Robin Wenzel ist ein aufgeschlossener Junge, der sein Leben in Aufzeichnungen festhält. Ein wenig vom normalen Tagebuchstil abweichend, dokumentiert er seine Erlebnisse, berichtet über seine Gefühle und lässt sich von Emotionen leiten. Begonnen in der späten Kindheit über seine Pubertät bis ins Erwachsenenalter stellt er immer wieder die Liebe zu seinem Bruder Nick dar - dem dieses Schriftstück erst später in die Hände fällt und der es in Episoden mit Überschriften einteilt.
Robins Schicksal ist geprägt von Einsamkeit, Zwiespalt, ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, Problemen in der Familie, der Entdeckung seiner Homosexualität, extremer Zuneigung zu seinem Bruder - und einer Infektion, die ihm letztendlich zum Verhängnis wird.
Dieses Buch lehnt sich an die Geschichte der "Prinzenwolken" an, ist jedoch unabhängig von der eigentlichen Handlung des erwähnten Romans verständlich.
Der Inhalt dieses Buches umfasst ca. 40000 Wörter.
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Für immer mein Prinz mitreißend und extrem emotional
Bewertung aus Lüneburg am 29.01.2021
Bewertungsnummer: 955589
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Tagebuch des Robin Wenzel auch das hätte durchaus der Titel sein können. Aber um was geht es eigentlich? Ein junger Mann, fast noch ein Kind, beginnt mit dem Führen eines Tagebuchs, weil er sich niemandem anvertrauen kann obwohl er mit seinem Bruder wirklich über alles reden kann.
Aufgewachsen in einer durchaus auch als chaotisch oder verkorkst zu bezeichnenden Familie, haben die Brüder Robin und Nick eine sehr enge Beziehung zueinander und damit beginnen die Aufzeichnungen dann auch. Robin und Nick, das ist eine Symbiose, eine Liebe, die der eine oder andere sicher als befremdlich empfinden mag, die für die beiden jedoch genau richtig ist, auch wenn ihnen klar ist, dass niemals jemand genau erfahren darf, was sich bei und zwischen ihnen abspielt. Und genau über ihre Gefühle füreinander können und wollen sie nicht miteinander reden.
Doch das ist nicht alles, was er seinem Tagebuch anvertraut. Jede Gefühlsregung, egal ob himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt, schreibt er nieder, manchmal im Stunden- oder Tagestakt, dann wieder liegen Wochen, Monate oder gar Jahre zwischen den Einträgen.
Jedes Erlebnis seit seiner späten Kindheit findet Eingang in dieses Tagebuch: die erste (heterosexuelle) Liebe ebenso wie die Zerrissenheit beim ersten Liebeskummer und die spätere Erkenntnis seiner Homosexualität, die innige Beziehung zu seinem Bruder und die Abneigung gegen seine Schwestern, ja sogar der gelegentliche Hass auf seinen Vater.
Robin, das ist ein junger Mann, der immer auf der Suche nach etwas ist nach Glück, Liebe, Zufriedenheit und vor allem sich selbst. Dessen Gefühle manchmal schwer zu verstehen sind oft kann er es selbst nicht.
Die Dramatik in einigen der Aufzeichnungen verursacht unweigerlich Gänsehaut und wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte eine Packung Taschentücher in Griffweite haben, er/sie wird sie wahrscheinlich brauchen. Ab und zu kann man zwar sogar schmunzeln, doch es gibt auch Momente, in denen einem schier der Atem stockt.
Robin eine Geschichte, die man gelesen haben muss. Robin eben für immer Nicks Prinz.
Klare Kaufempfehlung und volle Punktzahl, in diesem Fall mit einem Bonuspunkt, den ich leider nicht real vergeben kann, es aber sofort täte, denn wenn ein Buch mir einen Kloß im Hals beschert, das ist einfach nur Hammer.
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