Produktbild: Königskinder

Königskinder

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

07.09.2012

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

3365 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644112414

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

07.09.2012

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

3365 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644112414

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Ein dunkles Kapitel in der jüngeren britischen Geschichte

Bewertung am 09.03.2016

Bewertungsnummer: 403328

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bekannt geworden ist die Journalistin und Schriftstellerin Erica Fischer mit ihrer dokumentarischen Erzählung „Aimée & Jaguar“ (Kiepenheuer & Witsch). Ihre eigene Familie hat aber auch selbst eine bewegende Lebensgeschichte vorzuweisen. Und so hat sie diesmal einen biografischen Roman über ihre Eltern geschrieben. Erica Fischer erzählt eine kleine, aber umso schwerwiegendere Episode im Leben ihrer Eltern. Es geht eigentlich nur um 2 Jahre! Irene ist eine junge Jüdin aus Warschau, die in Wien studiert. Emmerich ist ein Arbeitersohn, katholisch und aus Wien. Beide eint, dass sie sich politisch nahestehen und sich für eine bessere, sozialistische Zukunft einsetzen. Der Glaube spielt bei beiden keine Rolle. Nach einem Zwischenfall in Wien wird Irene nach Polen abgeschoben. Emmerich folgt ihr, sie heiraten und kehren nach Wien zurück. Doch dort wird die Situation immer schwieriger, so dass sie 1938 nach England auswandern. Dort schlagen sie sich mühsam durchs Leben. Doch 1940 werden die Männer interniert und z. T. nach Kanada und Australien abgeschoben. Erich entscheidet sich freiwillig, England zu verlassen, wenn seine Frau ihm kurze Zeit später folgen kann. Dies wird ihm zugesagt. Er wird mit 2541 weiteren Emigranten an Bord des Truppentransporters Dunera gebracht. Es heißt, dass sie nach Kanada verschifft werden sollen. Die „Menschenfracht“ setzt sich zusammen aus deutschen Kriegsgefangenen und italienischen und deutschen Emigranten, von denen die meisten Juden sind. Schon bei der Einschiffung wird schnell klar, dass die Überfahrt ein Alptraum wird, denn die Besatzung schikaniert gerade die politischen Flüchtlinge extrem. Es beginnt eine grausame und lange (57 Tage) Reise ins Ungewisse. Dann sind sie in Australien angekommen. Dort werden sie gleich wieder in ein Lager eingesperrt. Dieses Lager liegt in Hay (New South Wales), einer einsamen und kargen Landschaft. Doch die Männer geben nicht auf. Zeitgleich muss Irene mit der Ungewissheit, was mit ihrem Mann passiert ist, in London leben. Und das in einer Zeit, wo über London die Luftschlacht um England tobt. Erica Fischer hat eine sehr ergreifende Liebes- und Lebensgeschichte ihrer Eltern geschrieben. Und gleichzeitig ist es ein sehr dunkles Kapitel in der jüngeren britischen Geschichte. Denn wie die Briten diese Menschen behandelt haben, die zumeist unter Lebensgefahr ihre Heimat verlassen haben, ist unglaublich und kaum bekannt. Natürlich muss sich ein Land im Kriegszustand vor feindlichen Spionen schützen. Aber gerade die Juden, die z. T. in Deutschland schon in KZs gewesen sind, ist diese Behandlung unfassbar und menschenverachtend. Gleichzeitig ist es aber auch bewundernswert, wie die Männer mit der Situation umgegangen sind. Sie haben nie aufgegeben und haben immer wieder das Beste aus der jeweiligen Situation gemacht. Erica Fischer hat diese Geschichte sehr bewegend erzählt. Besonders intensiv wird sie dadurch, dass die Autorin auf Briefe ihrer Eltern zurückgreifen kann. Diese Geschichte ist für alle interessant, die sich für bewegende Biografien aus der Zeit des 2. Weltkrieges interessieren. Sie ist eine gut zu lesende Mischung aus wahrer Geschichte und Fiktion. Gerade für Leser von Sebastian Haffner ist diese Geschichte sehr interessant, denn auch er hat in dieser Zeit in England gelebt.

