Zusammen mit seinem Team hat Professor Markowetz eine App entwickelt, die das Verhalten der Smartphone-Nutzer dokumentiert. Er kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Drei Stunden täglich befassen wir uns im Schnitt mit unserem Smartphone, 55 Mal am Tag nehmen wir es zur Hand. Ständig sind wir abgelenkt, unkonzentriert, gestört. Welche dramatischen Folgen die digitale Permanenz für unsere Gesundheit, unser Leben und unsere Gesellschaft hat und was wir dagegen tun können - diesen Fragen geht Alexander Markowetz in seinem brisanten Buch auf den Grund.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
2 Bewertungen
5 Sterne
(1)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Ein gelungener Blick auf die Gesellschaft
Bewertung aus Marburg am 10.02.2016
Bewertungsnummer: 907022
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Alexander Markowetz schafft es in diesem Buch das flaue Gefühl, was manch einem Menschen aufgrund der überhandnehmenden Smartphone-Nutzung befällt, mit wissenschaftlichen Fakten und zu untermauern. Er zieht einfache Beispiele zu Rate und verdeutlicht den Kontrollverlust insbesondere in der Arbeitswelt sehr anschaulich auch für den Leser, der weder Psychologe noch Statistiker ist. Zudem transformiert er tradierte Muster des gewissenhaften Umgangs mit Nahrung, Kommunikation, etc. in Ansätze, die in der aktuellen Zeit umgesetzt werden können und eine neue Selbstreflexion erlauben.
Smartphone Zombies - Schattenseiten der digitalen Welt
Raumzeitreisender aus Ahaus am 24.02.2026
Bewertungsnummer: 3056348
Bewertet: eBook (ePUB 3)
"Wenn wir durchschnittlich alle 18 Minuten – und manche sogar noch öfter – unser Smartphone benutzen, ist das nicht mehr normal. Unser Nutzerverhalten droht eindeutig aus dem Ruder zu laufen." Markowetz bringt das Problem auf den Punkt. Wie kommt es zu diesen Verhaltensweisen? Was können wir dagegen tun?
Markowetz, Professor für Informatik an der Uni Bonn, beschäftigt sich im Rahmen eines Projektes mit diesen Fragen. Die ständigen Unterbrechungen durch digitale Medien führen dazu, dass wir uns nicht mehr auf eine Sache konzentrieren können. Das Smartphone, welches Markowetz in diesem Buch thematisiert, ist in diesem Sinne nur ein Beispiel für moderne Technik, die zur Fragmentierung des Berufslebens und der Freizeit führt.
Im ersten Teil des Buches untersucht der Autor, warum wir es überhaupt zulassen, ständig unterbrochen zu werden und warum Smartphones eine so große Anziehungskraft ausüben. Ein Fragebogen hilft, das eigene Suchtverhalten einzuschätzen. Das Buch wäre unvollständig, wenn Markowetz nicht auch Lösungen anbieten würde, die im zweiten Teil des Buches zu finden sind.
Das eingangs beschriebene Nutzerverhalten, vergleichbar mit einer Daueralarmbereitschaft, ist rational nicht erklärbar. Es kommen irrationale unbewusste Automatismen ins Spiel, die an Spielsucht erinnern. Bereits die Erwartungshaltung führt dazu, dass im Gehirn Dopamin freigesetzt wird und der Mensch einen Glücksrausch erlebt. Dadurch entsteht eine Abhängigkeit, die wiederum Voraussetzung für das Entstehen des Digitalen Burnouts ist.
Die enormen technischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte führen nicht zu einem Produktivitätsschub. Dieses Phänomen ist als „Produktivitätsparadoxon“ bekannt und beschäftigt mittlerweile zahlreiche Wissenschaftler. "Die 53 täglichen Unterbrechungen, die Smartphones verursachen, haben unseren Alltag und unsere Arbeit in unzählige kleine Zeiteinheiten fragmentiert." Dadurch erreichen wir nur noch selten den Zustand, den Psychologen "Flow" nennen. Gemeint ist ein fast schon meditatives Versinken in die Arbeit unter Ausblenden der Umgebung. Dieser Zustand ist wichtig, um komplexe intellektuelle oder kreative Aufgaben lösen zu können.
Multitasking bleibt Computern vorbehalten, das menschliche Gehirn ist überfordert, wenn mehrere Dinge gleichzeitig erledigt werden sollen. Langjährigen Multitaskern droht eine chronische Aufmerksamkeitsstörung. Das steht in Einklang mit Ausführungen des bekannten Hirnforschers Manfred Spitzer, auf den sich Markowetz bezieht. Eine wichtige menschliche Eigenschaft besteht darin, Prioritäten zu setzen und das ist eine erste Möglichkeit, der digitalen Versuchung zu widerstehen.
Einstein spielte Geige und Newton döste am helllichten Tag. Diese Art von Muße fehlt in der heutigen Zeit. Daher wundert es nicht, dass aktuell zahlreiche Bücher über Achtsamkeit, eine Art Konzentration auf das Hier und Jetzt, auf dem Markt zu finden sind. Auf diesem Gebiet besteht in unserer reizüberfluteten multimedialen Welt Handlungsbedarf.
Markowetz beschreibt in seiner "digitalen Diät" Wege, wie wir unser Verhalten ändern können. Die Abschaltung firmeneigener Mailserver nach Feierabend ist da nur ein Beispiel von vielen. Statt geistiger Überfrachtung proklamiert er Reduktion und bewusstes Leben. Zunächst ist Selbsterkenntnis gefragt. Das eigene Verhalten im Umgang mit Smartphones (und anderen digitalen Medien) muss reflektiert werden.
Das Buch enthält vermeidbare Wiederholungen, ist aber informativ und aktuell. Es handelt sich um ein populärwissenschaftliches Buch, in dem der Autor auf anschauliche Art und Weise die Schattenseiten der digitalen Welt darstellt. Kritisiert wird nicht die Technik an sich, sondern der sorglose unreflektierte Umgang mit dieser Technik.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.