Pern, eine Welt, auf der Menschen und intelligente Drachen friedlich miteinander leben, wird von einer verheerenden Seuche heimgesucht. Die Bewohner der windgepeitschten Burgen und Höfe erliegen zu Hunderten der heimtückischen Krankheit, gegen die es kein Heilmittel zu geben scheint. Mit all ihrer Macht versucht die Drachenherrin Moreta, den Leidenden Linderung zu verschaffen - vergeblich. Bis sie in alten Folianten einen Hinweis findet: Das Heilmittel liegt in der Vergangenheit verborgen. In Begleitung ihrer Drachenkönigin Orlith macht sie sich auf den lebensgefährlichen Weg ins Gestern. Kann sie den Wettlauf mit dem Tod gewinnen und ihr Volk retten?
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Gefahr für Pern
Ramona Schroller aus Klein Rönnau am 08.01.2026
Bewertungsnummer: 2696316
Bewertet: eBook (ePUB)
Moreta lebt im Wheyr Fort mit ihrer Drachenkönigin Orlith. Sie hat ihre Probleme, vor allem mit Sh'gall, ihrem Gefährten. Doch sie lässt sich ihre gute Laune auch von ihm nicht verderben. Orlith ist trächtig und steht kurz vor der Eiablage, was ein großes Ereignis für beide, Reiterin und Drache, werden soll.
Doch eine heimtückische Krankheit sucht plötzlich Pern heim. Alle vermuten, dass ein seltsames Katzentier, das einige Seeleute aus dem Meer gefischt haben, daran schuld ist. Die Krankheit trifft Menschen ebenso wie ehemalige Erdtiere wie die Renner und lässt ganze Gegenden verwüstet und tot zurück.
Moreta, die schon in ihrer Geburtsheimat begann, zur Heilerin zu werden, nimmt gemeinsam mit dem obersten Heiler den Kampf auf, um die Seuche einzudämmen ...
Es ist eine Weile her, dass ich das letzte Buch der "Drachenreiter von Pern" gelesen habe, aber es war ein bisschen wie ein Nach-Hause-Kommen, als ich diesen Roman begann. Mit einem Schlag war alles wieder da, was ich vorher gelesen hatte. Mich wieder zurechtzufinden fiel mir nicht schwer. Ein gutes und es spricht für die Erzählkraft, die McCaffrey hatte.
Die Geschichte selbst gestaltet sich spannend. Ich bin ein alter Sucker für solche Pandemie-Storys, wenn ich auch zugeben muss, seit Corona hat sich mein Enthusiasmus für dieses Thema deutlich abgekühlt. Dennoch gelang es dem Buch, mich zu fesseln und für die "Guten" zu hoffen.
Was McCaffrey hier schildert, so stellte man sich vor Corona vor, dass es sein müsse, in einer Pandemie zu leben. Ganze Landstriche entvölkert, tausende Tote, die Überlebenden geschwächt und voller Schmerz, Trauer und Hoffnungslosigkeit. Wie wir nun wissen, ist die Realität ... anders, ganz, ganz anders.
Moreta, die sich vor allem auf das Heilen von Drachen versteht und darin wahre Wunder vollbringt, ist ein gut entwickelter Charakter, den ich gern noch näher kennen gelernt hätte. So ging es mir auch mit einigen der anderen Figuren. Und hier schwächelt "Die Drachenherrin von Pern" sehr deutlich. McCaffrey schrieb noch im alten Stil, was bedeutet, die Figuren waren in der Regel für den Leser weit weg. So ist es auch hier. Man wünscht sich näher heran, hofft darauf, die eine oder andere tiefere Einsicht zu erhaschen, doch nichts geschieht. Das gleiche gilt leider auch für die Beschreibungen. Sofern sie überhaupt vorhanden sind, sind sie flach, kaum mehr als Skizzen. Und das ist schade. Der Roman ist so kurz, dass er ein paar mehr Seiten Tiefenansicht und Beschreibungen verdient hätte.
Wie fast die ganze Reihe, so ist dieser Band auch älter. Erstmals erschienen 1983 hat das Buch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Ist es in Ehren gealtert? Jaein, würde ich sagen. Das kreative Schreiben hat sich in den letzten 40 Jahren deutlich verändert, vor allem in den Genres Science Fiction und Fantasy. Man merkt diesem Buch sein Alter an, und das leider im schlechteren Sinn.
Alles in allem konnte ich "Moreta - Die Drachenherrin von Pern" als ein Stück Nostalgie genießen. Die Story ist nicht neu, doch McCaffrey brachte ein paar frische Punkte in die Thematik. Vor allem die Beziehung zwischen Moreta und Orlith war hervorragend geschildert und brachte mich mehr als einmal zum Schmunzeln.
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