Eine begabte junge Frau. Eine Liebe, die nicht sein darf. Ein gefährlicher Traum. Eine heimtückische Intrige. Preußen, 1544: Unter Herzog Albrecht erlebt das Land eine große Blütezeit. Alles scheint möglich. So will auch die junge Dora ihrTalent ausleben und als Baumeisterin in die Fußstapfen ihres weniger begabten Vaters treten. Der aber verheiratet sie aus Geldnot mit dem fast dreißig Jahre älteren Urban. Doch wider Erwarten wird die Ehe glücklich, denn Urban ermutigt Dorasogar, als Baumeisterin zu arbeiten. Ausgerechnet den jungen Nürnberger Baukünstler Laurenz stellt er ihr als Unterstützung zur Seite. Bald schon hegen die beiden verbotene Gefühle füreinander. Als Urban bei einem schrecklichen Unfallstirbt, gerät Laurenz sofort unter Verdacht, seine Hand im Spiel gehabt zu haben. Kann Dora ihren Geliebten noch vor dem Galgen retten?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Alsheim
5/5
04.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Liebe der Baumeisterin
Eine wirklich gefühlvolle, leidenschaftliche und ebenso bezaubernde Geschichte!
Die Autorin versetzt den Leser auf sehr gekonnte Weise in das Preußen des Jahres 1544.
Sie schreibt mit fühlbarer Hingabe und entführt den Leser in eine unglaubliche Geschichte.
Die Charaktäre, ebenso wie die Dialoge als auch die gesamte zusammensetzung der Geschichte ist absolut gelungen und überzeugt bereits nach den ersten Seiten.
Ein absolut zu Empfehlender Roman!
Monika Schulte
aus Hagen
5/5
04.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ganz grosses Kopfkino!
Königsberg. Wir schreiben das Jahr 1544. Unter Herzog Albrecht erlebt das Land eine Blütezeit. Die blutjunge Dora wurde von ihrem Vater Wenzel Selege mit dem 30 Jahre älteren Urban Stöckel verheiratet. Doch ganz gegen ihre Befürchtungen führt sie ein schönes Leben an der Seite des älteren Mannes. Dora, die wie viele Frauen zu ihrer Zeit für das Bierbrauen auserkoren wurde, möchte sich viel lieber der Baukunst widmen. Hierin liegt ihre Berufung. Bei ihrem Bruder Jörg ist genau anders. Er ist, wie sein Vater Wenzel Selege, ein Baumeister ohne grosses Talent. Er möchte lieber Bierbrauer werden. Ob sein Wunsch in Erfüllung geht? Dora wird von ihrem Mann in ihren Plänen Baumeisterin zu werden unterstützt. Er erkennt ihr grosses Talent und lässt sie auch das neue Haus entwerfen und bauen. Ihr zur Seite stellt er den jungen Baumeister Veit, der mit Doras Bruder Jörg und seiner Frau Gret aus Nürnberg nach Königsberg gekommen ist. Ein Schafgarbentraum beschert Dora die Erkenntnis, dass Veit der eigentliche Mann ihres Lebens ist, doch wie kann das sein? Sie ist glücklich an Urbans Seite. Sie liebt ihren Mann und doch da ist eine Anziehungskraft zwischen Veit und ihr, die anders ist, die sie immer wieder an den jungen Mann und an ihren Traum denken lässt. Doras komplette Welt bricht in sich zusammen, als Urban auf der Baustelle für ihr neues Haus schwer verletzt wird und schliesslich stirbt. Veit verlässt fluchtartig die Stadt. Schnell fällt der Verdacht auf ihn, dass er mit dem Unglück etwas zu tun hat.
Zwei Jahre später - Dora hat inzwischen eine zweijährige kleine Tochter - reist Dora nach Krakau. Hier hofft sie, das düstere Geheimnis um Urbans Tod endlich lösen zu können. Begleitet wird sie von Mathilda, der Base dritten Grades ihres verstorbenen Mannes Urban. Mathilda, die Urban Zeit ihres Lebens geliebt hat und deren Liebe nie erhört wurde. Mathilda, zu Beginn der Geschichte eher grantig und gefrustet, entwickelt sich jedoch zu einer angenehmen Reisebegleitung, die noch sehr wichtig werden wird für Dora. Doras Zeit in Krakau gestaltet sich anders, als von ihr geplant. Sie durchlebt Höhen und Tiefen. Es ist eine turbulente Zeit, eine Zeit, die abermals ihr Leben ändern wird.
