Ein seltsamer Ort zum Sterben

Derek B. Miller

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Beschreibung

Ein alter Mann, den man lieben muss. Ein Buch, das man lieben wird.
Nach dem Tod seiner Frau ist Sheldon Horowitz mit 82 Jahren zu seiner Enkelin nach Oslo gezogen. In ein fremdes Land ohne Juden. Viel Zeit, um über die Vergangenheit nachzudenken. All die Erinnerungen. All die Toten.
Eines Tages hört Sheldon aus dem Treppenhaus Krach: Er öffnet die Tür, und in seiner Wohnung steht eine Frau mit einem kleinen Jungen. Kurze Zeit später ist die Tür aufgebrochen, die Frau tot und Sheldon mit dem Kind auf der Flucht den Oslofjord hinauf.
Was wollen die Verfolger von dem Jungen? Sheldon weiß es nicht. Aber er weiß: Sie werden ihn nicht kriegen.
«Menschlich, schwarzhumorig, herzzerreißend, voller glaubwürdiger Figuren und mit einem so anrührenden wie großartigen Helden. Prädikat: brillant.» (The Herald Sun)
«Dieses Buch als hintergründige Lektüre zu bezeichnen wäre die Untertreibung der Saison.» (Courier Mail)

Leute, packt die Koffer für den Urlaub mit allem, was ihr wollt, aber lasst Platz für dieses Buch.

Produktdetails

Verkaufsrang 68558
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 01.06.2013
Verlag Rowohlt Verlag
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Dateigröße 753 KB
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Norwegian by Night
Übersetzer Olaf M. Roth
Sprache Deutsch
EAN 9783644902411

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Norwegens dunkle Seite

Bewertung am 18.04.2015

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem Tod seiner Frau Mabel zieht er auf Bitten seiner Enkelin Rhea und deren Ehemann Lars, die ein Kind erwarten, nach Norwegen. Um genauer zu sein nach Oslo. Sheldon hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seiner Enkelin. Rhea ist bei ihm und Mabel aufgewachsen, nachdem ihr Vater, Sheldons und Mabels Sohn, in Vietman gefallen ist und die Mutter sich als unfähig erwies, das Kind zu erziehen. Rhea nennt ihren Großvater Papa. Nun erwartet sie ihr erstes Kind. In Norwegen, diesem fernen fremden Land, in dem es heute - wie fast überall in Europa - kaum noch Juden gibt, hat Sheldon reichlich Zeit zum Nachdenken; über seine verstrobene Ehefrau, seine Zeit als Soldat, als Fotograf oder als Uhrmacher, sein bisheriges Leben. Und nachzudenken gibt es reichlich. Sheldon war zu jung, um im zweiten Weltkrieg zu kämpfen; er verpflichtete sich daher als Soldat in Korea. Nach Beendigung seiner Laufebahn (ob als Schreibstubenhengst oder Schafschütze, sei dahingestellt) zog er mit seiner Kamera durch Europa, wo er die Europäer auf diese Weise "abschoss". Sheldon hat viele nahestehende Personen überlebt; am Tod des Einen oder Anderen trägt er die Schuld - so zumindest seine Auffassung. Das führt unausweichlich zu der Frage: Was wäre, wenn..? Und er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu Gott. Seit dem Tod seines Sohnes Saul war Sheldon nicht mehr in der Synagoge. Gott erscheint ihm statt dessen in der Gestalt seines verstorbenen Freundes Bill, ein Antiquitätenhändler, der ein Geschäft unweit von Sheldons Laden/Werkstatt hatte. Nach Rheas Fehlgeburt bleibt Sheldon allein in der Wohnung zurück, um diese Nachricht zu verarbeiten. In seiner Trauer vernimmt er im Aufgang des Mehrfamilienhauses, welches in dem weniger eleganten und durch hohen Immigrantenanteil ausgezeichneten Stadteil Tøyen liegt, Lärm. Durch den Türspion erblickt Sheldon eine junge Frau; alles an ihr schreit nach Balkan. Sein erstes Gefühl ist Mitleid. Einem Impuls folgend öffnet er die Tür und in die Wohnung flüchten sich eine Frau mit ihrem Sohn. Während der Verfolger die Wohnungstür eintritt, die Frau angreift und schließlich tötet, verstecken sich Sheldon und der Jungen im Schrank. Was wollen die Verfolger von dem Jungen? Sheldon weiß es nicht. Aber er weiß: Sie werden ihn nicht kriegen. Sheldon flüchtet mit "Paul", wie er den Jungen letztlich nennt, um ihm einen Namen zu geben, über den Oslofjord. Ohne Geld, einer spärlichen Ausrüstung und den Verfolgern im Nacken darf Sheldon kein Gewissen an den Tag legen. Um zu überleben und den Jungen in Sicherheit zu bringen muss er sich fremde Sachen "ausleihen", stehlen, betrügen, lügen. Das Buch beschreibt Norwegen aus der Sicht eines amerikanischen Juden, dem Land und Leute ein Rätsel sind, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat und vermutlich an Demenz leidet. Es nimmt Stellung zur Immigrationsproblematik des Landes und setzt sich mit dem Balkankonflikt der 1990er Jahre und den Konsequenzen auseinandern. Es ist sehr kurzweilig geschrieben. Ein - wie man so schön sagt - page turner. Als Krimi würde ich dieses Buch es jedoch nicht bezeichnen. Nur das Ende ist ein wenig "holprig". Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

