Meine letzte RezensionDer Tanzendevon Victor Jestin
Zusammen mit Arthur, unserem Protagonisten und Ich-Erzähler, vertanzen wir die Nächte. Kapitel für Kapitel schildert er uns Begegnungen, die er über die Jahre hinweg, im "La Plage", der Diskothek seiner Wahl, macht. Nur hier auf der Tanzfläche ist er seiner selbst sicher. Abseits jener ist Arthur schüchtern, tut sich schwer mit anderen und weiß im Grunde nicht wohin mit sich. Durch das Tanzen findet er endlich einen Weg sich auszudrücken und auf seine Mitmenschen zuzugehen. Er belässt es aber nicht dabei. Seine Nächte im Club werden schnell zur Leidenschaft, die ihn im Verlauf des Romans, immer mehr in Anspruch nehmen.
So handelt "Der Tanzende" zum einen, vom Sehnen eines Einsamen nach Nähe und zum andern, von diesem ganz bestimmten Gefühl noch nicht nach Hause zu wollen. Arthur will den Moment ein bisschen länger auskosten. Noch ein Song, noch der eine Tanz und dann...
ähnlich ging es mir beim Lesen. Rauschartig verschlang ich das Buch. Wort für Wort, Satz für Satz und schon musste ich traurig feststellen, auf der letzten Seite angekommen zu sein. Victor Jestin versteht auf grandiose Weiße den Leser mitzureisen und ihm das Gefühl zu vermitteln, Euphorie geladen, sich neben Arthur auf der Tanzfläche zu bewegen. Man bekommt ganz einfach Lust zu tanzen.