Ein dunkles Kapitel in der jüngeren britischen Geschichte

Bewertung am 09.03.2016
Bewertungsnummer: 403328
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bekannt geworden ist die Journalistin und Schriftstellerin Erica Fischer mit ihrer dokumentarischen Erzählung „Aimée & Jaguar“ (Kiepenheuer & Witsch). Ihre eigene Familie hat aber auch selbst eine bewegende Lebensgeschichte vorzuweisen. Und so hat sie diesmal einen biografischen Roman über ihre Eltern geschrieben. Erica Fischer erzählt eine kleine, aber umso schwerwiegendere Episode im Leben ihrer Eltern. Es geht eigentlich nur um 2 Jahre! Irene ist eine junge Jüdin aus Warschau, die in Wien studiert. Emmerich ist ein Arbeitersohn, katholisch und aus Wien. Beide eint, dass sie sich politisch nahestehen und sich für eine bessere, sozialistische Zukunft einsetzen. Der Glaube spielt bei beiden keine Rolle. Nach einem Zwischenfall in Wien wird Irene nach Polen abgeschoben. Emmerich folgt ihr, sie heiraten und kehren nach Wien zurück. Doch dort wird die Situation immer schwieriger, so dass sie 1938 nach England auswandern. Dort schlagen sie sich mühsam durchs Leben. Doch 1940 werden die Männer interniert und z. T. nach Kanada und Australien abgeschoben. Erich entscheidet sich freiwillig, England zu verlassen, wenn seine Frau ihm kurze Zeit später folgen kann. Dies wird ihm zugesagt. Er wird mit 2541 weiteren Emigranten an Bord des Truppentransporters Dunera gebracht. Es heißt, dass sie nach Kanada verschifft werden sollen. Die „Menschenfracht“ setzt sich zusammen aus deutschen Kriegsgefangenen und italienischen und deutschen Emigranten, von denen die meisten Juden sind. Schon bei der Einschiffung wird schnell klar, dass die Überfahrt ein Alptraum wird, denn die Besatzung schikaniert gerade die politischen Flüchtlinge extrem. Es beginnt eine grausame und lange (57 Tage) Reise ins Ungewisse. Dann sind sie in Australien angekommen. Dort werden sie gleich wieder in ein Lager eingesperrt. Dieses Lager liegt in Hay (New South Wales), einer einsamen und kargen Landschaft. Doch die Männer geben nicht auf. Zeitgleich muss Irene mit der Ungewissheit, was mit ihrem Mann passiert ist, in London leben. Und das in einer Zeit, wo über London die Luftschlacht um England tobt. Erica Fischer hat eine sehr ergreifende Liebes- und Lebensgeschichte ihrer Eltern geschrieben. Und gleichzeitig ist es ein sehr dunkles Kapitel in der jüngeren britischen Geschichte. Denn wie die Briten diese Menschen behandelt haben, die zumeist unter Lebensgefahr ihre Heimat verlassen haben, ist unglaublich und kaum bekannt. Natürlich muss sich ein Land im Kriegszustand vor feindlichen Spionen schützen. Aber gerade die Juden, die z. T. in Deutschland schon in KZs gewesen sind, ist diese Behandlung unfassbar und menschenverachtend. Gleichzeitig ist es aber auch bewundernswert, wie die Männer mit der Situation umgegangen sind. Sie haben nie aufgegeben und haben immer wieder das Beste aus der jeweiligen Situation gemacht. Erica Fischer hat diese Geschichte sehr bewegend erzählt. Besonders intensiv wird sie dadurch, dass die Autorin auf Briefe ihrer Eltern zurückgreifen kann. Diese Geschichte ist für alle interessant, die sich für bewegende Biografien aus der Zeit des 2. Weltkrieges interessieren. Sie ist eine gut zu lesende Mischung aus wahrer Geschichte und Fiktion. Gerade für Leser von Sebastian Haffner ist diese Geschichte sehr interessant, denn auch er hat in dieser Zeit in England gelebt.

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