Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr/Ein Lebender geht vorbei (OmU)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Medium
DVD
Anzahl
1
FSK
Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio
Absolut MEDIENGenre
Geschichte/Zweiter Weltkrieg
Spieldauer
160 Minuten
Originaltitel
Sobibor, 14 octobre 1943, 16 heures / Un vivant qui passeSprache
Deutsch, Französisch, Hebräisch
Tonformat
Französisch: DD Mono, Hebräisch: DD Mono, Französisch: DD Stereo
Bildformat
16:9, 4:3
Regisseur
Claude LanzmannErscheinungsdatum
26.03.2010
Verpackung
Digipack
EAN
9783898485241
SOBIBOR, 14. OKTOBER 1943, 16 UHR (2001) setzt an, wo SHOAH (1986) endete: beim jüdischen Widerstand. Der Titel verweist auf Ort, Tag, Monat, Jahr, Stunde des einzigen jemals gelungenen Aufstands in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Damit wäre aber auch die entscheidende Differenz zu SHOAH benannt. Denn während Lanzmann die Zeugen in SHOAH als Wiedergänger begreift, die aus dem Reich der Toten berichten, sehen wir in SOBIBOR einen Überlebenden im emphatischen Wortsinn: Yehuda Lerner war 16 Jahre alt und bereits aus acht Lagern geflohen, als er dem SS-Aufseher namens Graetschus mit einer Axt den Schädel spaltete. Er handelte im Rahmen eines Aufstandsplans, nach dem eine Gruppe Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor
am besagten Tag, zu besagter Stunde gegen die SS aufbegehrten. Die Deutschen waren pünktlich, der Plan ging auf: Einige hundert Häftlinge entkamen, der "Betrieb" des Todeslagers wurde eingestellt und ein Wäldchen gepflanzt. "Ein Lebender geht vorbei"
EIN LEBENDER GEHT VORBEI (UN VIVANT QUI PASSE) (1997): Maurice Rossel, ein Offizier der Schweizer Armee, der während des Zweiten Weltkriegs als Delegierter des Internationalen Roten Kreuzes in Berlin stationiert gewesen war, wollte Claude Lanzmann nicht empfangen. So überrumpelte ihn Lanzmann mit einem Überraschungsbesuch, bei dem dieses Filmgespräch in höchst gespannter Atmosphäre zustande kam. Als einziger Delegierter hatte Rossel nämlich schon 1943 das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz besucht. 1944 war er dann nach Theresienstadt gereist und den Täuschungsmanövern der SS aufgesessen, wie sein damals verfasster offizieller Bericht über das "Vorzeigelager" beweist.
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