"Die Liebe der Baumeisterin", ein historischer Roman, der fasziniert und aus der Masse heraussticht. Heidi Rehn versteht es einfach, den Leser zu fesseln und zu begeistern. Ich musste einfach immer weiterlesen, so fasziniert war ich von der Geschichte! Dora, die Hauptperson, die davon träumt, Baumeisterin zu werden, ein Beruf in einer von Männern dominierten Welt. Eine junge Frau, die ihren Weg geht. Heidi Rehn schreibt so bildhaft, dass man beim Lesen das Gefühl bekommt, man sei ein Teil der Geschichte. Die Autorin hat hervorragend recherchiert. Hat sie tatsächlich vorhandene Bauwerke beschrieben, so habe ich diese gegoogelt und habe sie anhand von Fotos genauso vorgefunden, wie von Heidi Rehn beschrieben. "Die Liebe der Baumeisterin", ein grossartiger Roman, grosses Kopfkino!
Mundolibris
aus Frankfurt am Main
5/5
04.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leseempfehlung!
Der Name der Autorin war mir bisher zwar geläufig, aber ich muss gestehen dieser Roman ist der erste den ich von ihr gelesen habe. Jetzt muss ich sagen, dass es ganz sicher nicht der letzte sein wird.
Durch ihre plastische und sehr detaillierte Schreibweise setze bei mir sehr schnell das Kopfkino ein, das mich bis zum Schluss begleitete. Wie in einem Kinofilm lief das Buch in meinem Kopf ab, es war als ob ich die Protagonisten und auch die Schauplätze des Buches vor Augen hätte. Spannend erzählt die Autorin die Geschichte der Dora, die um die Rehabilitierung ihres Mannes kämpft. Neid, Hass, Rachegelüste stehen ihrer Aufgabe im Weg, aber auch die Liebe begleitet sie auf ihrem langen steinigen Weg. Man möchte Dora beistehen bei ihrer Aufgabe, man leidet mit Dora und die eigene Gefühlswelt gerät mächtig durcheinander. Der Leser fühlt regelrecht das was Dora beschäftigt.
Ich kann guten Gewissens für dies tolle Buch 5 von 5 Sternen vergeben, sowie eine Leseempfehlung aussprechen
Meggie
aus Mertesheim
4/5
04.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Liebe der Baumeisterin
Heidi Rehn steht für historische Romane mit Tiefgang. Ich hatte nun wieder das Glück, das Buch zusammen mit der Autorin in einer Leserunde zu lesen und sage auch hier nochmals herzlichen Dank für Zeit und die sehr interessanten Antworten auf unsere Fragen.
Ich finde es immer wieder schön, das Buch zusammen mit den Autoren lesen zu dürfen. So bekommt man einige Hintergrundinformationen, die man sonst nicht erwartet hätte. Falls Ihr die Möglichkeit mal habt, nutzt sie.
Heidi ist eine sehr sympathische Frau, die mit Witz und Charme die staubige Geschichte zu einem Abenteuer macht.
So auch in dem mir vorliegenden Buch Die Liebe der Baumeisterin.
Auch wenn mich einige Längen im Buch gestört haben, war es doch spannend zu lesen und auch der gewohnt flüssige Schreibstil tut seiniges dazu.
Dora, der Hauptcharakter im Buch, ist eine sympathische junge Frau, die ihren Weg finden muss und leider einige Steine darin vorfindet. Doch nutzt sie diese, um sich einen neuen Weg zu bauen.
Es gab einige Figuren, denen ich zu Anfang unrecht getan habe, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und sich so einen würdigen Platz verdient haben, um der Geschichte gerecht zu werden. Andere Figuren konnte ich von Anfang an nichts abgewinnen und dies hat sich auch bis Ende so gehalten.
Im 16. Jahrhundert war schon einiges moderner, trotzdem hatten Frauen es schwer, sich durchzusetzen. Doch mit den richtigen Männern an ihrer Seite haben es auch viele schaffen können.
Meine Lieblingsfigur in der Story war Mathilda. Sie ist der Hausdrachen. Allerdings hat sie einige positive Ansätze und so hatte die Autorin bei ihr auch einigen Spielraum. Sie hat eine sehr interessante Entwicklung durchgemacht.
Veit allerdings hat sich keinen Platz in meinem Herzen verdient. Er war mir sehr unsympathisch, was aber allein meine Meinung widerspiegelt. Heidi hat uns ein Bild gezeigt, wie sie sich „ihren“ Veit vorstellt. Er ist eben nicht so ganz mein Typ: Portrait of a man.
Trotz meiner kleinen Kritikpunkte hatte ich Spaß beim Lesen. Ich war gerne mit Dora unterwegs und habe auch einiges gelernt, gerade was die Baukunst im 16. Jahrhundert anging. Dies ist für mich immer wieder interessant zu lesen, da ich mir auch gerne alte, architektonisch interessante Gebäude ansehe. Ich glaube, wenn ich früher gelebt hätte, wäre ich auch etwas aufmüpfig gewesen und hätte mir einen „Männerberuf“ ausgesucht.
Fazit:
Geschichte interessant verpackt mit liebenswerten Charakteren und einer Hauptfigur, die für die Liebe sogar den Tod in Kauf nimmt.
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