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Hermann-Arndt Riethmüller Buchhandlung: Osiander Zentrale
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Meine letzte Rezension Februar 33 von Uwe Wittstock
Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Innerhalb eines Monats danach ging die deutsche Literatur zugrunde, wurden die missliebigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die dem neuen Terrorregime missfielen, verhaftet oder aus dem Land vertrieben. Atemlos verfolgt der Leser, wie Joseph Roth, Carl Zuckmayer, die Manns, Bertolt Brecht, Erich Maria Remarque und viele andere froh sein können, wenn sie es noch schaffen, davon zu kommen, wie Carl von Ossietzky seinen Mut mit der Verhaftung und späteren Ermordung bezahlt, wie die literarischen Mitglieder der Preußischen Akademie der Künste sich anpassen oder ausgeschlossen werden und nur die alte Dame Ricarda Huch ihr Recht auf freie Meinungsäußerung für unverzichtbar hält. Erschütternd ist der Bericht, wie in mehr als hundert inoffiziellen SA-Haftstätten die widerrechtlich festgehaltenen Menschen gefoltert werden. „Für die Zerstörung der Demokratie brauchten die Antidemokraten nicht länger als die Dauer eines guten Jahresurlaubs. Wer Ende Januar aus einem Rechtsstaat abreiste, kehrte vier Wochen später in eine Diktatur zurück.“
ab 24,00 €
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  • Hermann-Arndt Riethmüller
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Februar 33

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Innerhalb eines Monats danach ging die deutsche Literatur zugrunde, wurden die missliebigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die dem neuen Terrorregime missfielen, verhaftet oder aus dem Land vertrieben. Atemlos verfolgt der Leser, wie Joseph Roth, Carl Zuckmayer, die Manns, Bertolt Brecht, Erich Maria Remarque und viele andere froh sein können, wenn sie es noch schaffen, davon zu kommen, wie Carl von Ossietzky seinen Mut mit der Verhaftung und späteren Ermordung bezahlt, wie die literarischen Mitglieder der Preußischen Akademie der Künste sich anpassen oder ausgeschlossen werden und nur die alte Dame Ricarda Huch ihr Recht auf freie Meinungsäußerung für unverzichtbar hält. Erschütternd ist der Bericht, wie in mehr als hundert inoffiziellen SA-Haftstätten die widerrechtlich festgehaltenen Menschen gefoltert werden. „Für die Zerstörung der Demokratie brauchten die Antidemokraten nicht länger als die Dauer eines guten Jahresurlaubs. Wer Ende Januar aus einem Rechtsstaat abreiste, kehrte vier Wochen später in eine Diktatur zurück.“

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