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Ines Englert Buchhandlung: OSIANDER Heilbronn
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Meine letzte Rezension Nebelbeute von Benjamin Cors
Endlich, der dritte Band der "Gruppe 4"- Reihe! Mila Weiss stellt sich den Geistern ihrer Vergangenheit: sie erfährt, dass Toblach sich in den Wäldern rund um ein Bergdorf versteckt und macht sich alleine auf die Suche. Das Bergdorf mit den verschwiegenen Bewohnern, der kommende Winter und die Abgeschiedenheit erschaffen eine dichte, unheimliche Atmosphäre. Dazu immer neue mögliche Täter und Plotttwists, als Leser sitzt man atemlos vor diesem Buch und kann es nicht aus der Hand legen. Grauenvoll gut!
ab 13,00 €
Produktbild Nebelbeute
5/5
  • Ines Englert
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5/5

Nebelbeute

Endlich, der dritte Band der "Gruppe 4"- Reihe! Mila Weiss stellt sich den Geistern ihrer Vergangenheit: sie erfährt, dass Toblach sich in den Wäldern rund um ein Bergdorf versteckt und macht sich alleine auf die Suche. Das Bergdorf mit den verschwiegenen Bewohnern, der kommende Winter und die Abgeschiedenheit erschaffen eine dichte, unheimliche Atmosphäre. Dazu immer neue mögliche Täter und Plotttwists, als Leser sitzt man atemlos vor diesem Buch und kann es nicht aus der Hand legen. Grauenvoll gut!

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Der letzte Sommer der Tauben
    • Ines Englert
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    5/5

    Der letzte Sommer der Tauben

    Der 15jährige Noah erlebt in seiner Heimatstadt die Machtübernahme islamistischer Gotteskrieger, die das Kalifat ausrufen und das öffentliche Leben extrem einschränken. Keine Frau darf mehr unbegleitet und unverschleiert auf die Straße, im Damenbekleidungsgeschäft des Vaters werden leuchtende Kleider gegen Tschadors und Burkas eingetauscht, bestimmte Musik und Bücher werden verboten, es gibt immer neue Kontrollen und Vorschriften. In Noahs Umfeld werden Menschen überwacht, bedroht und verhaftet. Er muss die Steinigung einer Frau miterleben und die Umerziehung seines besten Freundes zum Mudschaheddin verkraften. Die einzige Flucht aus der Willkür der Religionswächter ist seine Familie und seine Stunden auf dem Dach bei seinen Tauben. Sie nehmen seine Träume mit zum Horizont. Doch als es eines Tages auch noch verboten wird die Tauben auf dem Dach zu halten und sie frei fliegen zu lassen, droht Noah zu zerbrechen. Es ist bedrückend, wie der Raum zur persönlichen Entfaltung um den 15jährigen immer enger wird. Das spiegelt sich auch in der eher einfach gehaltenen Sprache, doch gerade dieses Unpathetische geht einem ans Herz. "Der letzte Sommer der Tauben" ist eine moderne Parabel, die Gewalt und Unterdrückung anprangert und die Freiheit als höchstes Gut feiert. Wer Hosseinis „Drachenläufer“ und Khiders „Palast der Misserablen“ mochte, wird diesen Roman lieben.

  • Produktbild Das Lied des Propheten
    • Ines Englert
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    5/5

    Das Lied des Propheten

    Irland in nicht näher bestimmter Zukunft. Die rechtspopulistische Regierung beschneidet die Grundrechte ihrer Bürger, selbstverständlich nur zu deren Besten. Für die Wissenschaftlerin Eilish scheint das alles weit weg, doch als ihr Mann nach einer Demonstration der Gewerkschaft nicht nach Hause kommt, gerät auch sie in den Strudel der Ereignisse. Menschen verschwinden spurlos, Schlägerkommandos mäandern durch die Stadt, Arbeitsstellen werden aus nichtigen Gründen gekündigt, Telefone werden abgehört, die freie Presse wird verboten. Wie soll Eilish sich und ihre vier Kinder durch diese unruhige Zeit bringen? Kann sie fliehen, ohne ihren Mann und ihren dementen Vater? Ein Alptraum, der kein Ende zu nehmen scheint, beginnt. Dieser Roman könnte zu jeder Zeit und überall auf der Welt spielen. Er rüttelt auf, zeigt was schon war und was auch wieder kommen könnte. Nicht nur die Thematik hat mich mitgenommen, auch sprachlich ist dieses Buch herausragend. Für mich ein Muss!

  • Produktbild Pina fällt aus
    • Ines Englert
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    5/5

    Pina fällt aus

    Pina ist alleinerziehende Mutter. Ihr zwanzigjähriger Sohn Leo lebt in seiner eigenen Welt mit seinen eigenen Regeln, die man besser berücksichtigt, um einen "normalen" Tagesablauf nicht zu gefährden. Es braucht viel Geduld, mit ihm zu leben. Außer Pina kennt niemand Leos Rituale und Regeln, die seinen Alltag strukturieren. Die Nachbarn in ihrem Vierparteien-Mietshaus kennt sie kaum, nur mit einer älteren Nachbarin hat sie Kontakt. Sie haben eine Arrangement: Pina geht für die ältere Dame einkaufen und lässt dafür Leo in dieser Zeit bei ihr. Doch eines Tages kommt Pina nicht zurück von ihrer Einkaufstour. Warmherzig, berührend und mit einer guten Prise Humor erzählt Vera Zischke wie aus kontaktscheuen Nachbarn eine Hausgemeinschaft wird, die über sich hinauswächst, um sich um den hilfsbedürftigen Leo mit all seinen Ticks zu kümmern. Eine Herausforderung, an der alle wachsen. Die Nachbarn, die ihre Berührungsängste überwinden müssen, Leo, der mehr kann, als man ihm zutraut und Pina, die lernen muss loszulassen. Ein Buch, das mich zwei schlaflose Nächte gekostet hat. Große Leseempfehlung!

