Evander hat sein komplettes Leben sehr gut beschützt - nahezu eingesperrt - auf dem Anwesen seines Vormundes verbracht. Jeden Abend schluckt er brav seine Medikamente und lebt nach drei wichtigen Regeln: er verlässt nicht das Anwesen, betritt nicht den Garten und ist unter keinen Umständen mehr mit Laurie allein - denn der hat vor Jahren versucht ihn umzubringen.
Doch dann stirbt Evanders Vormund unerwartet und Evander ist der einzige, der an Mord denkt. Einzig Laurie glaubt ihn. Nun liegt es an den beiden zusammen den Mord aufzuklären, während das nächste Grauen schon im Garten lauert.
Man braucht ein bisschen, um in die Geschichte reinzukommen, da der Anfang etwas langsam gestaltet ist; aber sobald die ganze Sache Fahrt aufnahm, war ich dann richtig dabei - das letzte Drittel habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Gut gefallen hat mir, dass man diesmal nicht daran gezweifelt hat, dass die ganzen Horrorsachen wirklich geschehen und nicht nur in der Vorstellung des Protagonisten passieren. Die Frage wurde in „Don't Let The Forest In" ja so ein bisschen offen gelassen.
Aber genauso wie in „Don't Let The Forest In" kann auch das Buch wieder mit seinem Schreibstil und der Atmosphäre überzeugen, auch wenn der Fokus diesmal noch sehr viel mehr auf der Handlung liegt. Durch die Gedächtnislücken von Evander hat man einen wunderbaren unzuverlässigen Erzähler, der zusammen mit dem Leser Stück für Stcück hinter das Geheimnisse von Hazelthorn kommt und erfährt, was für Ungeheuer dort lauern - menschliche sowie monströse. Und diesmal gibt es ein definitves Happy End ohne offene Fragen!
Tolle Geschichte, gerade jetzt wenn wir wieder auf den Herbst zusteuern!