Dieses Buch ist für Christen geschrieben, die darum ringen wollen, ihren Glauben wach- und durchzuhalten. So vielfältig die Probleme sind, mit denen wir es zu tun haben, so verschiedenartig sind auch die Themen dieses Buches. Es sind 52 Beiträge, die im Jahr des 500-jährigen Gedenkens der Reformation Woche für Woche in der Zeitschrift "ideaSpektrum" erschienen sind. Sie wurden entlang des Kirchenjahres geschrieben, in dem viele Christen noch ganz selbstverständlich als in einer Grundordnung ihres Jahres leben. Gleichzeitig soll damit aber auch Nicht-Christen eine Anregung gegeben werden, für diese Aspekte des "normalen" christlichen Alltags ein Verständnis zu gewinnen und möglicherweise auch ein Interesse, selbst versuchsweise damit umzugehen.
Ulrich Wilckens ist einer der versiertesten Bibelkenner unserer Zeit. Auch wenn die Bibel nicht einfach zu verstehen ist, so schafft es Wilckens grundlegende Zusammenhänge in einfacher Sprache so zu erklären und zu übersetzen, dass die Schönheit und das Wagnis des Glaubens wieder neu und groß erstrahlt.
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Durch das Kirchenjahr mit Gedanken zu biblischen Themen
Bewertung aus Attenhofen am 26.07.2018
Bewertungsnummer: 1121075
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ulrich Wilckens ist im deutschsprachigen Raum durch seine theologische Arbeit sehr bekannt. In diesem Buch erscheinen fast 50 Artikel, die er im Reformationsjahr für die Zeitschrift ideaSpektrum geschrieben hat. Nach einem Einstiegstext über das Vaterunser, greift er 47 Themen auf, die für Christen wichtig sind. Die Texte folgen dabei dem Lauf des Kirchenjahrs, vom Advent bis zum Ewigkeitssonntag.
Es werden eine Vielfalt von Themen behandelt. Es geht nicht nur um Gott und das christliche Leben, Ulrich Wilckens begründet auch seine Meinung zu umstrittenen Themen wie Taufe, Islam oder Homosexualität. Er schreibt außerdem über Bekehrung, unerhörte Gebete, die Bedeutung der Auferstehung und viele andere Themen. Dabei lässt er den Leser an vielen Stellen auch an seinen persönlichen Erfahrungen teilnehmen.
Die einzelnen Impulse lassen sich in wenigen Minuten lesen und bieten viel Stoff zum Nachdenken. Interessant sind sie sicher sowohl für Christen, die eine Amtskirche besuchen, als auch für freikirchliche Christen. Der Leser wird sicher nicht in allen Punkten zustimmen, die Themen werden ja teilweise sehr kontrovers diskutiert. Auf jeden Fall wird aber das feste Vertrauen Wilckens auf Gottes Wort deutlich.
Dieses Buch ist eine schöne Begleitung durch das Kirchenjahr.
Überzeugtes Christsein?
Bewertung aus Hamburg am 04.10.2018
Bewertungsnummer: 1137572
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ulrich Wickens hat hier eine Artikelreihe in Form von Impulsen zusammengestellt, die sich am Kirchenjahr orientieren und gleichzeitig für ihn wesentliche Inhalte des christlichen Glaubens zusammenfassen. Er selbst hat diese kurzen Texte im Rahmen des Reformationsjahres fast wöchentliche geschrieben. Unter anderem geht es darin auch um Glaubensfragen, die alle Christen, ob evangelisch oder katholisch, gleich beantworten, womit er für die Einheit der Kirche plädiert.
Dies war ein Buch, mit welchem ich mir sehr schwer getan habe. Lange bin ich nicht über den ersten Abschnitt, eine einleitende Darstellung des Vaterunsers, hinausgekommen, da mich schon hier vieles irritiert hat. Im Allgemeinen wurde es dann einfacher, sobald die relativ kurzen Impulse anfingen. Diese sind auch gut zwischendurch zu lesen, da sie immer nur ein paar Seiten umfassen. Gut gefallen hat mir die kurze und prägnante Art dieser Texte, die nicht zu viele Worte verlieren. Allerdings bestehen sie oft zur Hälfte aus Bibelzitaten.
Im Großen und Ganzen kann man wohl sagen, dass der Autor sehr klare Überzeugungen vertritt. Schade finde ich, dass er in meinen Augen keinerlei Raum für Zweifel und vielleicht andere Ansichten lässt, die es aber de facto gibt und auch geben dürfen muss. Es sind auch teilweise Überzeugungen, die ich ganz und gar nicht teile, und die, auch wenn der Autor es anders schreibt, nicht wirklich biblisch begründet sind. Das finde ich immer merkwürdig und ein bisschen schade. So wirken seine Ansichten oft sehr einengend und hin und wieder befremdlich. So bspw., wenn es um ein Gebet geht, „was man jetzt täglich auswendig beten sollte“, was schon mehr als ein Vorschlag ist. Auch seine Begründungen und Schlussfolgerungen, was das Vaterunser anbelangt, klingen oft unnötig kompliziert und verworren, und sind auch nicht unbedingt immer nachvollziehbar. Auch die im Titel gestellte Frage, woran Christen eigentlich glauben, wird nicht wirklich beantwortet.
Fazit: Allgemein wirken weite Teile des Buches auf mich wie fromme Reden mit wenig Inhalt, wenn ich ehrlich bin. Da werden theologische Floskeln in einer sehr hochgestochenen, salbungsvollen Sprache verwendet. Vielleicht gibt es Leser, denen diese Art der Lektüre mehr zusagt als mir. Ich jedenfalls würde das Buch nicht empfehlen. Dafür ist es mir zu steril und festgefahren.
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