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Brunhilde Schiedeck Buchhandlung: OSIANDER Fürth
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Meine letzte Rezension Findelmädchen von Lilly Bernstein
Heiligabend 1954 trifft in Frankreich ein Brief vom Suchdienst des Roten Kreuzes ein. Er eröffnet, dass der Vater der deutschen Jugendlichen Helga und Jürgen lebt. Sie verlassen einige Wochen später ihre Zieheltern, welche die Geschwister nach dem Krieg aus einem Keller in Köln völlig verwahrlost und halb verhungert, zusammen mit ihrem Sohn und zwei weiteren Kindern gerettet haben. Helga um ihre verlorenen Freunde trauernd, noch immer in Angst vor Uniformierten und die Kälte meidend. Sie ist entsetzt über die Zustände im Waisenhaus und die Umgangsart mit den Zöglingen, in dem sie ein Praktikum ableisten muss. Verwoben in den Text ist das Tagebuch der Mutter. Die Autorin bringt uns die Nachkriegszeit in Köln nahe, den Aufbruch, die neuen glanzvollen Gebäude. Sowie auch das Elend, dass zehn Jahre nach Kriegsende noch Menschen in Bunkern hausen. Ebenso das Lebensgefühl der Menschen, das Unvermögen miteinander zu reden, der Gehorsam, der verlangt wird und die moralische Erhabenheit der Bürger über Menschen, die ihr Überleben nur durch Prostitution sichern konnten.
ab 12,99 €
Produktbild Findelmädchen
3/5
  • Brunhilde Schiedeck
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Findelmädchen

Heiligabend 1954 trifft in Frankreich ein Brief vom Suchdienst des Roten Kreuzes ein. Er eröffnet, dass der Vater der deutschen Jugendlichen Helga und Jürgen lebt. Sie verlassen einige Wochen später ihre Zieheltern, welche die Geschwister nach dem Krieg aus einem Keller in Köln völlig verwahrlost und halb verhungert, zusammen mit ihrem Sohn und zwei weiteren Kindern gerettet haben. Helga um ihre verlorenen Freunde trauernd, noch immer in Angst vor Uniformierten und die Kälte meidend. Sie ist entsetzt über die Zustände im Waisenhaus und die Umgangsart mit den Zöglingen, in dem sie ein Praktikum ableisten muss. Verwoben in den Text ist das Tagebuch der Mutter. Die Autorin bringt uns die Nachkriegszeit in Köln nahe, den Aufbruch, die neuen glanzvollen Gebäude. Sowie auch das Elend, dass zehn Jahre nach Kriegsende noch Menschen in Bunkern hausen. Ebenso das Lebensgefühl der Menschen, das Unvermögen miteinander zu reden, der Gehorsam, der verlangt wird und die moralische Erhabenheit der Bürger über Menschen, die ihr Überleben nur durch Prostitution sichern konnten.

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