Lucy S. Harper ist Lehrerin für Mathematik in Manchester. Sie lebt allein, liebt die Welt der Zahlen und verabscheut Überraschungen. Wie den Anruf, den sie eines Tages erhält: Eine ihr unbekannte Frau namens Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte. Zuerst glaubt Lucy an einen Irrtum, denn ihr Vater Peter ist wohlauf - von jenem George, der in Irland angeblich auf sie wartet, hat sie noch nie gehört. Doch als ihre Eltern äußerst seltsam reagieren, wird Lucy misstrauisch. Spontan beschließt sie, nach Irland aufzubrechen und der Sache auf den Grund zu gehen. Und damit beginnt das erste Abenteuer ihres Lebens ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
04.10.2019
eBook (ePUB)
Roadtrip mit überraschendem Ende.
Lucy S. Harper ist eine Frau, die mir auf Anhieb sympathisch war. Ihre Schüchternheit versteckt sie hinter Zahlen. Ein richtiger Nerd. Als Mathematiklehrerin hat sie eigentlich den richtigen Beruf gewählt. Doch ein Vorfall in der Schule hat ihr Leben mit Zahlen aus dem Konzept gebracht. Es gibt einfach Dinge im Leben, die sich nicht berechnen lassen. Da bekommt sie einen Anruf von einer Maureen aus Irland. Ihr Vater liegt im Sterben und möchte sie unbedingt noch sehen. Wie bitte schön soll das gehen, wenn Lucys Vater Peter gesund und munter mit ihrer Mutter in Manchester lebt? Abwechslung kann die zahlenorientierte Lucy jedoch gut gebrauchen. Sie reist nach Irland und ein Abenteuer beginnt.
Ich habe Lucy Skye richtig bewundert um ihren Trip nach Irland. Mir gefiel besonders gut, wie Lucy zu ihrem Zweitnamen gekommen ist. Leider konnte sie ihren Vater nicht mehr lebend antreffen. Dafür skurrile liebenswerte Menschen in Knocknabarra, die mir des öfteren ein Lächeln in’s Gesicht gezaubert haben. Besonders wenn ein Wäscheständer die Funktion eines Rollators einnimmt. Lucys Aufenthalt in Irland beginnt mit einer Totenwache. Gleich nach der Bestattung möchte sie mit ihrem urigen und einzigem Erbe, einem VW Bus aus den 70igern, heimfahren nach Manchester. Mit jedem Kilometer liebt Lucy den knallfarbigen Bus mehr. Genießt beim Fahren die weitläufige Landschaft Irlands. Dann bleibt sie in einem Graben stecken …..
Ihr Aufenthalt in Irland verlängert sich. Lucy beginnt die Landschaft in Irland zu lieben. Genießt sogar das Leben in ihrem Bus, welcher viele Geheimnisse birgt.
Das Setting reflektiert die Landschaft in Irland und beschert einem Fernweh. Die Protagonisten sind liebenswert und sehr gut gezeichnet. Die Geschichte liest sich wie Butter, was dem lockeren Schreibstil geschuldet ist. Die vielen Pubs vermitteln ein heimeliges Gefühl. Lucys Suche nach der Wahrheit ist spannend. Sie hat viele wunderbare Begegnungen. Mit dem überraschenden Ende habe ich so nicht gerechnet. Aber wie gesagt … alles lässt sich im Leben nicht berechnen.
Eine absolute Empfehlung von mir. Danke Fiona Blum. Ich habe den Roadtrip in Irland sehr genossen.
Es gibt so viele Kinder, die Angst vor Zahlen haben und noch nicht wissen, dass sie sich vor etwas fürchten, das es gar nicht gibt. (91% auf dem Reader. Pos. 3335)
Bewertung
aus Hamburg
5/5
25.06.2019
eBook (ePUB)
Das Meer so nah
Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Man kann sich gut in die beschriebenen Charaktere und auch in die Landschaft hineinversetzen.
Bewertung
5/5
27.05.2018
eBook (ePUB)
Wunderbar verrückte Charaktere
2016 hatte Fiona Blum das Glück, dass sie gleich mit ihrem ersten Roman „Liebe auf drei Pfoten“ den DeLiA Literaturpreis für den besten Liebesroman gewinnen konnte. Durch diesen Preis bin ich auf die Autorin und das Buch aufmerksam geworden und habe dadurch eine ganz zauberhafte Geschichte lesen können, die sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre. 2017 erschien dann „Frühling in Paris“, welches mir ebenso gut gefallen hat. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, als ich in der Goldmann Vorschau entdeckte, dass auch in diesem Jahr wieder ein neues Buch der Autorin erscheint. Inzwischen habe ich das Buch ausgelesen und möchte nun meine Eindrücke mit Ihnen teilen.
