Die Leiden des jungen Weber: Wie konservativ sind Katzen? Warum sind Berliner konsequent unfreundlich? Ohne die anderen lässt es sich oftmals besser aushalten. Piet Weber ist die wohl wichtigste neue Stimme in der Berliner Vorleseszene. Ein junger Autor mit Liebe am Fabulieren und Pointieren, gestählt durch unzählige Auftritte bei Lesebühnen und Poetry Slams und geprägt durch seine Geburts- und Heimatstadt Berlin.
Ob ein Spieleabend mit seinem Neffen, eine telefonische Pizzabestellung oder die Internet-nachhilfe für seine Mutter aus dem Ruder laufen: Ohne die anderen wäre die Welt für Piet Weber manchmal eine bessere.
In seinen Geschichten analysiert er die Hintergründe deutscher Schlager- und Kindermusik fragt sich, warum es in Deutschland noch keine "Goldenen Panzer"-Award gibt und kann mit Überzeugung sagen: "Berlin - das J steht für Freundlichkeit."
Komische Geschichten aus dem Herzen der Hauptstadt, satirische Betrachtungen, ausgefeilte Poetry-Slam-Texte und bärbeißiges, bühnenliterarisches Kabarett - Piet Webers Debüt stellt die Vielfalt eines Autors unter Beweis, von dem man sicher noch viel hören wird.
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Unterhaltsame Storys für jede Gelegenheit
books and phobia aus Halle am 27.02.2019
Bewertungsnummer: 1176508
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Firma Hubertus Sanitär und Pizza Roma, juten Tach!“
Ein verdutzter Blick und ein paar Lacher später hatte mich auch die Geschichte zu der etwas seltsamen Fusion gepackt und erfreute mich noch, als das Buch längst ausgelesen war. Doch so erging es mir nicht nur mit dieser Story, nein, eigentlich alle Geschichten brannten sich förmlich in meinem Gedächtnis ein und werden da wohl noch eine ganz Weile festhängen.
Piet Weber hat sich in der PoetrySlam-Szene einen Namen gemacht, den ihn so schnell niemand streitig machen wird. Seine Texte sind ehrlich, unterhaltsam und könnten manchmal aus dem Leben von uns allen kommen. Doch auch politische Themen und seine eigene Meinung sind stets mit eingebunden, aber auch hier stets mit einer Spur Ironie. Wer die erste Geschichte im Buch über den Spieleabend mit seinem Neffen gelesen hat, wird merken, dass dieser Mann neben einer blühenden Fantasie, über ein gut ausgebautes Vokabular verfügt, welches selbst in den kürzesten Erzählungen zum Einsatz kommt.
Wer sich ein wenig mit dem aktuellen Zeitgeschehen und der Politik befasst, der dürfte an jeder Geschichte sein Vergnügen haben. Ich hatte ein wenig mit den politischen Themen zu kämpfen, welche es zum Glück aber nicht all zu oft gab. Um so öfter, fielen bekannte Lieder unter die Fittiche des Autors und wurden da regelrecht auseinander genommen. Ganz zu meinem Vergnügen denn ich war mehr als erstaunt was für Müll unsere Kinder teilweise lernen. Aber auch Schlager kamen nicht zu kurz. Mein persönlicher Favorit ist jedoch ein Liebesbrief an seine Freundin, welcher vor Unsinn gerade zu überquoll, aber doch ganz klar zeigte, das dieser Mann sein Mädel liebt. Es muss halt nicht immer die altbekannte Romantik sein, welche das Herz einer Frau erobert, sondern nur die Stichworte MILF, Hannibal Lecter und Fesselsexflexer. Na, auch schon Herzchen in den Augen?
Ja, wer die Auftritte des Autors gesehen hat, dem erwartet in diesem Buch nicht viel Neues. Doch genau deswegen wollte ich es haben. Ich wollte diese genialen Texte stets parat haben und mich an ergötzen können, auch wenn kein Youtube in der Nähe ist. Dies ist aufgrund der schlanken 159 Seiten stets möglich. Ich hoffe jedoch das es irgendwann einmal einen Nachfolger zu diesem Buch geben wird, denn ich kann ich mich jetzt schon nicht an den Texten satt lesen. Egal wie die Tageslaune ist, einfach eine Geschichte lesen und man hat den ganzen Tag ein Grinsen im Gesicht.
Und nicht vergessen, Berlin, das „J“ steht für Freundlichkeit.
Mein Fazit
Für mich ist dieses Buch ein Stück Literaturgut geworden, das ich bestimmt noch öfter in die Hände nehmen werde, da es eine Vielzahl an Unterhaltungsmöglichkeiten bietet. Jeder Text ist ein Unikat für sich und bezeugt das hinter den unterhaltsamen Texten ein cleverer Bursche steht, der eine ganze Menge Ahnung vom Leben hat und von Monopoly.
Ein Buch, das gute Laune garantiert
Bewertung aus Duisburg am 30.03.2018
Bewertungsnummer: 1093900
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Ohne Dich ist manchmal ganz gut.“ Von Piet Weber erschien im März 2018 in erster Auflage beim Satyr Verlag. Das Buch umfasst 160 Seiten, die in 35 Kapitel, eine Danksagung und ein Verzeichnis von Audiolinks aufgeteilt sind.
Bewertung
Interessante und urkomische Episoden aus dem Leben eines Berliners werden in jeweils kurzen Kapiteln erzählt. Themenmäßig ist für jeden etwas dabei, ob nun die durchgeknallte Familie, Politik, Reiseerlebnisse oder der ganz normale Alltagswahnsinn eine Rolle spielen, ist dabei egal, stets gibt es etwas, worüber man einfach nur herzlich lachen kann. Ich habe mich selten bei einem Buch derart amüsiert und kann es nur jedem Leser und jeder Leserin ans Herz legen, die nichts gegen eine gehörige Prise intelligenten Humor und die kritische Betrachtung unserer Zeit haben. Mit Sicherheit wird der Großteil der LeserInnen sich oder die eigene Verwandtschaft in mindestens einer Handvoll Erzählungen wiederfinden, denn welche Eltern der 80er/90er Generation haben zum Beispiel nicht erst vor kurzem das Internet für sich entdeckt?
Es handelt sich um ein überschauliches Werk, das sowohl für Vielleser als auch für Lesemuffel geeignet ist. Da die Kapitel kurz und dennoch sehr interessant und amüsant sind, müsste jegliche Alters- und Lesegruppe auf ihre Kosten kommen. Mir persönlich hat der Stil des Autors sehr gut gefallen, da ich ihn als etwas Besonderes erlebt habe und nach eigener Einschätzung auch von anderen Werken dieser Art herauslesen könnte. Authentizität und Originalität sind zwei sehr vielversprechende Qualitäten auf dem inzwischen ja sehr überfüllten Literaturmarkt und es bleibt zu hoffen, dass weitere Werke von Piet Weber erscheinen werden.
Teilweise scheint die eigene, politische Meinung des Autors etwas zu sehr durch, mir werden einige, gesellschaftliche Probleme zu überspitzt und einseitig betrachtet, da dies aber generell zum Stil des Buches passt, handelt es sich hierbei um keinen allzu großen Kritikpunkt.
Abschließend wird die humoristische Ebene teilweise verlassen und es wird etwas nachdenklicher, denn auch das Thema Liebe findet einen Platz in diesem Werk.
Fazit
„Die Mischung macht‘s“, das trifft auch hier zu und ich kann dieses kleine, amüsante Gesamtwerk jedem ans Herz legen, der mal wieder sehr gut unterhalten werden möchte und nach etwas Besonderem sucht.
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