Produktbild: Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse

Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

05.09.2016

Herausgeber

Robert Sasse + weitere

Verlag

Epubli

Seitenzahl

11 (Printausgabe)

Dateigröße

481 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783741848131

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

05.09.2016

Herausgeber

Verlag

Epubli

Seitenzahl

11 (Printausgabe)

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481 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783741848131

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  • Kyra Cade

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB)

    Es lohnt sich immer und immer wieder

    Das Leben des Magister Ludi Josef Knecht wird wie eine Biografie recht nüchtern beschrieben. Knecht ist Schüler, dann Gesandter und schließlich Lehrmeister, der sich ganz der Wissenschaft und vor allem dem hochgeistigen Glasperlenspiel hingegeben hat. Obwohl er in Kastalien in klosterähnlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und dort bis nach seiner Studienzeit verblieb - später auch dahin zurückkehrte - ist Knecht relativ weltoffen. So wird er auch in ein katholisches Kloster entsandt, um dort für gute Stimmung zu sorgen und den Orden Kastalien gegenüber aufgeschlossener werden zu lassen. Doch Josef Knecht zweifelt immer wieder, diskutiert und versucht letztendlich vergebens, seine Ordensbrüder und den wichtigen Führungskreis davon zu überzeugen, dass man sich der Welt gegenüber öffnen muss, und nicht als kleine Enklave abgeschottet als Elite leben kann. Schließlich verlässt er Kastalien und widmet sich dem Sohn seines alten Widersachers, dem stets weltlichen Plinio Designori. Bei einem Bad in einem Bergsee kommt Knecht ums Leben. Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Ein langer Titel für das letzte Werk Hermann Hesses. Der Autor, daraus kann man keinen Hehl machen, mag ein schwieriger Mensch gewesen sein, aber ein großer Literat, der seine eigenen Jünger hatte, die er vor allem in den 1970er Jahren, nach seinem Tod, begeistern konnte. Hesse ist nicht nur einer der deutschen Autoren, von dem man etwas gehört und bestenfalls gelesen haben muss - meist ist das Der Steppenwolf -, er spaltet seine Leser gerne in zwei Lager: Diejenigen, die ihn nicht verstehen, und diejenigen, die als Hessianer so etwas wie einen geistigen Führer in ihm und seinen Werken sehen. Das Glasperlenspiel gilt als eines seiner schwersten Werke. So habe ich es auch kennengelernt und mich lange vor der Lektüre gedrückt. Ein Fehler, wie ich nun feststellen musste. In seinem letzten Roman steckt vieles: Wissenschaft, Philosophie, Mathematik, Religion, Gesellschaftskritik, Phantasie. Wer sich mit Hesse beschäftigt, kommt nicht um drei Dinge herum: Philosophie, Religion und Musik. So ist es auch hier. Viele Querverweise zu Weltreligionen und Anschauungen kann man wiederfinden, wer damit nichts anfangen kann, dem hilft heutzutage Google schnell weiter. Beispielsweise stößt man auf das I Ging, das Buch der Wandlungen, dessen grobe Kenntnis bereits weiterhilft. Wie immer sind zahlreiche Parallelen zu Hesses Leben zu erkennen. Er selbst war Rebell, lehnte sich gegen das Diktat des Elternhauses auf, brach das Studium der Theologie ab und hatte zeitlebens ein eigenwilliges Verhältnis zur Theologie, die er jedoch nie ganz ablehnte. Wer Hesses Werk ein bisschen kennt, findet immer wieder zwischen den einzelnen Romanen Verknüpfungen und Ideologien, die sich durchziehen. Vor allem die Rebellion, die oben schon angesprochen wurde, findet sich immer wieder. Ein bisschen fühlt man sich an Narziß und Goldmund erinnert, wobei man Knecht in beide Rollen pressen kann, das rebellische, suchende Herz jedoch ist eindeutig Goldmund zuzuschreiben. Auch Emil Sinclair kann in die Erinnerung rücken, das Suchende bleibt halt doch immer in den Romanen übrig. Je mehr ich versuche, das Glasperlenspiel in eine Rezension zu quetschen, desto mehr fällt mir auf, dass es nicht geht. Das Buch ist lesenswert in meinen Augen, verlangt dem Lesenden einiges ab und regt ihn zu eigenen Nachforschungen an, wenn er nicht purer Konsument ist, sondern gerne in die Tiefe geht. Andererseits kann man Hermann Hesse nicht rezensieren, ohne einen Blick auf sein Leben und auf seine Werke zu lenken, ohne Verbindungen zu suchen und immer wieder zu finden. Man kommt nicht an philosophischen Lehren vorbei und springt gleichzeitig immer wieder zu anderen, jüngeren Autoren, bei denen Parallelen zu finden sind. Von daher muss auch ich lernen, mich kurz zu fassen und mich nicht in Details zu verlieren. Das Glasperlenspiel. Ein wundervolles Buch, eine spannende Geschichte, die tiefer geht und weiterführt. Kratzt man an der Oberfläche, so kann man sich fragen, ob es wirklich realistisch und möglich ist, alle Wissenschaften miteinander zu verbinden, Musik als mathematische Formel darzustellen, Sprache oder Thesen im Glasperlenspiel (sei es der Einfachheit halber einmal als eine Art Abakus gedacht) zu veranschaulichen. Oder bleibt dies eine phantastische Welt, die erschaffen wurde, um den Leser zu fesseln - oder um ihn auf eine ganz andere Spur zu bringen, ihm selbst die Augen zu öffnen und ihn sehen zu lassen? Hesse schreibt: "Die Wahrheit wird gelebt, nicht doziert" - und wenn es nur dies ist, das man aus dem Buch mitnimmt, so kann man bereits hier hinterfragen, was der Nobelpreisträger damit gemeint hat oder ob er gar den biblischen Büchern gleich sein eigenes Evangelium verfasst hat, mit Wahrheiten, mit Lehrsätzen, mit Anfechtungen und der Hoffnung auf das Gute?

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