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Bettina Kästle Buchhandlung: OSIANDER Böblingen
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Meine letzte Rezension Beeren pflücken von Amanda Peters
Es ist Sommer, auf den Blaubeerfeldern in Maine arbeiten die Saisonarbeiter wie in jedem Jahr - doch diesmal ist alles anders. Auf unerklärliche Weise verschwindet die kleine Ruthie spurlos und wird auch so schnell nicht wieder auftauchen. Wer jetzt an eine simple Krimihandlung denkt, irrt: Der Leser verfolgt gebannt eine Geschichte erzählt aus zwei Perspektiven, die sich am Ende wieder verbinden. Ruthies sensibler Bruder Joe tut sich schwer, das Geschehene und die unterschwelligen familiären Folgen zu verarbeiten und selbst ins Leben zu finden, auf der anderen Seite lernt der Leser eine junge Frau mit klassischer Helikoptermutter kennen, die sich recht schnell, soviel sei verraten, als eben jenes vermisste Mädchen erkennen lässt. Die Autorin erzählt präzise und doch anrührend über die Kraft familiärer Bindungen und den Mut, zu verzeihen, auch wenn das "Happy End" - wie es der Name schon sagt - erst ganz am Ende eintritt. Der Weg dorthin ist ein Leseerlebnis besonderer Art und, wie bei allen guten Lektüren, viel zu kurz.
ab 24,00 €
Produktbild Beeren pflücken
5/5
  • Bettina Kästle
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Beeren pflücken

Es ist Sommer, auf den Blaubeerfeldern in Maine arbeiten die Saisonarbeiter wie in jedem Jahr - doch diesmal ist alles anders. Auf unerklärliche Weise verschwindet die kleine Ruthie spurlos und wird auch so schnell nicht wieder auftauchen. Wer jetzt an eine simple Krimihandlung denkt, irrt: Der Leser verfolgt gebannt eine Geschichte erzählt aus zwei Perspektiven, die sich am Ende wieder verbinden. Ruthies sensibler Bruder Joe tut sich schwer, das Geschehene und die unterschwelligen familiären Folgen zu verarbeiten und selbst ins Leben zu finden, auf der anderen Seite lernt der Leser eine junge Frau mit klassischer Helikoptermutter kennen, die sich recht schnell, soviel sei verraten, als eben jenes vermisste Mädchen erkennen lässt. Die Autorin erzählt präzise und doch anrührend über die Kraft familiärer Bindungen und den Mut, zu verzeihen, auch wenn das "Happy End" - wie es der Name schon sagt - erst ganz am Ende eintritt. Der Weg dorthin ist ein Leseerlebnis besonderer Art und, wie bei allen guten Lektüren, viel zu kurz.

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