2016 entführte uns Fiona Blum in einen etwas unbekannteren Stadtteil von Rom. 2017 ging es nach Paris in das Marais. Und 2018 entführt sie uns nach Irland. Alle drei Bücher eint, dass die Autorin wunderbare Menschen zum Leben erweckt, die irgendwie anders sind, denen das Leben nicht immer fair mitgespielt hat. Sie schafft es immer wieder, diesen Menschen Leben einzuhauchen und sie so liebevoll zu skizzieren, dass man sie einfach lieb gewinnen muss. So auch in diesem Buch. Zum Inhalt brauche ich Ihnen nicht viel zu erzählen. Die Inhaltsangabe ist stimmig. Lucy Skye Harper ist Anfang 40 und ein wenig eigen. Sie ist geschieden und lebt inzwischen alleine, da ihre Tochter woanders studiert. Schon als Kind haben ihr die Zahlen und die Logik, die die Mathematik ausmachen, Halt im Leben gegeben. Unordnung, Chaos und Überraschungen kann sie gar nicht leiden. Doch jetzt gerät ihr Leben gehörig aus den Fugen. Nicht nur, dass sie gerade eine Art Zwangspause als Lehrerin einlegen muss – den Grund dafür erfahren Sie natürlich in dem Buch – erhält sie auch noch diesen absolut ominösen Anruf, der sie tatsächlich aus ihrem üblichen Trott herausreißt. Es beginnt eine verrückte Odyssee durch Irland.
Ähnlich wie meiner Freundin, die hier auch eine Buchbesprechung geschrieben hat, habe ich etwas gebraucht, bis ich mit dem Roman warm geworden bin. Lag es daran, dass es gleich am Anfang des Buches eine ziemlich lange Auflistung der Personen gab, die in diesem Roman mitspielen? Lag es daran, dass ich mir die irischen Namen nicht so einfach merken konnte? Lag es daran, dass es gerade sehr warm und sonnig war, als ich das Buch las und die Geschichte im eher kühlen und regnerischen Irland spielt? Oder lag es daran, dass ich am Anfang einfach noch nicht ahnte, wohin die Geschichte gehen sollte? Doch dann hat es mich irgendwie ganz plötzlich gepackt, und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe die Entwicklung geliebt, die Lucy Skye Harper in dieser Geschichte macht. Am Ende des Romans ist sie eine ganz andere Person als zu Beginn der Geschichte. Ich habe die einzelnen Personen, die z.T. schon sehr speziell sind, in mein Herz geschlossen. Und ich habe gelacht und geweint! Am Ende war ich glücklich, wie sich die Geschichte für die Protagonisten entwickelt hat und traurig, weil ich meine neu gefundenen Freunde schon wieder verlieren musste.
Lassen Sie sich ein auf eine abenteuerliche Reise durch das ländliche Irland! Kehren Sie teilweise zurück in die Zeit der 70er Jahre! Hören Sie die Musik, die in diesem Roman eine wichtige Rolle spielt! Ich bin zwischendrin immer mal wieder an den Computer gegangen, weil ich mir die Lieder anhören wollte, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen. Und ich bin fündig geworden. Entdecken Sie eine wunderbare und verrückte Geschichte! Und falls Sie im Sommer lieber Bücher lesen, die in der Sonne spielen, dann heben Sie sich das Buch für trübe Herbsttage auf. Das Buch ist einfach wunderbar, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat!.
Wenn ich dieses Buch mit anderen vergleichen sollte, ist es eine ganz eigene Mischung aus „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson, „Die Phantasie der Schildkröte“ von Judith Pinnow und „Die Galerie der Düfte“ von Julia Fischer – ein wunderbares und ein wenig verrücktes Märchen.
MissBookRead
aus Hessen
3/5
13.05.2025
eBook (ePUB)
Vierzig Jahre Schweigen
️ Meine Meinung ️
Dies ist eine Geschichte die völlig unaufgeregt daherkommt, aber dafür hat sie mich trotzdem richtig gut unterhalten. Ein Anruf aus Irland stellt das geordnete Leben der Mathematiklehrerin Lucy völlig auf den Kopf. Da sie gerade suspendiert wurde, tritt sie völlig unerwartet die Reise nach Irland an um angeblich ihren, im Sterben, liegenden Vater George noch kennenzulernen. George, ihr Vater aus Irland? Ihr Vater ist doch Peter aus Manchester! Der Irland-Trip bringt ihren Alltag völlig aus dem Konzept, das geht doch nicht. Doch sie lässt sich nach und nach darauf ein, sie lernt Menschen kennen, die ihr gut tun, die plötzlich zu Freunden werden, die sich um sie sorgen. So warmherzige, aber zum Teil auch liebevoll kauzige Personen gibt's nur in Irland. Sie nehmen einen mit offenen Armen auf und lassen Dich das auch spüren, das Du wichtig und liebenswert bist. Dieses Buch ist wirklich eine Liebeserklärung an Land und Leute.
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