Die Autorin lebt in Wien. Sie hat viele Jahre mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund gearbeitet, darunter waren zahlreiche junge Menschen mit Fluchterfahrungen, und sie hat Deutschkurse für Geflüchtete geleitet. Als Pflegemutter eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings kennt sie viele der geschilderten Erfahrungen aus nächster Nähe. Sie schreibt seit vielen Jahren - unter anderem Blogs, Fachartikel, Unterrichtsmaterialien und ein Schulbuch. Dies ist ihr erster Roman.
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Ein Sack voller ES
Karim wächst in einem afghanischen Bergdorf auf, in einer Welt geprägt von Familie, Arbeit und Gemeinschaft – bis Gewalt und Bedrohung durch die Taliban diese Ordnung zerstören. Die Flucht führt ihn mit seiner Familie in den Iran, wo sie über Jahre hinweg ohne gesicherten Status leben. Schließlich wird Karim allein nach Europa geschickt.
In Wien beginnt ein neuer Abschnitt: Sprache, Schule, Beziehungen – und der Versuch, sich ein Leben aufzubauen, das mehr ist als bloßes Ankommen. Gleichzeitig wird über seinen Aufenthalt entschieden. Was im Gerichtssaal verhandelt wird, steht in einem Spannungsverhältnis zu dem, was sich außerhalb davon entwickelt: Bindungen, Vertrauen, Konflikte und leise Veränderungen auf beiden Seiten.
Der Roman erzählt Flucht, Ankommen und Integration nicht als abstrakte Themen, sondern als konkrete Erfahrung. Er zeigt die Brüche, die ein solcher Weg mit sich bringt, die Dauerzustände von Unsicherheit und Warten – und die Rolle von Menschen, die begleiten, zweifeln, unterstützen oder sich abgrenzen.
Ohne zu vereinfachen, entsteht ein vielschichtiges Bild von Realität: von strukturellen Hürden, persönlichen Entscheidungen und den Begegnungen, an denen sich entscheidet, was möglich wird.
Buch (Gebundene Ausgabe)
ab 28,50€