Norwegens dunkle Seite

Bewertung am 18.04.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem Tod seiner Frau Mabel zieht er auf Bitten seiner Enkelin Rhea und deren Ehemann Lars, die ein Kind erwarten, nach Norwegen. Um genauer zu sein nach Oslo. Sheldon hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seiner Enkelin. Rhea ist bei ihm und Mabel aufgewachsen, nachdem ihr Vater, Sheldons und Mabels Sohn, in Vietman gefallen ist und die Mutter sich als unfähig erwies, das Kind zu erziehen. Rhea nennt ihren Großvater Papa. Nun erwartet sie ihr erstes Kind. In Norwegen, diesem fernen fremden Land, in dem es heute - wie fast überall in Europa - kaum noch Juden gibt, hat Sheldon reichlich Zeit zum Nachdenken; über seine verstrobene Ehefrau, seine Zeit als Soldat, als Fotograf oder als Uhrmacher, sein bisheriges Leben. Und nachzudenken gibt es reichlich. Sheldon war zu jung, um im zweiten Weltkrieg zu kämpfen; er verpflichtete sich daher als Soldat in Korea. Nach Beendigung seiner Laufebahn (ob als Schreibstubenhengst oder Schafschütze, sei dahingestellt) zog er mit seiner Kamera durch Europa, wo er die Europäer auf diese Weise "abschoss". Sheldon hat viele nahestehende Personen überlebt; am Tod des Einen oder Anderen trägt er die Schuld - so zumindest seine Auffassung. Das führt unausweichlich zu der Frage: Was wäre, wenn..? Und er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu Gott. Seit dem Tod seines Sohnes Saul war Sheldon nicht mehr in der Synagoge. Gott erscheint ihm statt dessen in der Gestalt seines verstorbenen Freundes Bill, ein Antiquitätenhändler, der ein Geschäft unweit von Sheldons Laden/Werkstatt hatte. Nach Rheas Fehlgeburt bleibt Sheldon allein in der Wohnung zurück, um diese Nachricht zu verarbeiten. In seiner Trauer vernimmt er im Aufgang des Mehrfamilienhauses, welches in dem weniger eleganten und durch hohen Immigrantenanteil ausgezeichneten Stadteil Tøyen liegt, Lärm. Durch den Türspion erblickt Sheldon eine junge Frau; alles an ihr schreit nach Balkan. Sein erstes Gefühl ist Mitleid. Einem Impuls folgend öffnet er die Tür und in die Wohnung flüchten sich eine Frau mit ihrem Sohn. Während der Verfolger die Wohnungstür eintritt, die Frau angreift und schließlich tötet, verstecken sich Sheldon und der Jungen im Schrank. Was wollen die Verfolger von dem Jungen? Sheldon weiß es nicht. Aber er weiß: Sie werden ihn nicht kriegen. Sheldon flüchtet mit "Paul", wie er den Jungen letztlich nennt, um ihm einen Namen zu geben, über den Oslofjord. Ohne Geld, einer spärlichen Ausrüstung und den Verfolgern im Nacken darf Sheldon kein Gewissen an den Tag legen. Um zu überleben und den Jungen in Sicherheit zu bringen muss er sich fremde Sachen "ausleihen", stehlen, betrügen, lügen. Das Buch beschreibt Norwegen aus der Sicht eines amerikanischen Juden, dem Land und Leute ein Rätsel sind, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat und vermutlich an Demenz leidet. Es nimmt Stellung zur Immigrationsproblematik des Landes und setzt sich mit dem Balkankonflikt der 1990er Jahre und den Konsequenzen auseinandern. Es ist sehr kurzweilig geschrieben. Ein - wie man so schön sagt - page turner. Als Krimi würde ich dieses Buch es jedoch nicht bezeichnen. Nur das Ende ist ein wenig "holprig". Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

