Die Geschichte beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts, als in Irland durch die große Hungersnot viele Menschen sterben. Der Waisenjunge Tomas kommt ins Armenhaus, muss dort hart für sein Essen arbeiten und lernt das Mädchen Phina kennen, die sein Schicksal teilt. Tomas entkommt dem Armenhaus, indem er sich in den Dienst der Engländer stellt, welche die Insel besetzt haben, und nun vermessen und kartieren. Später wird Tomas selbst Kartograph, holt Phina aus dem Armenhaus und gründet in Dublin mit ihr eine Familie. Als er bei einer Vermessungsreise auf einer westlichen Halbinsel zusammen mit seinem Sohn Liam in einen wundersamen Hain gerät, verändert sich sein Wesen und er zieht mit seiner Familie an diesen magischen Ort. Dort beginnt das sehr wechselhafte Schicksal des Lebens von Tomas, Phina und ihren vier Kindern, geprägt von unglücklichen Ereignissen. Am Ende leben die Geschwister auf unterschiedlichen Kontinenten.
Maggie O'Farrell, aktuell eine der besten englischsprachigen Schriftstellerinnen, hat einen sehr lebendigen und detaillierten historischen Roman geschrieben mit eigenwilligen Charakteren. Das Besondere an diesem Roman ist das literarische Spiel von Ort und Zeit. Es wird zum einen berichtet, was sich auf dem selben Stück Land vor 1000 Jahren bis heute zutrug. Zum anderen beschreibt die Autorin die Gleichzeitigkeit von Ereignissen an verschiedenen Orten der Welt. Hervorragend!