Der zweite Teil des Briefwechsels setzt 1930 ein - Geiger hat inzwischen seinen Wohnsitz nach Venedig verlegt, Zweig nach Salzburg - und gipfelt in der Beschreibung des gemeinsamen Schicksals von Verfolgung und Exil. Zweig beschließt 1934 nach England auszuwandern, Geiger wird von den Faschisten in Isernia (Molise) interniert und dann aus Italien ausgewiesen. Zwar treff en die beiden im Schweizer Exil noch zusammen und schreiben sich Worte der Solidarität, später trennen sich ihre Wege jedoch auf bezeichnende Weise. Während Zweig die Verzweifl ung über den Zusammenbruch seines Traums eines friedlichen Europas zum Selbstmord treibt, arrangiert sich Geiger mit den politischen Verhältnissen, um sich erst nach dem Krieg zum Antifaschisten zu stilisieren.

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