Ein seltsamer Ort

Bewertung am 07.11.2014

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Den Roman durchziehen viele Erinnerungen. Vor allem der Verlust des Sohnes in Vietnam macht Sheldon zu schaffen. Dann denkt er noch viel über die Zeit in Korea nach, von der seine Frau nicht die ganze Wahrheit kennt. Und die Männer, welche ihn und vor allem den Jungen verfolgen sind Serben und Kroaten, die auch in einen Krieg verwickelt waren und immer noch Haßgefühle und falschen Patriotismus pflegen. Langsam entwickelt sich der Roman in einen spannenden Krimi in welchem Sigrid und Petter die Ermittlungen führen. Wie die Enkelin sind sie sich lange nicht im Klaren über die Zusammenhänge zwischen dem Jungen, der toten Frau, dem alten Mann und den Verfolgern. Nur der Leser weiß über alle Bescheid. Miller hat das Alter, den Umgang der Jüngeren damit, traumatische Kriegserlebnisse und norwegische Ermittlungen in Zusammenhang gebracht. Außer über Sheldon erfährt der Leser über die Figuren aber nicht so viel. Bei den Erinnerungen musste ich aufpassen in welcher Zeit sich die Personen gerade befinden. Das Buch hat ein passendes schönes Cover, die Titel ist hervor gehoben und es liegt schön in der Hand.

Ein seltsamer Ort

Bewertung am 07.11.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Den Roman durchziehen viele Erinnerungen. Vor allem der Verlust des Sohnes in Vietnam macht Sheldon zu schaffen. Dann denkt er noch viel über die Zeit in Korea nach, von der seine Frau nicht die ganze Wahrheit kennt. Und die Männer, welche ihn und vor allem den Jungen verfolgen sind Serben und Kroaten, die auch in einen Krieg verwickelt waren und immer noch Haßgefühle und falschen Patriotismus pflegen. Langsam entwickelt sich der Roman in einen spannenden Krimi in welchem Sigrid und Petter die Ermittlungen führen. Wie die Enkelin sind sie sich lange nicht im Klaren über die Zusammenhänge zwischen dem Jungen, der toten Frau, dem alten Mann und den Verfolgern. Nur der Leser weiß über alle Bescheid. Miller hat das Alter, den Umgang der Jüngeren damit, traumatische Kriegserlebnisse und norwegische Ermittlungen in Zusammenhang gebracht. Außer über Sheldon erfährt der Leser über die Figuren aber nicht so viel. Bei den Erinnerungen musste ich aufpassen in welcher Zeit sich die Personen gerade befinden. Das Buch hat ein passendes schönes Cover, die Titel ist hervor gehoben und es liegt schön in der Hand.

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