  • Produktbild Kleine Schwächen
    • Ines Englert
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    5/5

    Kleine Schwächen

    Wir sind im London der 90er Jahre, in einer Sozialsiedlung wird die dreijährige Mia tot aufgefunden. Schnell fällt der Verdacht auf die 10-jährige Lucy Green, die schon öfter durch riskante Spiele und Mutproben aufgefallen ist. Die Nachbarschaft ist sich einig, dass nur ein Kind aus solch zerrütteten Familienverhältnissen wie sie bei den Greens herrschen, zu so einer Tat fähig sei. Der Journalist Tom sieht in dieser Geschichte seine Chance, groß rauszukommen. Er ist zufällig vor Ort, als die Leiche gefunden wird und wittert eine exklusive erste Berichterstattung. Er befragt die Anwohner, die ihm bereitwillig über die irischen Einwanderer Auskunft geben. Den trinkenden Großvater Lucys, dessen alkohol- und drogensüchtigen Sohn und Carmel, Lucys junge Mutter, wunderschön, aber unnahbar und arrogant. Eine Familie, die mit dem Tod der warmherzigen Großmutter Rose, jegliche Sozialisation verloren hat. Tom bringt die Familie auf Verlagskosten in einem Hotel unter, offiziell, um sie aus der Schusslinie der aufgebrachten Nachbarn zu bringen. Dort versucht er, sie zum Reden zu bringen und hofft auf pikante Details aus dem Familienleben. Was sich bisher wie ein Krimi gelesen hat, mit einem skrupellosen Reporter der Regenbogenpresse als Ermittler, wird im zweiten Teil zum Psychogramm einer Familie. Wie konnte es so weit kommen? Was hat die Greens bewogen Irland zu verlassen? Was hat jedes Familienmitglied auf seine Art derart aus der Bahn geworfen? Und warum animiert Lucy die Kinder zu diesen gefährlichen Spielen? Nach und nach taucht der Leser ein in diese Familie mit all ihren Traumata, in die Geschichte hinter den Klischees der zerrütteten Familie. Zuerst entwickelt der Roman einen unglaublichen Sog aus Sensationslust und Fassungslosigkeit, doch im zweiten Teil herrschen Empathie und tiefes Verständnis vor. Man versinkt in dieser Geschichte, leidet mit den Protagonisten, möchte Carmel wachrütteln und Lucy in die Arme nehmen. Ein absolut lesenswerter, ein berührender Roman.

  • Produktbild Einstein im Bade
    • Ines Englert
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    5/5

    Einstein im Bade

    Der Beginn des 20. Jahrhunderts wird als goldene Ära der deutschen Wissenschaft bezeichnet, es gibt zahlreiche deutsche Nobelpreisträger, vor allem in den Naturwissenschaften. 1920 treffen sich einige von ihnen in Bad Nauheim, zur „Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte“. Bad Nauheim ist ausgebucht, auch das etwas in die Jahre gekommene Hotel „Der rastende Kranich“, wo sich schon Bismarck persönlich ausgeruht hat. Hoteldirektor Kleeberg hängt an Traditionen, alles Moderne und Laute geht ihm gegen den Strich, die Ruhe ist für ihn und wie er meint auch für seine Gäste, höchstes Gut. Unter seinen Gästen befinden sich auch Physiknobelpreisträger wie Johannes Stark. Max Planck, Philipp Lenard und Albert Einstein. Als Direktor Kleeberg erfährt, dass Philip Lenard und Albert Einstein im Streit liegen, beschließt er zu versuchen, diesen Streit zu schlichten. Zum einen, weil er sich Publicity für sein Hotel erhofft, zum anderen, weil er befürchtet die Ruhe des Hotels werde durch einen Disput unter den Gästen gestört. Doch da Einstein und Lenard sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf persönlicher Ebene unerbittliche Kontrahenten sind, gestaltet sich der Versuch der Schlichtung schwerer als gedacht. Leider gehört Kleeberg zu den Menschen, die Probleme gerne durch kreative Lösungsansätze angehen, was wiederum weitere Schwierigkeiten nach sich zieht und bald steckt er in einer Lawine unbeabsichtigter Folgen. Daniel Mellem, selbst promovierter Physiker, gelingt es, abstrakte Wissenschaft mit einer guten Portion Humor näher zu bringen. Dabei gelingt es ihm, ganz nebenbei komplexe Inhalte verständlich zu erklären, ohne sie zu vereinfachen. Dieses Buch erinnert an Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ oder Köhlmeiers „Zwei Herren am Strand“. Ein Buch für alle, die gern über den Tellerrand hinausschauen, die sich gerne von Sprache verzaubern lassen, die inspirierende und kluge Bücher mit Charme und Tiefgang mögen.

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