Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken
Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto "Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken" heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht ...
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Neues Lieblingsbuch
Bewertung am 26.05.2025
Bewertungsnummer: 2500160
Bewertet: eBook (ePUB)
Der Prolog gefiel mir überhaupt nicht. Ein Mischmasch aus normalen und kursiven Text, davon war ein Viertel nur eine Aneinanderreihung zusammenhangloser Sätze. Man hätte viel einfacher dem Leser schildern können, dass X getötet wurde, Y ausrastete und die Gegner alle niedermetzelte.
Aber wer denkt, das Buch schon beim Prolog aufgeben zu müssen: TUT. ES. NICHT!
Ganz anders war dagegen das 1. Kapitel. Der erste Absatz war Gold wert. Amüsant, spannungserzeugend und einfach der tausendfach bessere Start ins Buch als der Prolog. Und so ging es weiter. Man wird bombardiert mit sympathischen Charakteren. Girton und sein Meister teilen so eine innige Beziehung, dass mich das echt gerührt hat. Es ist kein nüchternes Lehrer-Schüler-Verhältnis wie ich es aus einem anderen Assassinen-Buch kenne, sondern eine gut ausgearbeitete familiäre Beziehung. Merelas Muttergefühle für Girton könnten nicht authentischer dargestellt sein.
Ich liebe es diese beiden Charaktere in Aktion zu sehen. Lob an R.J.Barker dass er das so wunderbar in Worten wiedergegeben hat!
Was mir unrealistisch erschien: wie kann man ein Stück Draht schlucken, ihn im Hals verstecken und dann hochwürgen? Wie bleibt der Draht im Hals stecken und wandert nicht tiefer in den Magen? Das hätte man anders lösen können. Im Mund verstecken wäre glaubwürdig gewesen. Aber nicht im Hals.
Wiederholungen- da schneiden sich die Meinungen verschiedener Leser. Ich fand es gut, dass wiederholt darauf eingegangen wurde, wer welche Person gleich nochmal war. Die Charaktere nehmen langsam zu. Alle werden sie präzise vorgestellt, dass man sich von ihnen ein Bild machen kann. Also man wird nicht mit tausend Leuten auf einmal konfrontiert und muss sich diese alle merken. Sollte ein flüchtiger Charakter eine Weile nicht auftauchen und rückt später erst wieder ins Rampenlicht, so wird kurz wiederholt wer das gleich nochmal war. So konnte man sich gut an all die Knappen erinnern, mit denen Girton trainiert.
Zumal ich das Buch einen Monat lang unterbrochen habe. Ich kam problemlos wieder in die Geschichte hinein dank kurzer Einschübe, wer Neander, Daana oder Nywulf war.
Des Weiteren rätselt man durchgehend mit wer der Auftraggeber des Assassinen ist. Ich hab meine eigene Verdächtigenliste erstellt und diese war kompletter Müll. Den wahren Auftraggeber hätte ich niemals kommen sehen obwohl es eine glasklare Andeutung gab.
Zu Drusl: Ihren Charakter fand ich lange Zeit langweilig. Daher war ich sehr positiv von ihr überrascht, als der Plottwist kam.
Nywulf war mir dagegen von Anfang an sympathisch und meine Zuneigung hat er selbst dann noch behalten, als herauskam, dass er DAS getan hat. War ein echt fieser Move von ihm, aber nachvollziehbar, da er es aus gutem, ehrenhaften Grund getan hat. Das macht den Griesgram gleich auch noch viel cooler.
Rufra - ein wirklich liebenswerter Charakter, der ebenso einen Twist bereithält. Einen Twist, der leider im Klappentext des 2. Bandes gespoilert wird. Also Warnung: Wenn ihr euch von dem Twist überraschen lassen wollt, lest nicht den Klappentext des Folgebandes.
Ich fand die Beziehung zwischen Rufra und Girton echt amüsant und der Humor, den sie geteilt haben, war unglaublich. Ich liebe die beiden. Umso wütender, trauriger und entsetzter war ich, als Rufra Girtons Geheimnis herausfand und diese Lüge ihre Freundschaft gefährdete.
Das Ende des Buches: Ich war etwas enttäuscht, dass der letzte entscheidende Ansturm auf die Burg nicht mehr gezeigt wurde. Vor dem Angriff wurde ein Cut gemacht - Buch zu Ende - und im Epilog wird kurz zusammenfasst wie der Angriff auf die Burg ausgegangen ist. Das war etwas „Faules Schreiben“ als ob Barker schnell schnell schnell mit dem Buch fertig werden wollte, statt noch mal ein ausführliches Gefecht zu schreiben. Schade.
Trotzdem ein sehr gelungenes, spannendes Buch voller Intrigen, Emotionen, Witz und einem krass ausgearbeiteten Worldbuilding und Magiesystem. Trotz minimaler Schwächen (Prolog und Epilog) konnte mich Barker davon überzeugen, mein neuer Lieblingsautor zu werden.
Des Assassinen Girton Klumpfuß...
Bewertung am 20.02.2018
Bewertungsnummer: 1081837
Bewertet: eBook (ePUB)
Des Assassinen Girton Klumpfuß Autobiografie erster Teil.
Intrigen, Lügen und eine Menge Leichen formen einen gelungenen Auftakt.
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